Aargau: «Normaler» Nationalfeiertag
Zahlreiche Meldungen hielten die Polizei am Nationalfeiertag vor allem in der Nacht auf Trab. Der Aargau blieb jedoch von grösseren Ereignissen und Grossbränden verschont.
Feuerwerk und sonstiger Lärm
Es waren vor allem Feuerwerkskörper, welche insbesondere in der Nacht auf den 2. August 2012 für zahlreiche Anrufe sorgten. Diese bezogen sich weniger auf den entsprechenden Lärm, sondern auf Unfug, welche insbesondere Jugendliche mit den Raketen und Böllern anstellten. So wurde Feuerwerk etwa gegen fahrende Autos gezündet oder auf einer Autobahnbrücke abgebrannt. Zudem hat die Kantonspolizei bis jetzt rund ein Dutzend Anzeigen über gesprengte Briefkästen und Abfallkübel erhalten.
In den letzten beiden Nächten gingen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei über 30 Meldungen über Ruhestörungen ein. Die Anrufer beschwerten sich dabei hauptsächlich über Partylärm und grölende Jugendliche.
In Unterkulm wollte ein Mann offenbar die Lärmkulisse des Feuerwerks nutzen, um gestern kurz nach 20 Uhr im Garten mit einer Schrotflinte Schiessübungen zu machen. Anwohner hörten dies und riefen die Polizei. Diese stellte die alte Flinte sicher und wird den Schützen verzeigen. Eine Gefährdung anderer Personen bestand nicht.
Etliche Brände
Während des gestrigen Tages und in der Nacht wurden der Polizei rund 20 Brände gemeldet. Mehrmals waren vermutlich durch Feuerwerk Stoppelfelder, Büsche oder Hecken in Brand geraten. Hier kamen kleine Aufgebote der jeweiligen Feuerwehren zum Löscheinsatz. Einige weitere Meldungen über vermeintliche Brände entpuppten sich als Höhenfeuer.
Glück im Unglück hatten die Bewohner eines Hauses in Baden, das nur knapp von einem Vollbrand verschont blieb. So waren gestern Abend nach einer privaten Feier ausgebrannte Feuerwerkskörper in einer Kartonschachtel im Keller deponiert worden. Durch die schlafenden Bewohner zunächst unbemerkt, fing die Schachtel durch die Resthitze Feuer. Die Flammen griffen rasch auf das Mobiliar und die Balken über. Kurz nach zwei Uhr bemerkte eine Besucherin dichten Rauch und alarmierte die Feuerwehr. Diese konnte den Brand gerade noch löschen, ehe dieser weiter auf das Haus übergreifen konnte. Dennoch wurde dieses russgeschwärzt, wobei sich der Sachschaden auf mehrere zehntausend Franken beläuft.