Effingen/A3: Mindestens 12 Kilometer als Falschfahrer unterwegs (Zeugenaufruf)
Ein alkoholisierter Automobilist befuhr die A3 heute Nacht auf einer Strecke von mindestens zwölf Kilometern als Falschfahrer, bis ihn die Kantonspolizei schliesslich stoppen konnte. Glücklicherweise kam es zu keinen Unfällen. Die Kantonspolizei sucht weitere Augenzeugen.
Die erste Meldung ging am Mittwoch, 9. März 2011, um 2.20 Uhr bei der Kantonspolizei ein. So hatte ein auf der A3 in Richtung Basel fahrender Automobilist soeben den Bözbergtunnel verlassen, als ihm bei Effingen plötzlich ein Auto entgegenkam. Der Falschfahrer war also auf der Fahrbahn Basel verkehrt in Richtung Zürich unterwegs.
Sofort schaltete die Verkehrsleitzentrale in den Tunnels Bözberg, Schinznacherfeld und Habsburg sämtliche Ampeln auf rot. Zusätzlich wurden die Automobilisten in den Tunnels mit einer Lautsprecherdurchsage gewarnt. Inzwischen waren bereits mehrere Patrouillen der Kantonspolizei alarmiert worden.
Nur zwei Minuten nach der Meldung erfasste die Videoüberwachung den Falschfahrer bereits im Habsburgtunnel. Das Personal auf der Verkehrsleitzentrale konnte auch beobachten, wie der unbekannte Lenker den Tunnel verliess und die am Portal stehende Fahrzeugkolonne unbeirrt kreuzte. Danach setzte er seine Irrfahrt in Richtung Birrfeld fort.
Wenig später gelang es zwei Patrouillen, auf der Fahrbahn Zürich zum Falschfahrer aufzuschliessen und ihn parallel fahrend mit Blaulicht und Horn zum Anhalten aufzufordern. Er hielt schliesslich bei Mülligen an.
Beim fraglichen Lenker handelte es sich um einen 54-jährigen Slowaken, der im Bezirk Baden wohnt. Ein Alkohol-Atemlufttest ergab einen Wert von rund 1.3 Promille. Er musste eine Blutprobe abgeben und wurde verzeigt. Er konnte sich die Falschfahrt nicht erklären und schien auch nicht mehr zu wissen, unter welchen Umständen er auf die falsche Seite geraten war. Allein die Strecke zwischen dem Bözbergtunnel und Mülligen entspricht rund zwölf Kilometern.
Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) sucht weitere Automobilisten, die den silberfarbenen Audi mit slowakischen Kontrollschildern gesehen haben.