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Aargau: Mehrere Schlägereien mit Verletzten und Inhaftierungen

6 Schlägereien mit vielen Beteiligten und mehreren Verletzten führten zu grosser Arbeitsbelastung bei Kantons- und Regionalpolizei.

In der Nacht vom 5. zum 6. Januar mussten die Aargauer Polizeikorps bei 6 verschiednen tätlichen Auseinandersetzungen schlichtend eingreifen. Bereits um 21.45 Uhr trafen in Brugg ca. 20 Albaner und rund 10 Personen aus der rechtsextremen Szene aufeinander. Vor dem Eintreffen der Polizei kam es zu einem Handgemenge mit Pöbeleien, wobei auch vereinzelt Schläge ausgeteilt wurden. Nach einem ersten schlichtenden Eingreifen der Polizei trafen Teile der Gruppierungen vor 23 Uhr nochmals aufeinander, wobei ein 21 jähriger Beteiligter nach Schlägen mit einer Stange in den Spital eingewiesen werden musste. Er erlitt einen Nasenbein- und einen Bodenaugenhöhlenbruch.

Kurz nach 22 Uhr prallte in Unterentfelden rund 30 Personen, Ausländer und Angehörige der rechtsextremen Szene, aufeinander. Nachdem eine grössere Auseinandersetzung vorerst verhindert werden konnte setzte sich die Randaliererei im Zug fort. Noch vor 01.00 erfolgte nochmals ein grösseres Polizeiaufgebot, da die Lage nun in Muhen, mit der gleichen Personengruppe zu eskalieren drohte. Die Ursache bei diesem Vorfall lag auch beim übermässigen Alkoholkonsum der Beteiligten.

Um 22.20 Uhr mussten mehrere Patrouillen der Stadt- und Kantonspolizei in Aarau zum Regierungsplatz ausrücken, da ca. 10 Personen aus der "autonomen Szene" auf eine Gruppe Rechtsextremer traf. Bei der Schlägerei gelangen auch Baseballschläger zum Einsatz und so war es nahe liegend, dass eine Person in Spitalpflege gebracht werden musste. Mehrere Personen wurden in der Folge durch die Polizei schriftlich befragt, wonach ein 17 jähriger Schweizer inhaftiert wurde. Kurz vor Mitternacht kam es vor dem Stadtturm in Baden zu einer Massenschlägerei zwischen schweizer Jugendlichen- und Ausländern. Zur Schlichtung der Auseinandersetzung der über 20 Personen rückten 8 Polizeieinheiten vor Ort aus. 3 Jugendliche (CH) im Alter zwischen 16- und 18 Jahren mussten mit leichten Verletzungen in den Spital gebracht werden. Die zwei Männer konnten den Spital nach ambulanter Pflege wieder verlassen. Eine 16 jährigen junge Frau, welche eine Hirnerschütterung erlitt, musste die Nacht im Spital verbringen. Der genaue Grund der Auseinandersetzung ist noch nicht klar.

Ebenfalls kurz vor Mitternacht beobachtete die Stadtpolizei in Aarau eine Auseinandersetzung zwischen 6 Jugendlichen an der Bahnhofstrasse in Aarau. Obschon 2 Personen angehalten und befragt wurden ist das Motiv nicht klar. Ebenso bestehen zur Zeit keine Anhaltspunkte über allfällige Verletzungen.

Schlussendlich mussten nach Mitternacht in der Moyo-Bar in Baden noch zwei stark alkoholisierte 20 jährige Schweizer arretiert werden, welche offensichtlich Streit suchten und mit Flaschen um sich warfen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Auf Verfügung des Untersuchungsrichters wurden die beiden Männer inhaftiert.

Im Zusammenhang mit solchen Vorkommnissen teilt die Kantonspolizei Aargau mit, dass auch in Zukunft bei solchen Fällen hart durchgegriffen wird. Aggressoren werden wie in vorliegenden Fällen inhaftiert. Danach werden durch die Untersuchungsämter gegen die verantwortlichen Personen Ermittlungsverfahren eröffnet, worauf diese für ihr Verhalten zur Verantwortung gezogen werden.