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Hausen: Polizeigrenadiere konnten heikle Situation mit einem Einsatz erfolgreich beenden

Ein alkoholisierter und offenbar psychisch verwirrter 36-jähriger Schweizer drehte durch, hielt sich mit einer geladenen grosskalibrigen Jagdwaffe am Fenster seiner Wohnung auf und drohte von der Waffe Gebrauch zu machen. Polizeigrenadiere drangen in die Wohnung ein und konnten ihn widerstandslos festnehmen. Er wurde auf Verfügung des Amtsarztes in die Psychiatrische Klinik eingewiesen.

Am Sonntag, 26. Juni 2005, 06.30 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale im Polizeikommando die Meldung ein, dass beim Restaurant Max und Moritz in Hausen der unter Alkoholeinfluss stehende Mieter einer 2 ½-Zimermwohnung im zweiten Stock herumschreie und mit dem Sturmgewehr hantiere. Sofort wurden Patrouillen der Kantonspolizei sowie die Gemeindepolizei an den erwähnten Ort aufgeboten. Diese stellten den Mann auf dem Fenstersims sitzend, bewaffnet mit einem Gewehr fest. Er zielte auch gegen einen der Polizisten und drohte von der Waffe auch gegen Dritte Gebrauch zu machen.
Um den Mann nicht zu provozieren, begaben sich die Polizisten in Deckung, hielten aber die Situation unter Kontrolle und verlangten Verstärkung. Gleichzeitig wurde die Hauptstrasse gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Zudem wurden die Bewohner der benachbarten Liegenschaften verständigt mit der Aufforderung, in ihren Wohnungen zu bleiben.
Da die Situation im dicht besiedelten Wohngebiet als gefährlich und der Mann als unberechenbar eingeschätzt werden musste, wurde für den weiteren Einsatz eine Gruppe der Sondereinheit ARGUS sowie der Polizeipsychologe aufgeboten.
Der Mann zog sich dann in seine Wohnung zurück, weshalb versucht wurde mit ihm telefonisch in Kotakt zu treten. Nachdem dies nicht gelang, drangen die Polizeigrenadiere um ca. 10 Uhr in die Wohnung ein und konnten den Mann widerstandslos festnehmen. Er wurde auf Verfügung des Amtsarztes in die Psychiatrische Klinik Königsfelden eingewiesen.
Wie sich zeigte, hatte er das ungeladene Sturmgewehr mit dem Lauf nach vorne durch die Wohnungstüre gerammt. Im Fensterbereich lag ein grosskalibriges Jagdgewehr, durchgeladen und entsichert.
Was der eigentliche Auslöser für dieses Verhalten des Mannes war, ist unbekannt und Gegenstand der eingeleiteten Untersuchung.