Boswil: Chemie-Unfall erforderte Einsatz der Feuer- und Chemiewehr
Beim Umpumpen eines Gefahrengutes kam es am Donnerstag zum Austritt eines giftigen Stoffes. Sofort wurden Feuerwehr- und Chemiewehrkräfte aufgeboten, um das Ereignis in einem Geschäftsbetrieb in Boswil zu bekämpfen. Der auf den Betonboden austretende Stoff konnte gebunden werden. Eine Gefahr für die Umwelt bestand keine. Es wurden keine Personen verletzt.
Am Donnerstag, 13. Oktober 2011, kurz nach 08.30 Uhr ereignete sich bei einer Produktionsfirma in Boswil ein Chemie-Unfall. Beim Umpumpen eines giftigen Stoffes (Isocyanate) aus einem Lastwagen trat die Flüssigkeit auf den Betonboden aus. Es dürften zwischen 20 bis 30 Liter ausgetreten sein. Der Stoff ist schwerer als Luft und gelangte auf den Boden wo er dann durch die aufgebotenen Kräfte der Feuerwehren Boswil und Muri sowie der Chemiewehr EMS Dottikon gebunden werden konnte.
Eine geringe Menge geriet in einen Schacht. Dieser konnte abgedichtet werden.
Neben den Feuerwehren war die Kantonspolizei sowie die Abteilung für Umwelt des Kantons Aargau ausgerückt. Mitarbeitende der Unternehmung wurden keine verletzt. Es traten keine gesundheitlichen Beschwerden auf.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Im Vordergrund steht gemäss jetzigem Kenntnisstand eine fahrlässige Handlung des 48-jährigen ungarischen Lastwagenchauffeurs.
Der Lastwageninhalt musste dann bis zum Nachmittag umgepumpt werden.