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Aargau: Ermittlungen gegen mutmassliche Taxiräuber abgeschlossen (Nachtrag)

Bei ihren Ermittlungen gegen sieben Personen konnte die Kantonspolizei vier Raubüberfälle auf Taxifahrer sowie weitere Raubdelikte und Einbruchdiebstähle klären.

In Suhr verhaftet

Zwei Männer wollten am 10. Dezember 2009 kurz nach Mitternacht in Suhr einem Taxifahrer das Portemonnaie rauben. Dies misslang, worauf die beiden flüchteten. Bei der folgenden Fahndung konnte die Kantonspolizei zwei heute je 19-jährige Serben verhaften.

Weitere fünf Personen ermittelt

Bei den Ermittlungen gegen die beiden im Freiamt wohnhaften Männer kam die Kantonspolizei weiteren fünf Personen auf die Spur. Es handelt sich dabei um drei Serben und zwei Schweizer im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Alle sind ebenfalls im Freiamt wohnhaft.

Das Bezirksamt Bremgarten sowie die Jugendanwaltschaft setzten vier der sieben Personen in Untersuchungshaft. Zwei davon sind nach wie vor in Haft. Zudem hat die Jugendanwaltschaft zwei Beteiligte in Erziehungsheime eingewiesen, um stationäre Massnahmen zu prüfen.

Vier Raubüberfälle auf Taxifahrer geklärt

Die Kantonspolizei konnte klären, dass auch die beiden Raubüberfälle auf je einen Taxifahrer in Wohlen vom 20. November und 6. Dezember 2009 auf das Konto von Angehörigen dieser Gruppe gehen. Zudem stellte sich heraus, dass diese auch für den Raubüberfall auf einen Taxifahrer vom 9. Dezember 2009 in Obfelden/ZH verantwortlich sind. Diese bewaffneten Raubüberfälle hatten im Taxigewerbe für grosse Verunsicherung und in der Bevölkerung für Aufsehen gesorgt.

Nach wie vor ungeklärt ist der Raubüberfall auf einen Taxifahrer vom 6. Dezember 2009 in Menziken. Diese Straftat muss von einer anderen Tätergruppe begangen worden sein.

Weitere Raubdelikte und Einbruchdiebstähle gestanden

In unterschiedlicher Besetzung - wie dies bei den Raubüberfällen auf die Taxifahrer der Fall war - überfielen je vier der ermittelten Männer im Kanton Zürich auch zwei Automobilisten. Vorausfahrend zwangen sie ihre Opfer zum Anhalten, stiegen aus und beraubten sie mitten auf der Strasse mit Waffengewalt. Ebenfalls raubten sie in Zürich einen Passanten aus, den sie zuvor mit einer Pistole bedroht hatten.

Schliesslich sind einige der ermittelten Personen auch für mehrere Einbruchdiebstähle - unter anderem in Schulhäuser, einen Kindergarten und ein Schützenhaus - verantwortlich. Auch hier waren die jungen Männer in wechselnder Besetzung am Werk.

Bei den meisten Raubdelikten verwendeten die mutmasslichen Täter eine Plastikpistole, die einer echten Waffe zum Verwechseln ähnlich sieht. Diese hatten sie aus dem Schaukasten eines Waffengeschäfts gestohlen, den sie in einer Nacht aufgebrochen hatten.

Das schnelle Geld als Motiv

Zum Motiv der teilweise sehr brutalen Straftaten befragt erklärten die Beteiligten den Ermittlern, dass das schnelle Beschaffen von Bargeld im Vordergrund gestanden habe. Der Deliktsbetrag aller Vermögensdelikte beläuft sich auf rund 9'500 Franken. Die sieben richteten einen Sachschaden von rund 13'000 Franken an.

Ermittlungen abgeschlossen

Die Kantonspolizei hat die aufwändigen und intensiven Ermittlungen inzwischen abgeschlossen. Die Akten gehen nun an das Bezirksamt Bremgarten.

(siehe auch verschiedene separate Medienmitteilungen)