Brugg: Schlägerbande trieb ihr Unwesen (Zeugenaufruf)
Eine Gruppe unbekannter Jugendlicher zog gestern Abend pöbelnd durch die Stadt. Dabei verletzten sie zwei Passanten durch Faustschläge.
Zwei Schweizer im Alter von 35 und 51 Jahren begegneten der Gruppe am Freitag, 13. Februar 2009, gegen Mitternacht in der Bahnhofsunterführung. Wie die beiden der Kantonspolizei später erklärten, wurden sie von mehreren Jugendlichen beschimpft und bedroht. In der Folge kam es offenbar zum Streit. Dabei schlug ein Mitglied der Gruppe dem 35-Jährigen die Faust ins Gesicht und verletzte ihn leicht. Danach machte sich die Gruppe davon.
Patrouillen der Kantonspolizei und der Regionalpolizei Brugg fahndeten nach den Jugendlichen, konnten diese aber nirgends mehr antreffen.
Offensichtlich die gleiche Gruppe trat etwa um 2.30 Uhr abermals in der Bahnhofsunterführung in Erscheinung. So meldete ein junger Mann der Einsatzzentrale der Kantonspolizei, dass er und seine drei Begleiter von den Jugendlichen angepöbelt worden seien. Dabei erhielt einer der vier 22- bis 24-jährigen Schweizer einen Faustschlag ins Gesicht. Er zog sich leichte Verletzungen zu.
Als die Polizei kurz darauf eintraf, hatten sich die Schläger bereits aus dem Staub gemacht und blieben trotz Fahndung verschwunden.
Laut Angaben der Opfer umfasste die fragliche Gruppe etwa sechs bis zehn Männer im Alter von 16 bis 22 Jahren. Sie wurden als Albaner beschrieben und sollen einheitlich eine schwarze Jacke mit einem roten Adler-Aufdruck auf dem Rücken getragen haben.
Die Ermittlungen nach den näheren Umständen der beiden Auseinandersetzungen sind noch im Gang. Die Kantonspolizei in Brugg (Telefon 062 835 85 00) nimmt Hinweise zur Täterschaft entgegen.