Aargau: Mutmassliche Räuber und Einbrecher ermittelt
In aufwändigen Ermittlungen gegen neun Personen hat die Kantonspolizei einen brutalen Raubüberfall auf ein Vereinslokal und mehrere Einbruchdiebstähle klären können.
Der Wirt eines türkischen Vereinslokals in Aarburg machte in der Nacht auf den 12. Juli 2008 gegen 02:00 Uhr Feierabend. Als er das Lokal durch den Hinterausgang verliess, wurde er unvermittelt von vier Unbekannten überwältigt und zurück ins Gebäude gedrängt. Weil er sich heftig wehrte, wurde ihm Pfefferspray ins Gesicht gespritzt. Während zwei der Männer ihn am Boden festhielten, öffneten die anderen einen Tresor. Daraus erbeuteten sie mehrere tausend Franken Bargeld. Danach fesselten sie den Mann und machten sich aus dem Staub. Er konnte sich anschliessend selbst befreien. Beim Angriff erlitt er verschiedene Prellungen und musste sich im Spital behandeln lassen.
Die erst Stunden nach dem Raub alarmierte Kantonspolizei leitete sofort intensive Ermittlungen nach der Täterschaft ein. Diese führten bald auf die Spur eines mutmasslichen Mittäters. Bereits wenige Tage nach der Tat konnte er verhaftet werden. Innert weiterer fünf Tagen befanden sich auch die übrigen mutmasslich Beteiligten in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen rund um die mutmasslichen Räuber zogen bald weitere Kreise und machten die Verhaftung zusätzlicher Personen notwendig. Schliesslich umfasste das Ermittlungsverfahren insgesamt acht Männer aus dem Kosovo und eine Schweizerin - alle im Alter zwischen 20 und 34 Jahren. Während zwei Männer keinen festen Wohnsitz in der Schweiz haben, wohnen die übrigen Beteiligten in den Kantonen Aargau und Solothurn.
Nach und nach fanden die Ermittler heraus, dass auch mehrere Einbrüche und Diebstähle auf das Konto dieser Gruppierung gehen. So werden die jungen Männer etwa verdächtigt, in unterschiedlicher Zusammensetzung Restaurants und Betriebe heimgesucht und dabei teilweise Geld entwendet zu haben. Die mutmasslichen Täter erbeuteten bei allen Vermögensdelikten rund 20'000 Franken und richteten einen Sachschaden von rund 6'000 Franken an.
Die Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen vor wenigen Wochen abgeschlossen und die Akten dem zuständigen Bezirksamt übergeben. Abgesehen von den beiden im Ausland wohnhaften Personen befinden sich alle Betroffenen wieder auf freiem Fuss.