Aargau: Wohnhäuser als Ziel von Einbrechern
Vor allem etliche Einbruchdiebstähle haben die Kantonspolizei während des vergangenen Wochenendes beschäftigt. Die Zahl der Schlägereien und Streitigkeiten hielt sich dafür in Grenzen.
Während an den Wochenenden üblicherweise eher Gewerbebetriebe von Einbrechern heimgesucht werden, waren zwischen Freitag- und Sonntagnachmittag auffallend viele Wohnhäuser betroffen. Von den insgesamt bei der Kantonspolizei verzeichneten 16 Einbruchdiebstählen entfallen deren zehn auf Einfamilienhäuser. Die Einbrecher waren hauptsächlich in der Nacht auf Samstag aktiv. Allein in Spreitenbach waren schliesslich sechs Häuser betroffen, zwei weitere in Hägglingen und eines in Rothrist. In der Nacht auf Sonntag wurde zudem ein Einfamilienhaus in Stetten Ziel von Einbrechern. Der Täterschaft fielen hier Schmuck und Bargeld im Wert von rund hunderttausend Franken in die Hände. Im übrigen brachen Unbekannte auch in eine Zahnarztpraxis, einen Bürobetrieb, eine Baufirma und ein Schützenhaus ein.
Mit 16 Meldungen über Streitigkeiten und Schlägereien blieb diese Zahl für einmal recht gering. Etliche Vorfälle erwiesen sich zudem als harmlos oder hatten sich bereits erledigt, als die Polizei eintraf. In der Nacht auf Sonntag griff allerdings vor einem Lokal in Wohlen ein alkoholisierter Gast einen Mitarbeiter der Regionalpolizei an. Der 45-jährige Schweizer versetzte dem Polizisten einen Faustschlag gegen den Kopf. Der Polizist musste mit einer leichten Hirnerschütterung ins Spital gebracht werden. Der aggressive Mann wurde überwältigt und verzeigt. Ansonsten sind der Kantonspolizei keine Vorfälle bekannt, bei denen Personen ernsthaft verletzt worden sind.
Kantonspolizei und Regionalpolizeien hatten bei acht Fällen von Häuslicher Gewalt einzuschreiten. Ein 44-jähriger Mann, der zuvor Frau und Tochter geschlagen haben soll, wurde festgenommen und inhaftiert. Der renitente Mann ging auch die ausgerückte Stadtpolizei los. Gegen zwei weitere Männer mussten Wegweisungen ausgesprochen werden.
Die Kantonspolizei verzeichnete rund 20 Verkehrsunfälle. Vier Personen wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Mehrheitlich handelte es aber sich um geringfügige Kollisionen mit Blechschaden. Bei einem Verkehrsunfall war Alkohol im Spiel.
Vor allem die zuständigen Regionalpolizeien hatten im übrigen auf 24 Meldungen über Nachtruhestörungen zu reagieren. Oft waren laute Musik aus Lokalen oder von privaten Parties Grund für die Anrufe bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei.