Aargau: Zusammenfassung Wochenend-Einsätze der Kantonspolizei
Die Kantonspolizei verzeichnete über das Wochenende insgesamt 5 Einbruchdiebstähle, 7 Verkehrsunfälle, 9 häusliche Gewalten und 21 Streitereien und Schlägereien.
Vom Freitagabend bis zum Sonntag, wurden der Kantonspolizei 5 Einbrüche gemeldet. Betroffen war vor allem die Gemeinde Widen, wo sich 3 Einbrüche ereigneten. Dort wurde durch die unbekannte Täterschaft jeweils ein Fenster aufgebohrt und anschliessend die Wohnungen durchsucht, obwohl die Bewohner anwesend waren.
Die Kantonspolizei ruft erneut zur erhöhter Wachsamkeit auf und erteilt folgende Ratschläge:
- Melden Sie verdächtige Personen welche zu Fuss oder per Velo im Quartier unterwegs sind.
- Melden Sie verdächtige Fahrzeuge.
- Sichern Sie Ihre Fenster und Türen.
- Stellen Sie bei ungenügend gesicherten Fenster oder Türen einen Gegenstand auf, damit bei einem Aufstossen des Fensters oder der Türe Lärm entsteht.
- Rufen Sie unverzüglich über den Notruf 117 die Kantonspolizei.
Auf den Aargauer Strassen ereigneten sich 7 kleinere Verkehrsunfälle mit insgesamt 2 leicht verletzten Personen. Es wurden 2 Blutproben angeordnet.
Ausgerückt wurde durch Kantons- oder Kommunalpolizei auch an 9 Meldungen von häuslicher Gewalt. In einem Fall wurde der Ehemann, welcher seine Ehefrau geschlagen hatte, auf Verfügung der Untersuchungsrichterin inhaftiert.
Dass die Polizei nicht nur Leute entfernen oder Inhaftieren muss, sondern auch oft als Vermittler auftreten muss, zeigte sich zwei Mal.
Im ersten Fall, rief ein 14-jähriger Knabe die Polizei zu Hilfe. Er gab an, dass er geschlagen worden sei und zudem möchte er nicht immer im Geschäft der Eltern mitarbeiten müssen. Bei einem klärenden Gespräch zwischen den Parteien zeigte sich, dass der Sohn, welcher sich in einem altersbedingten schwierigen Zustand befindet, etwas übertrieben hatte.
Im zweiten Fall wurde die Polizei von einem 22-jährigen Mann gerufen, welcher von der Mutter nach einem verbalen Streit nicht mehr in die Wohnung gelassen wurde. Bei einem Vermittlungsgespräch stellte sich heraus, dass der Mann sein Zimmer nicht aufgeräumt hatte und ihm aus diesem Grund der Eintritt verwehrt wurde.
Wie jedes Wochenende häuften sich auch die Streitereien und Schlägereien im Kanton wieder. Insgesamt 21 Mal rückten Kantons- wie auch Kommunalpolizeien aus. Die Gründe, wenn es überhaupt solche gab, waren mehrheitlich Pöbeleien unter Alkoholeinfluss welche dann in Schlägereien ausarteten. Die wichtigsten Fälle:
In Brugg wurde am 08.03.08, 02:05 Uhr, der Wirt der "Numero one" Bar von einem Gast tätlich angegriffen, weil er diesem kein Getränk mehr geben wollte und musste die Polizei rufen. Als die Kommunalpolizei eintraf, ging der stark betrunkene 38-jährige Schweizer erneut auf den Wirt los. Er musste schlussendlich inhaftiert werden.
Wenige Minuten später erfolgte eine Meldung, dass in der Havanna-Bar in Brugg eine Schlägerei im Gange sei. Die Polizei konnte lediglich einen stark alkoholisierten 30-jährigen Türken antreffen, welcher angab, zusammen mit einem Kollegen eine Auseinandersetzung mit fünf Ausländern gehabt zu haben.
Am 08.03.08, um 04:20 Uhr, ging eine Meldung aus Baden ein, wonach eine 23-jährige Schweizerin von 10 Ausländern belästigt worden sei. Als ihr 25-jähriger Freund ihr habe helfen wollen, sei er von der Gruppe bedroht worden. Als die Regionalpolizei, welche von den beiden "Geschädigten" ja zur Hilfe gerufen wurde, diese zur Befragung auf den Posten mitnahm, wurde der 25-Schweizer gegenüber der Polizei mehrfach aggressiv. Beide Geschädigten waren alkoholisiert.
Am 08.03.08, um Mitternacht, wurde ein 32-jähriger Schweizer, als er zum Telefonieren den Elefantenpub in Klingnau verliess, grundlos mit einem Schlagstock traktiert. In der Folge konnte der Schläger, welcher sich mit dem Auto entfernte, in Leibstadt durch eine Patrouille der Grenzwacht angehalten werden. Der Täter, ein 26-jähriger Serbe, gab zu, auf den Mann eingeschlagen haben, weil er glaubte, dieser hätte seinen Cousin beschimpft.
Am 09.03.08, 04:25 Uhr, wollte eine Gruppe von rund 10 Personen, in Wohlen mit dem Taxi nach Büttikon geführt werden. Weil sie sich mit dem Taxifahrer über den Fahrpreis nicht einig wurden, stiegen 4 andere Personen in das Taxi ein. Bei der Wegfahrt wurde das Taxi von einem der zurückgelassenen Jugendlichen mutwillig beschädigt. Als der Taxichauffeur ausstieg, wurde er von 4 Personen festgehalten und von einer weiteren Person zusammen geschlagen. Er musste ins Spital Muri übergeführt werden.
Noch während die 4 Fahrgäste dem Chauffeur erste Hilfe leisteten, schlug eine weitere Person aus der 10er Gruppe, bei einem parkierten Taxi, mit der Hand die Heckscheibe ein. Der 21-jährige Schweizer, welcher stark alkoholisiert war, wurde inhaftiert. Die Abklärungen bezüglich der weiteren Personen und des ersten Schlägers sind im Gange. Wer Angaben über den Vorfall machen kann, wird gebeten, sich mit der Kapo Wohlen, Tel. 056 / 619 79 79, in Verbindung zu setzen.