Frick/Schinznach Dorf: Mit Nagelgurten gestoppt
Ein Automobilist durchbrach in Frick eine Polizeikontrolle und flüchtete über die Staffelegg in Richtung Schenkenbergertal. Nachdem er dort eine Nagelgurte der Kantonspolizei überfahren hatte, fuhr er bei Schinznach-Dorf auf eine Strassensperre auf und hielt an. Der 36-jährige Schweizer befindet sich nun in psychiatrischer Behandlung.
Bei einer Verkehrskontrolle in Frick wollte eine Patrouille der Regionalpolizei Oberes Fricktal am Sonntag, 22. Juni 2008, kurz nach 02:00 Uhr einen grauen Ford Fiesta anhalten. Der bis dahin unbekannte Lenker reagierte jedoch nicht auf das Haltezeichen und gab Gas. Die Polizeipatrouille folgte dem Auto und forderte über Funk Verstärkung an.
Der Ford fuhr in Richtung Staffelegg, wo bereits eine Patrouille der Stadtpolizei Aarau mit einer Nagelgurte Stellung bezogen hatte. Der Automobilist fuhr dort direkt auf einen der Polizisten zu. Dieser musste sich mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Gleichzeitig zog er die Dienstwaffe und forderte den Automobilisten auf, sofort anzuhalten. Dieser fuhr jedoch langsam vorbei, wobei es ihm gelang, durch das offene Fenster die Pistole des Polizisten zu umklammern. Dieser rannte neben dem fahrenden Auto her, wobei ihm die Waffe entglitt und ins Innere des Autos fiel.
Nun bog der Ford in Richtung Schenkenbergertal ab - in sicherem Abstand hinter ihm die beiden Polizeifahrzeuge. In Oberflachs stand mittlerweile eine Patrouille der Kantonspolizei bereit. Der Ford näherte sich dieser Stelle und überfuhr dort prompt die ausgelegte Nagelgurte. Mit drei flachen Reifen setzte der Automobilist die Flucht in Richtung Schinznach Dorf fort. Erst bei der Kreuzung neben der Grastrocknungsanlage fand diese ihr Ende. Dort hatte die Kantonspolizei mit zwei Patrouillenfahrzeugen eine Strassensperre errichtet. In der Folge stieg der Mann aus und liess sich widerstandslos festnehmen.
Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 36-jährigen Schweizer aus dem Freiamt. Die Gründe für seine Flucht sind unklar. Soweit bis jetzt bekannt leidet der Mann aber unter psychischen Problemen. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Bei der für alle Beteiligten riskanten Aktion wurde niemand verletzt. Die Dienstwaffe befindet sich ebenfalls wieder beim angestammten Besitzer.