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Burg AG: Gesuchter verschanzte sich in Haus

Ein wegen diverser Delikte gesuchter 27 jähriger Türke verschanzte sich in einer Liegenschaft. Da er sich nicht in Polizeigewahrsam begeben wollte, drohte er mit Selbstmord. Zur Bekräftigung dieser Drohung feuerte er 3 Schüsse ab, ohne dabei Personen zu gefährden oder zu verletzten. Nach mehreren Stunden vergeblichen Zusprechens konnte er von der Polizei überwältigt werden.

Am Morgen des 5. Mai, kurz vor 5 Uhr, meldete ein Anwohner, dass ein Motorrad ohne Licht zur Liegenschaft Hauptstrasse 21 in Burg gefahren sei. Daraufhin sei der unbekannte Fahrzeuglenker via Balkon in die ältere, freistehende Liegenschaft eingestiegen. Eine Patrouille der Kantonspolizei konnte dann vor dem Haus ein Motorrad feststellen, welches 2 Tage zuvor in Menziken entwendet worden war.
Kurz nach 6 Uhr meldete sich eine sehr aufgebrachte Person via Notruf auf der Einsatzzentrale, dass er vermutlich von der Polizei gesucht werde. Nach kurzem Gespräch war klar, dass es sich beim Anrufer um den 27-jährigen türkischen Staatsangehörigen handelt, welche zuvor in das Haus in Burg eingestiegen war. Zur Tatzeit befanden sich keine weiteren Personen im Gebäude. Nach Information über die Rechtslage wurde ihm nahe gelegt, sich der Polizeipatrouille vor dem Haus zu ergeben.

Der mehrfach vorbestrafte Mann, welcher zudem zur Verhaftung ausgeschrieben war, weigerte sich jedoch strikte dieser Aufforderung nachzukommen. Bei einer allfälligen Annäherung der Polizei drohte er, die Polizisten zu erschiessen. Auch sprach er wiederholt von einer Selbsttötung. Aufgrund dieses Sachverhaltes liess die Polizei das Gebiet grossräumig absperren. Zudem wurden Mitglieder des Verhandlungsteams und der Spezialeinheit aufgeboten.

In der Folge bekräftigte er seine Drohungen durch das Abfeuern von drei Schüssen aus einer Faustfeuerwaffe. 2-mal schoss er in der Wohnung, einmal ab dem Aussenbalkon, ohne jedoch dabei auf Personen zu zielen oder solche konkret zu gefährden. Auch nach dieser Schussabgabe konnte er wiederholt telefonisch kontaktiert werden.

Da der Mann trotz mehreren Versuchen nicht zur Aufgabe überredet werden konnte, erfolgte kurz nach 14 Uhr der Zugriff durch die Grenadiere der Kantonspolizei Aargau. Dabei konnte der bewaffnete Mann überwältigt werden ohne, dass Personen verletzt wurden.

Bei diesem Vorfall standen über mehr als 8 Stunden 30 Mitarbeiter der Kantonspolizei, 3 Mitarbeiter Regionalpolizei, 30 Feuerwehrleute für die Verkehrsumleitung und eine Ambulanzbesatzung im Einsatz. Für Drittpersonen bestand glücklicherweise zu keiner Zeit eine direkte Gefährdung.