Aargau: Festwochenende mit Polizei-Dauereinsatz
Das Festwochenende führte die Aargauer Polizei zum Dauereinsatz. Bei den Einsatzzentralen der Kantonspolizei folgten Anrufe in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag zeitweise im Minutentakt. Unzählige Anrufe erfolgten jedoch auch wegen Bagatellen und aus Intoleranz.
Ab Freitagabend, 18 Uhr, verwandelte sich der Aargau wieder in eine grosse Festhütte. Trotz Ferienbeginn liessen es sich viele nicht nehmen, einen der offiziellen Festanlässe zu besuchen oder kurzerhand das eigene zu Hause in einen Festplatz zu verwandeln. Bis am Sonntagmorgen, 06 Uhr, rückte die Polizei 21 mal an Ruhestörungen, 20 mal wegen Streitigkeiten und Schlägereien, 7 mal wegen Häuslicher Gewalt und 12 mal wegen Betrunkenen aus. 5 aufwendige Suchaktionen mussten wegen vermissten Personen eingeleitet werden.
30 mal begab sich die Polizei zu Verkehrsunfällen, wobei es Fahrzeuglenker in 8 Fällen vorzogen, sich durch Flucht der Verantwortung zu entziehen. Diese konnten jedoch ermittelt werden.
Insgesamt erfolgten 14 Aufgebote von Feuerwehren, dabei galt es 7 mal einen Brand zu bekämpfen.
Die Mitarbeiter der Einsatzzentralen mussten feststellen, dass insbesondere an den warmen Sommerwochenenden die gegenseitige Rücksichtnahme enorm abnimmt. In gleichem Mass sinkt jedoch auch die Toleranzgrenze. "Notrufe" wegen grillenden Nachbarn oder zu lauter Musik haben daher bei weitem nicht immer ein Polizeiaufgebot zur Folge.