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Aargau: "Taubstumme" Hausiererinnen ohne Patent unterwegs

An mehreren Orten traten gestern Hausiererinnen ohne Patent auf und wollten Bilder verkaufen. Die Polizei verzeigte vier Polinnen.

Eine der Hausiererinnen läutete am frühen Dienstagabend, 8. April 2008, bei einem Einfamilienhaus in Othmarsingen. Sie wies einen Zettel vor, wonach sie taubstumm sei und wollte Holzbildchen verkaufen. Der Hausbewohner wies sie weg und verständigte die Kantonspolizei. Diese konnte die Frau kurz darauf fassen. Bald zeigte sich, dass die vermeintlich taubstumme 23-jährige Polin keinerlei Gebrechen hatte.

Eine Patrouille der Regionalpolizei Lenzburg stiess kurz darauf in Othmarsingen auf eine 44-jährige Polin und nahm sie ebenfalls mit.

Ausgerechnet an der Haustüre eines Kantonspolizisten in Egliswil erschien zur gleichen Zeit eine Hausiererin, welche ebenfalls Holzbildchen anpries. Der Kantonspolizist hielt sie zurück und übergab sie einer aufgebotenen Patrouille. Auch bei dieser 26-jährigen Polin erwies sich der Hinweis, taubstumm zu sein, als falsch.

Bereits am Mittag war am Wohnort eines Kantonspolizisten in Mägenwil eine 23-jährige Polin erschienen und hatte Holzbilder feil geboten. Eine Patrouille der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal hatte diese Frau abgeholt.

Alle vier Polinnen haben keinen festen Wohnsitz in der Schweiz und waren nicht berechtigt, als Hausiererinnen tätig zu sein. Alle sind entsprechend verzeigt worden.

Die Kantonspolizei stellt fest, dass immer wieder solche ausländischen Hausierer auftreten. Oft versuchen sie, mit vorgetäuschten Gebrechen Mitleid zu erwecken. Hinter diesen Personen stehen meist Organisationen, welche diese in die Schweiz bringen und dann hier gezielt arbeiten lassen.