Aargau: Intensives Wochenende für die Aargauer Polizei
19 Streitigkeiten, zum Teil mit Schlägereien, 11 mal Häusliche Gewalt, 10 Einbrüche, 10 Unfälle und 7 Unfälle bei welchen sich die Verursacher ohne ihrer Meldepflicht nachzukommen von der Unfallstelle entfernten, dies das Fazit eines arbeitsreichen Wochenendes der Aargauer Polizei.
Vom Freitagabend 18 Uhr, bis am Sonntagnachmittag hatten sich die Kantons- und Regionalpolizeien mit den verschiedensten Problemkreisen zu befassen.
19 mal erfolgten Hilferufe wegen Streitigkeiten, Drohungen und Schlägereien. Die Palette reichte von Meinungsverschiedenheiten zwischen zwei Personen bis hin zu Massenschlägereien mit mehreren zum Teil schwer Verletzten und 4 Verhafteten. Nach der diesbezüglich sehr intensiven Nacht vom Freitag zum Samstag verlief die Nacht zum Sonntag mit lediglich noch 3 Einsätzen merklich ruhiger. Die Ankündigung der Polizei vom Samstag, bei weiteren Ausschreitungen massiv durchzugreifen, zeigte offensichtlich Wirkung.
Beziehungsprobleme, Meinungsverschiedenheiten, Erziehungsfragen und übermässiger Alkoholkonsum führten zu 11 Auseinandersetzungen im Bereich Häusliche Gewalt. Obschon dabei auch Tätlichkeiten mit Blessuren erfolgten, blieben grössere körperliche Verletzungen glücklicherweise aus. Die Schlichtungsarbeiten der Regional- und Kantonspolizei waren mit grossem Aufwand verbunden, führten jedoch in den meisten Fällen zum Erfolg.
Auch die Angehörigen der Langfingerzunft waren dieses Wochenende aktiv. Bei insgesamt 11 Einbruch- oder Einschleichdiebstählen, verteilt über das ganze Kantonsgebiet, waren sowohl Wohngebiete als auch Firmen und Geschäftsräume Ziel der unerwünschten Gäste. Der grosse Coup gelang den Einbrechern glücklicherweise nicht. Meist war der angerichtete Sachschaden sogar höher als das erbeutete Deliktsgut.
Bezüglich Unfallgeschehen startete das Wochenende mit dem tragischen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang für einen 80 jährigen Mofalenker in Beinwil am See. Bei 9 weiteren, eher geringfügigen Unfällen entstand meist nur Sachschaden. In einem Fall mussten ein Motorradlenker und seine Mitfahrerin in Spitalpflege gebracht werden.
Bedenklich stimmt die Tatsache, dass bei 7 leichten Kollisionen die Verursacher die Flucht ergriffen. In einem Fall konnte der fehlbare PW-Lenker bereits ermittelt werden. Er hat sich nebst dem Unterlassen der Meldepflicht auch noch wegen übermässigem Alkoholkonsum zu verantworten.