Aargau: Zahlreiche Polizeieinsätze wegen "Halloween"
In der letzten Nacht sind bei der Kantonspolizei gegen 40 Meldungen wegen Unfugs, Sachbeschädigungen und auch Gewalt im Zusammenhang mit "Halloween" eingegangen. Etliche Geschädigte haben Anzeige erstattet.
Einmal mehr liessen sich etlliche Jugendliche dazu hinreissen, das hierzulande nicht verwurzelte Brauchtum als Anlass für teilweise groben Unfug und Sachbeschädigungen zu nehmen. So gingen zwischen dem frühen Sonntagabend und heute Morgen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei gegen 40 entsprechende Meldungen ein.
Gemäss den Meldungen, die aus dem ganzen Kanton eingegangen sind, scheint sich das Eierwerfen als hauptsächliche Unsitte des nächtlichen Treibens eingebürgert zu haben. Dementsprechend viele Hausbesitzer riefen die Polizei, weil Unbekannte Eier gegen die Fassade geworden hatten. Vereinzelt wurden auch Fahrzeuge beworfen.
Beim Bahnhof Muri griffen fünf Jugendliche mit «Halloween»-Masken gegen 22.30 Uhr einen 19-jährigen Passanten an und traktierten ihn grundlos mit Faustschlägen und Fusstritten. Er zog sich Prellungen zu und flüchtete nach Hause. Später liess er sich im Spital untersuchen. Patrouillen der Kantonspolizei und der Regionalpolizei Muri fahndeten nach den Schlägern, konnten diese aber nicht fassen.
Etwa zur gleichen Zeit gingen in Bremgarten vier Jugendliche auf einen neunjährigen Knaben los und schäumten ihn mit Rasierschaum ein. Der Knabe lief weinend nach Hause, worauf der Vater die Polizei verständigte.
Überdies wurden auch Scheiben eingeschlagen, Knallkörper gezündet, Einkaufswagen auf die Bahngeleise gestellt, Gegenstände mit Rasierschaum verschmiert oder Abfall verstreut. Patrouillen der Regionalpolizeien und der Kantonspolizei rückten aufgrund sämtlicher Meldungen aus. Vereinzelt konnten sie die Urheber auch antreffen. Etliche der Geschädigten haben Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt.