Birmenstorf: Zwei mutmassliche Täter vom Tötungsdelikt in Auslieferungshaft
Nach umfangreichen Ermittlungen fiel der Verdacht auf einen 23-jährigen Schweizer und einen 28-jährigen Türken, die offensichtlich untergetaucht waren. Sie konnten im Rahmen einer Personenkontrolle in Strassbourg/F verhaftet werden und befinden sich nun in Auslieferungshaft.
Wie damals berichtet, wurde am 16. Juli 2008, der 65-jährige Fritz Steiner in seiner Wohnung in Birmenstorf, im Schlafzimmer auf einen Stuhl gefesselt, tot aufgefunden. Die Auffundsituation und die gerichtsmedizinische Untersuchung liessen auf ein Tötungsdelikt schliessen. Bezüglich der Täterschaft sowie dem Tatmotiv gab es vorerst überhaupt keine Anhaltspunkte. Zudem fehlte auch das Auto vom Opfer. Der VW Polo wurde am 17. Juli in einer Quartierstrasse in Fislisbach aufgefunden. Von der Täterschaft fehlte aber weiterhin jede Spur.
Die ersten Befragungen im Umfeld des Opfers sowie die Überprüfung mehrerer Personen verliefen vorerst negativ. Rund zehn Tage nach dem Auffund des Toten zeigte die intensive Arbeit der Sachbearbeiter der Kantonspolizei erste Erfolge. Spurenauswertungen sowie die umfangreichen Ermittlungen führten zu zwei Tatverdächtigen, einem
23-jährigen Schweizer (türkischer Herkunft) und einem
28-jährigen Türken. Diese waren aber unauffindbar und offensichtlich untergetaucht. Es folgte nun die Suche mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Zudem wurden sie national und international zur Verhaftung ausgeschrieben.
Am 3. September wurde den Gesuchten eine reine Personenkontrolle in Strassbourg/F zum Verhängnis. Sie wurden festgenommen und befinden sich nun in Auslieferungshaft.
Eine Befragung durch die Kantonspolizei war bisher in Frankreich noch nicht möglich.
Die Kantonspolizei Aargau ist aber zuversichtlich, dass es sich bei den Inhaftierten um die mutmasslichen Täter des Tötungsdeliktes von Birmenstorf handelt.