Aargau: Viel Unfug und Lärm
Nicht grössere Ereignisse, sondern zahlreiche "Routine-Einsätze" hielten die Kantonspolizei und die Kommunalpolizeien an diesem Wochenende auf Trab. Auffallend oft musste die Polizei wegen Unfugs und Nachtruhestörungen ausrücken.
Streitigkeiten / Schlägereien
Der Kantonspolizei sind seit Freitagnachmittag 15 Streitigkeiten gemeldet worden. Mehrheitlich handelte es sich dabei nur um verbale Auseinandersetzungen, die keine weiteren polizeilichen Massnahmen notwendig machten. Meldungen über nächtliche Schlägereien blieben gänzlich aus. Eine Frau zog sich bei einer Streitigkeit Schnittverletzungen an der Hand zu und musste sich im Spital behandeln lassen.
Vor einem Lokal in Rheinfelden wollten am späten Samstagabend zwei Polizisten der Regionalpolizei Unteres Fricktal einen Mann kontrollieren. Der 51-Jährige wurde aggressiv und beschimpfte die Polizisten. Dann ging er mit den Fäusten auf einen der beiden los. Mit vereinten Kräften gelang es, den alkoholisierten Mann in Handschellen zu legen. Verletzt wurde niemand.
Verkehrsunfälle
Die Kantonspolizei rückte insgesamt an rund 20 Verkehrsunfälle aus, bei denen mehrheitlich nur Blechschaden entstanden war. Ein Radfahrer wurde mittelschwer verletzt ins Spital gebracht. Bei weiteren Verkehrsunfällen zogen sich zwei Personen leichte Verletzungen zu.
Ein eher ungewöhnlicher Verkehrsunfall mit grossem Sachschaden ereignete sich am Freitagabend in Hausen. Ein Automobilist stellte sein Auto ab, vergass aber, dieses zu sichern. Auf abschüssiger Strasse rollte der Jeep davon. Der Mann versuchte noch, auf das rollende Auto aufzuspringen und zu bremsen, wobei er aber stolperte. Der Geländewagen überquerte eine Wiese, durchschlug einen Gartenzaun und prallte danach heftig in die Fassade eines Einfamilienhauses. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf über 50'000 Franken. Verletzt wurde niemand.
Einbruchdiebstähle
Die Kantonspolizei hatte acht Einbruchdiebstähle zu bearbeiten. Betroffen waren hauptsächlich Wohnhäuser. Die Tatorte verteilen sich auf den ganzen Kanton. Bei "Dämmerungseinbrüchen" in vier Mehrfamilienhaus-Wohnungen erbeutete die Täterschaft hauptsächlich Bargeld. Bei einem Einfamilienhaus waren "Fensterbohrer" am Werk, wobei es der Täterschaft nicht gelang, einzudringen. Ferner wurden ein Schuhgeschäft samt Wohnung und zwei Gewerbebetriebe Ziel von Einbrechern. Dort entwendeten sie Bargeld, Schmuck und einige Uhren.
Häusliche Gewalt
Die Kommunalpolizeien und die Kantonspolizei rückten an fünf Fälle von Häuslicher Gewalt aus. Meist handelte es sich dabei um verbale Auseinandersetzungen. In Spreitenbach nahm die Kantonspolizei einen 23-jährigen Serben fest, der seine Partnerin geschlagen hatte.
Unfug / Sachbeschädigungen / Nachtruhestörungen
Auffallend viele Meldungen über nächtlichen Unfug und Ruhestörungen hielten hauptsächlich die Kommunalpolizeien auf Trab.
In der Nacht auf Sonntag legten vier unbekannte Jugendliche in Kölliken Holzbalken auf die Bahngeleise, die danach von einem Zug überfahren wurden. Glücklicherweise passierte nichts. Auf der Hauptstrasse zwischen Muri und Birri rissen Unbekannte in der gleichen Nacht zahlreiche Randleitpfosten aus. Etliche weitere Meldungen gingen wegen angezündeter Zeitungsstapeln und Abfallkübeln, eingeschlagenen Scheiben, Knallkörpern und lärmenden Jugendlichen ein.