Aargau: Gutes Zeugnis für Automobilisten
Im Zusammenhang mit der diesjährigen Aktion "Schulbeginn" beobachtete die Polizei im Aargau grundsätzlich ein vorbildliches Verhalten der Automobilisten gegenüber den Kindern am Fussgängerstreifen.
Im Rahmen der präventiven Verkehrsaktion "Schulbeginn" hatte die Kantonspolizei und die Kommunalpolizeien das Verhalten der Automobilisten an den Fussgängerstreifen und in der Umgebung von Schulhäusern im Fokus. Auch ging es darum, helfend auf die Kinder Einfluss zu nehmen und sie auf die Gefahren im Strassenverkehr hinzuweisen.
Durch sichtbare Präsenz an gefährlichen Kreuzungen und Übergängen wirkte die Polizei vorwiegend präventiv. Im Bereich von Schulanlagen und Kindergärten setzte die Polizei aber auch zivile Fahrzeuge zur Überwachung ein und führte Geschwindigkeitskontrollen durch.
Die Aktion dauerte vom 11. bis zum 15. August 2008. Zusammenfassend zieht die Kantonspolizei eine positive Bilanz. So verhielten sich die Automobilisten im allgemeinen vorbildlich. Zudem schätzten viele Verkehrsteilnehmer, Eltern und Lehrpersonen die erhöhte Polizeipräsenz ausdrücklich.
Eher negativ ist der Polizei aufgefallen, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule oder in den Kindergarten führen. Sie nehmen den Kindern dadurch weitgehend die Möglichkeit, als Fussgänger mit den Regeln im Strassenverkehr vertraut zu werden.
Insgesamt haben die Kantonspolizei und die Kommunalpolizeien 736 Automobilisten verwarnt oder belehrt. Meist weil sie den Vortritt am Fussgängerstreifen nicht gewährten, ohne Freisprecheinrichtung telefonierten oder die Sicherheitsgurten nicht trugen musste die Polizei 159 Lenkern eine Ordnungsbusse ausstellen. Fünf Automobilisten mussten verzeigt werden. Ferner ergaben sich sieben Anzeigen an die Schulpflege.
Bei den durch die Kommunalpolizeien durchgeführten 57 Geschwindigkeitskontrollen resultierten 30 Verzeigungen und 2'014 Ordnungsbussen. Die Spitzengeschwindigkeit betrug innerorts 84 km/h.