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Gippingen: 60-jährige Frau mit Messerstichen getötet

Der mutmassliche Täter konnte in der Person des 23-jährigen Adoptivsohnes ermittelt und festgenommen werden. Er hat die Tat gestanden. Als Tatmotiv nennt er finanzielle Probleme. Er wurde auf Verfügung des Bezirksamtes in Untersuchungshaft genommen.

In der Nacht zum Sonntag, 15. Januar 2006, 02.40 Uhr, fand der Ehemann das Opfer im Wohnzimmer des Einfamilienhauses am Boden liegend auf. Über die Notrufnummer 144 forderte er sofort eine Ambulanz an. Die Besatzung konnte leider nur noch den Tod der 60-jährigen Frau feststellen. Da die Verhältnisse unklar waren, wurden Bezirksamt, Polizei und Bezirksarzt an den Ort aufgeboten. Es stellte sich dann bald einmal heraus, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt, konnten doch beim Opfer mehrere Stichverletzungen im Oberkörper festgestellt werden. Auf Grund der Situation stand ein Beziehungsdelikt im Vordergrund. Nach umfangreichen und intensiven Abklärungen im familiären Umfeld fiel der Verdacht im Laufe des Tages auf den 23-jährigen Adoptivsohn, der aber nicht mehr bei seinen Adoptiveltern Wohnsitz hat.
Da er an seinem Wohnort nicht angetroffen werden konnte, wurde eine Fahndung nach ihm ausgelöst. Kurz nach 15 Uhr konnte er im Bezirk Zurzach von einer Patrouille auf offener Strasse angetroffen und angehalten werden. Er wurde auf Verfügung des Bezirksamtes Zurzach in Untersuchungshaft genommen.
Er hat in der Zwischenzeit gestanden, seine Adoptivmutter mit einem Stellmesser durch mehrere Stiche in den Oberkörper umgebracht zu haben. Er habe kurz vor Mitternacht bei ihr vorgesprochen und Geld gefordert. Da sie diese Forderung abgelehnt habe, habe er mehrmals auf sie eingestochen und sich dann entfernt. Weitere Einzelheiten sind Gegenstand der laufenden Untersuchung.
Der Ehemann des Opfers schlief zur Tatzeit im oberen Stock des Wohnhauses. Als er im Laufe der Nacht aufwachte stellte er fest, dass seine Ehefrau nicht im Bett war und hielt Nachschau, wobei er sie im Wohnzimmer liegend fand.