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Aarburg: Nach Schlägerei Polizisten angegriffen (Zeugenaufruf)

Als die Kantonspolizei bei einer Schlägerei einschreiten musste, griffen mehrere Beteiligten die Polizisten tätlich an. Ein Kantonspolizist wurde leicht verletzt. Die Kantonspolizei nahm fünf junge Männer fest.

Bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei ging am Freitag, 16. Mai 2008, kurz vor Mitternacht die Meldung ein, wonach Jugendliche im Zentrum des Städchens Passanten anpöbelten und randalierten.

Eine Patrouille der Kantonspolizei, welche nur wenige hundert Meter davon entfernt war, traf Augenblicke später ein. Die Polizisten sahen, dass etwa sechs junge Männer auf einen am Boden liegenden Mann einschlugen. Als die Polizisten eingreifen wollten, richteten sich die Aggressionen sofort gegen sie. Zuerst wurden sie beschimpft und angerempelt. Plötzlich schlug jedoch einer der Burschen mit den Fäusten gegen den Kopf eines Polizisten. Als diese den tobenden Mann am Boden fesselten, eskalierte die Situation. Nun griffen auch die anderen Männer die Polizisten an. Zudem eilten aus der Umgebung weitere junge Männer herbei. Auch diese gingen sofort auf die Polizisten los.

Sofort forderten die Polizisten über Funk Verstärkung an. Bis diese eintraf, mussten sie sich teilweise mit dem Schlagstock gegen die Angreifer wehren. Gleichzeitig stiessen diese üble Beschimpfungen und Drohungen gegen die Kantonspolizisten aus.

In Kürze waren weitere Patrouillen - darunter je eine der Regionalpolizei Zofingen und der Kantonspolizei Solothurn - vor Ort. Nun gelang es, die Lage unter Kontrolle zu bringen und fünf Männer in Handschellen zu legen. Einige Beteiligte, deren Identität nicht bekannt ist, konnten allerdings vorzeitig entkommen.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Türken und zwei Schweizer im Alter zwischen 17 und 19 Jahren. Sie wohnen in der Region. Alle waren alkoholisiert. Die fünf befinden sich für weitere Abklärungen in Untersuchungshaft.

Einer der Kantonspolizisten zog sich Prellungen im Gesicht zu und musste ärztlich behandelt werden.

Die Umstände der Streitigkeit, wegen der ursprünglich polizeiliche Hilfe angefordert worden war, sind noch unklar. Die Kantonspolizei (Fahndung West) in Buchs (Telefon 062 835 80 20) sucht Augenzeugen.