Hauptmenü

Alle KAPO-Medienmitteilungen

Freiamt: Dreiste Bettlerinnen bestahlen Senioren

Die Kantonspolizei warnt vor dreisten Bettlern, die auch vor Diebstählen nicht zurückschrecken. Vorgestern wurden in Boswil zwei Senioren in ihrem eigenen Haus bestohlen. Auch an anderen Orten im Freiamt traten solche Personen auf.

Die beiden Frauen klingelten am Dienstagnachmittag, 7. Februar 2012, bei einem älteren Ehepaar aus Boswil an der Haustüre. Der gesundheitlich angeschlagene Ehemann öffnete die Türe, worauf die beiden Unbekannten ungeheissen eintraten. Im Wohnzimmer zeigten die beiden Frauen den Senioren einen Zettel, womit sie um eine Spende bettelten. Die hilfsbereite Ehefrau öffnete eine Schublade und gab einer der Frauen etwas Bargeld. In diesem Moment griff die Komplizin selbst in die Schublade und entwendete daraus weiteres Bargeld - mehrere hundert Franken. Danach machten sich die beiden Diebinnen aus dem Staub.

Noch bevor die Kantonspolizei von diesem Vorfall wusste, erschienen vermutlich die gleichen Frauen zur Mittagszeit an einer Haustüre in Auw. Hier reagierten die betroffenen Senioren sofort und riefen die Polizei. Die Regionalpolizei Muri konnten die beiden Frauen wenig später kontrollieren. Es handelte sich um zwei Rumäninnen im Alter von 21 und 39 Jahren, welche auf einem Camp im Elsass leben. Da ihnen zu diesem Zeitpunkt keine Straftaten angelastet werden konnten, konnte die Polizei lediglich die Personalien erfassen. Erst als die Bestohlenen aus Boswil später bei der Kantonspolizei Anzeige erstatteten, konnte diese die Zusammenhänge erkennen.

Am Dienstag wurde die Polizei auch nach Muri und Sins gerufen, wo aufdringliche Bettler Passanten belästigten. Diese gaben sich als «Taubstumme» aus und behaupteten, Geld für entsprechende Hilfsorganisationen zu sammeln. Hier stiess die Polizei auf zwei rumänische Mädchen, welche am gleichen Ort wie die zuvor erschienenen Frauen leben.

Die Kantonspolizei warnt vor solchen Dieben, welche in erster Linie ältere Menschen als Opfer wählen. Bei den Bettlern rät die Polizei zu Zurückhaltung, da im Hintergrund Banden stecken, welche die Spendenerträge einziehen.