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Aargau: «Crime Stop» beeinflusste Polizeiarbeit :
Aargauer Kriminal- und Verkehrsstatistik 2012

Das Jahr 2012 stand für die Kantonspolizei Aargau ganz im Zeichen der Aktion «Crime Stop». Diese zeigte Erfolg und wirkte sich in verschiedener Hinsicht auf die Polizeiarbeit aus. Auf den Aargauer Strassen ereigneten sich so wenig Unfälle wie noch nie.

«Im Aargau dürfen wir uns sicher fühlen»

Regierungsrat Dr. Urs Hofmann zog zusammen mit der obersten Führung der Kantonspolizei Aargau Bilanz über das vergangene Jahr. In einem turbulenten Jahr wurden nach der Zunahme der Kleinkriminalität die entsprechenden Massnahmen ergriffen, die Wirkung zeigten. Die Anstrengungen der im Sommer 2012 initiierten Task Force «Crime Stop» trugen Früchte. Dazu nahm die Bevölkerung des Kantons wahr, dass sich Polizistinnen und Polizisten für ihre Sicherheit einsetzen. «96 Prozent der Aargauerinnen und Aargauer fühlen sich sicher oder sehr sicher», so Urs Hofmann. «Wir setzen alles daran, dass der Aargau ein sicherer Kanton bleibt und von der Bevölkerung auch so wahrgenommen wird», fügte er an. Die Kantonspolizei hat hervorragend mit den Regionalpolizeien sowie Grenzwachtkorps zusammengearbeitet - «Auftrag sei erfüllt».

Urs Winzenried übernahm nach dem Rücktritt von Stephan Reinhardt interimistisch das Kommando. Für dieses ausserordentliche Engagement sprach der Polizeidirektor den Dank im Namen der Bevölkerung und des Regierungsrates aus.

Kantonspolizei Aargau - leistungsstark und bürgernah

In seinem Referat blickte Oberstleutnant Urs Winzenried in seiner aktuellen Funktion als Polizeikommandant ad interim auf ein Berichtsjahr ohne herausragende Grossereignisse zurück. Dennoch war die Grundbelastung des ganzen Polizeikorps konstant sehr hoch. Die Umsetzung der Massnahmen der Aktion «Crime Stop» erwies sich als zusätzliche Herausforderung für die gesamte Organisation.

Urs Winzenried hielt fest, dass die Kantonspolizei auf allen Gebieten solide und professionelle Arbeit geleistet hat. «Im Jahr 2012 wurde die Kantonspolizei Aargau ihrem Ruf einer leistungsstarken und bürgernahen Polizei in hohem Masse gerecht», so das Fazit von Urs Winzenried.

«Crime Stop» erzielte die erhoffte Wirkung

Auffallend viele Einbruchdiebstähle und Fahrzeugaufbrüche, hauptsächlich begangen durch kriminelle Asylbewerber und Kriminaltouristen, führten in der ersten Jahreshälfte zu einer spürbaren Verunsicherung der Bevölkerung. Mit der Aktion «Crime Stop» konnte die Kantonspolizei Aargau zusammen mit den Regionalpolizeien die Situation stabilisieren und die Aufklärungsquote dieser Vermögensdelikte wie angestrebt leicht steigern.

Mit 35 Prozent lag auch die Aufklärungsquote bei der Gesamtkriminalität höher als im Vorjahr. Dabei kann die Zahl aller zur Anzeige gebrachten Delikte nach Strafgesetzbuch trotz leichter Steigerung um 5 Prozent immer noch als stabil bezeichnet werden. Unbefriedigend ist die mit 36 Prozent nach wie vor tiefe Aufklärungsquote bei den Raubüberfällen.

Als Chef der Kriminalpolizei zeigte sich Oberstleutnant Urs Winzenried befriedigt, dass alle zwölf Tötungsdelikte geklärt oder auf dem Weg zu Klärung sind. Ferner zeigte er auf, dass der Anteil der ausländischen Straftäter im Aargau 2012 erstmals seit Jahren wieder über 50 Prozent betrug. «Diese Entwicklung müssen wir aufmerksam beobachten», so Urs Winzenried.

Weniger Verkehrsunfälle, aber mehr Verkehrstote

Im Verhältnis zum weiter angestiegenen Motorfahrzeugbestand registrierte die Kantonspolizei Aargau im letzten Jahr so wenige Verkehrsunfälle wie noch nie. Der Anteil schwerer Personenschäden ist auf dem tiefen Vorjahresniveau praktisch identisch geblieben. Leider stieg die Zahl der Verkehrstoten von 14 auf 21 an. Ins Gewicht fielen elf tödlich verletzte Fussgänger. Major Rudolf Scherer, Chef der Mobilen Einsatzpolizei, zeigte allerdings gleichzeitig auf, dass die Gesamtzahl der verunfallten Fussgänger deutlich sank.

(Details zur Unfallstatistik unter www.ag.ch/statistik).

Durch ihren Einsatz im Rahmen der Aktion «Crime Stop» war die Kantonspolizei ab Mitte Jahr gezwungen, Personalressourcen zu verlagern. Dies ging auch zu Lasten des allgemeinen Kontrolldrucks im Strassenverkehr. Dank kluger und zielgerichteter Präsenz konnte die Verkehrssicherheit trotzdem auf hohem Niveau gewährleistet werden.

Die Bekämpfung grober Verkehrsdelikte wie etwa Fahren unter Alkoholeinfluss oder Raserei sind und bleiben verkehrspolizeiliche Schwerpunkte. «Verkehrssicherheit bedeutet Lebensqualität», sagte Rudolf Scherer in seinem Referat.