Aargau: Kokainhandel in grossem Stil aufgedeckt
Die Kantonspolizei Aargau hat ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen acht Männer abgeschlossen. Ihnen wird der Handel mit beträchtlichen Mengen Kokain zur Last gelegt.
Aufwändige Ermittlungen hatten die Ermittler der Kantonspolizei auf die Spur der Bande geführt. Sieben mutmassliche Angehörige davon wurden im Oktober 2006 gleichzeitig in den Bezirken Baden und Bremgarten verhaftet. Bereits in diesem Zusammenhang stellte die Kantonspolizei rund ein Kilogramm Kokain und über 200'000 Franken sicher (siehe Medienmitteilung vom 1. November 2007). Nachfolgende Ermittlungen führten zu einem weiteren Mann, der später ebenfalls verhaftet wurde.
Inzwischen hat die Kantonspolizei die Ermittlungen abgeschlossen. Sie legt den Beteiligten zur Last, mit bis zu 15 Kilogramm Kokain gehandelt zu haben. Dieses wurde durch Kurierinnen von Nigeria her über Spanien und England in die Schweiz geschmuggelt. Die Droge wurde in der Mietwohnung eines der Beteiligten verarbeitet und aufbewahrt. Von dort aus belieferten diese das Kokain an verschiedene Dealer, welche dieses an Konsumenten in der Deutschschweiz und im Welschland verkauften. Ein Grossteil des Erlöses floss in teure Gebrauchtwagen, die in der Schweiz erworben und dann ins Ausland exportiert wurden.
Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um sieben Nigerianer und einen Schweizer im Alter zwischen 21 und 41 Jahren. Letzterer hatte auch die Wohnung im Bezirk Baden gemietet und ging als Einziger einer geregelten Arbeit nach. Sechs der Nigerianer waren als Asylbewerber in die Schweiz eingereist und wohnten bis zu deren Verhaftung in verschiedenen Unterkünften. Alle acht Männer befinden sich nach wie vor in Haft.