Aargau: Rückgang der Gesamtkriminalität- Einbruchszahlen stabil
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Aargauer Kriminal- und Verkehrsstatistik 2013
Die Aargauer Kantonspolizei konnte die polizeiliche Sicherheit in hohem Masse gewährleisten. Sie hat sich verstärkt auf ihre Kernaufgabe der Kriminalitätsbekämpfung ausgerichtet. Die Anzahl Straftaten verzeichnet einen Rückgang. Schwere Delikte wie Brandstiftungen und Raub haben stark abgenommen. Die Anzahl Einbruchsdiebstähle blieb stabil. Sämtliche zehn Tötungsdelikte konnten geklärt werden. Auf den Aargauer Strassen ereigneten sich weniger Verkehrsunfälle als im Vorjahr. Die Anzahl Verkehrstoten ging auf 15 Personen zurück.
«Polizei hat Auftrag erfüllt – duales Polizeisystem funktioniert»
Regierungsrat Dr. Urs Hofmann zog zusammen mit der obersten Führung der Kantonspolizei Aargau Bilanz über das vergangene Jahr. Obwohl die Bevölkerung im Kanton Aargau seit 1990 um rund einen Fünftel gewachsen sei, sind die Anzahl der Straftaten und Verkehrsunfälle in verschiedenen Bereichen rückläufig. Die Sicherheitsorgane mussten auf allen Ebenen wachsam bleiben und bei Veränderungen im deliktischen Verhalten rasch und flexibel reagieren. Die 2012 lancierte Aktion «Crime Stop» hat die erhoffte Wirkung gezeigt. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft, Justiz und weiteren kantonalen Stellen wurde spürbar verbessert. Der Kantonspolizei wie auch ihre Partnerorganisationen (Regionalpolizeien und Grenzwachtkorps) dankte der Polizeidirektor für den grossen Einsatz.
Die Stabsübergabe an den neuen Polizeikommandanten, Oberst Michael Leupold, verlief reibungslos.
Kantonspolizei Aargau – Konzentration auf Kernaufgaben
In seinem Referat nahm Polizeikommandant Oberst Michael Leupold zu einigen Kernthemen der polizeilichen Herausforderungen Stellung. Bei Notrufen und Alarmen gewährt die Polizei eine sehr rasche Intervention. Ein Schwerpunkt des vergangenen Jahres war die konsequente Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Diese Aufgabe bleibt weiterhin zentral, wobei sich die Kapo vermehrt auf die Kernaufgaben konzentriert. Im Bereiche der Häuslichen Gewalt kam es im 2013 zu mehr Ausrückungen und Anzeigen. Trotz grösseren Verkehrsaufkommens sind die Aargauer Strassen im übrigen sicher.
Einbruchszahlen stabil – weniger Raubdelikte und Brandstiftungen
Die Weiterführung der polizeilichen Massnahmen im Rahmen der Aktion «Crime Stop» hatte zweifellos positive Auswirkungen. Die Zahl der verübten Einbruchdiebstähle blieb stabil (leichte Zunahme um 1,7 %). Die Aufklärungsquote aller Straftaten nach Strafgesetzbuch konnte gesteigert werden. Die Fahrzeugdiebstähle und Brandstiftungen gingen erfreulicherweise deutlich zurück.
Der Anteil der ermittelten ausländischen Beschuldigten betrug 52 %. Der Anteil Straftäter aus dem Asylbereich ging um 37 % zurück. Alle zehn Tötungsdelikte des Jahres 2013 konnten zudem aufgeklärt werden.
Weniger Verkehrsunfälle und Verkehrstote
Die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle ging auf 2'479 zurück. Die Zahl der Verkehrstoten auf Aargauer Strassen ging auf 15 Personen zurück.
(Details zur Unfallstatistik unter www.ag.ch/statistik).
Für die verkehrspolizeiliche Repression standen weniger Personalressourcen zur Verfügung, weil diese in den Bereich Kriminalitätsbekämpfung umgelagert wurden. Der polizeiliche Fokus richtete sich auf sicherheitsrelevante Verkehrsdelikte wie Nichtfahrfähigkeit, massive Geschwindigkeitsüberschreitungen, krasses Nichteinhalten des Abstandes und aktive Ablenkung.
Im Aargau wurden der Staatsanwaltschaft 24 Fälle nach den neu eingeführten Strafbestimmungen (SVG 90 Ziff.3 und Ziff. 4, «Rastertatbestand») angezeigt.