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Buchs: Schütze verschanzte sich im Haus und wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt

Der 50-jährige Schweizer hatte aus einer Langwaffe Schüsse abgefeuert und sich anschliessend im Haus verschanzt. Durch Einsatzkräfte der Polizei wurde das Haus umstellt. Gleichzeitig wurde versucht, den Mann zum Aufgeben zu bewegen. Er eröffnete jedoch das Feuer gegen die Polizisten, welche in Notwehr zurückschossen. Der Mann wurde verletzt und ins Kantonsspital gebracht.

Am Donnerstag, 13. November 2008, 12:50 Uhr, meldete eine Drittperson, dass bei einem Wohnhaus an der Neumattstrasse in Buchs soeben zwei Schüsse gefallen seien. Die Kantonspolizei rückte sofort mit starken Kräften aus und sperrte das Quartier weiträumig ab. Das Schulhaus "Suhrematte" - nur durch eine Wiese vom fraglichen Gebäude getrennt - wurde ebenfalls geräumt, um jegliche Gefahr für die Schüler auszuräumen.

Die Kantonspolizei fand bald heraus, dass die Schüsse von einem Mann ausgegangen waren, der im fraglichen Quartier ein Einfamilienhaus bewohnt. Es gelang folglich, mit dem 50-jährigen Schweizer telefonisch in Kontakt zu treten. Er weigerte sich jedoch, das Haus zu verlassen und sich der Polizei zu stellen. Kurz vor 15:00 Uhr erschien er an einem Fenster und erklärte sich für ein Gespräch bereit. Er brach dieses aber bald wieder ab, worauf er unvermittelt mit einem Gewehr am Fenster erschien. Sofort schoss er damit gezielt in Richtung der Angehörigen der Sondereinheit "ARGUS", die rund um das Haus vorsorglich in Stellung gegangen waren. In Notwehr erwiderten zwei Polizisten das Feuer. Von zwei Schüssen getroffen brach der Mann im Haus zusammen.
Angehörige des Sondereinheit drangen sofort gewaltsam ins Gebäude ein, überwältigten den Schützen und betreuten ihn bis zum Eintreffen der Ambulanz. Diese brachte ihn folglich ins Kantonsspital Aarau. Gemäss erster Auskunft der Ärzte ist der Mann ausser Lebensgefahr. Sämtliche Einsatzkräfte der Kantonspolizei blieben unverletzt.

Der mutmassliche Täter ist für die Kantonspolizei kein unbeschriebenes Blatt und ist als gewalttätig bekannt. Sein Motiv, das zu dieser Tat geführt hat, sowie die Herkunft der Waffe sind noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Die Untersuchung des tragischen Ereignisses wird durch das Bezirksamt Aarau geleitet.