Baden: Überfall auf den Polizeiposten der Kantonspolizei
Ein 45-jähriger Schweizer kam an den Schalter, bedrohte den Polizisten mit einem Revolver und gab durch das Schalterfenster einen Schuss in Richtung des Polizisten ab. In der Folge kam es zu einem Schusswechsel, wonach sich der Täter mit einem Schuss in den Kopf selbst richtete. Der Polizist blieb unverletzt.
Am Montagabend, 26. Januar 2004, kurz vor Mitternacht, meldete sich bei der Kantonspolizei in Baden ein Mann via Gegensprechanlage und verlangte Einlass, da er eine Anzeige machen wolle und Hilfe brauche. In der Folge öffnete ihm der alleine anwesende Polizist mittels Türöffner den Haupteingang, wonach der offensichtlich unter Alkoholeinfluss stehende Mann an den Schalter trat. Während dem Gespräch zog er plötzlich einen Revolver und bedrohte den Polizisten. Dieser versuchte sich in Sicherheit zu bringen und konnte via Funk einen Notruf an die Einsatzzentrale in Aarau absetzen. Dann eröffnete der Mann das Feuer und schoss durch das Schalterglas in Richtung des Polizisten. In der Folge kam es zu einem Schusswechsel, wobei der Polizist zwei Schüsse auf den Täter abgab. Dieser richtete sich dann mit einem Schuss in den Kopf selbst. Der Polizist blieb unverletzt.
Wie bis jetzt feststeht, handelt es sich um einen 45-jährigen Schweizer aus der Region. Die Kantonspolizei musste sich am Montagabend wegen einem Selbstunfall mit ihm befassen. Er hatte kurz vor 19.30 Uhr in Fislisbach/AG mit seinem Auto einen Hydranten umgefahren und sich ohne um den Schaden zu kümmern entfernt. Kurze Zeit später konnte er ermittelt werden. Da der durchgeführte Alcotest positiv ausfiel, wurde bei ihm eine Blutprobe angeordnet, was auch den Entzug des Führerausweises zur Folge hatte. Er wurde anschliessend nach Hause entlassen. Später fuhr er dann mit seinem Auto zum Bezirksgebäude nach Baden und beging die schreckliche Tat.
Weitere Einzelheiten stehen noch nicht fest und sind Gegenstand der durch das Bezirksamt eingeleiteten Untersuchung.