Aarau: Raubüberfall auf Jugendlokal geklärt (Nachtrag)
Die Kantonspolizei hat drei der vier mutmasslichen Täter des brutalen Raubüberfalls auf ein Jugendlokal ermitteln können. Die drei Jugendlichen wurden gestern verhaftet. Ein Geständnis liegt vor.
Die Kantonspolizei hatte noch in der Nacht auf Samstag intensive Ermittlungen aufgenommen, die im Verlauf des Tages auf die Spur der mutmasslichen Täterschaft führte. Drei konnten noch gestern gegen Abend verhaftet werden. Es handelt sich um einen 17-jährigen Türken, einen 16-jährigen Afghanen und einen 14-jährigen Algerier. Sie wohnen in den Bezirken Aarau und Brugg. Die Jugendanwaltschaft setzte das Trio in Haft. Die Fahndung nach dem vierten Beteiligten läuft noch.
Ein Geständnis liegt inzwischen vor. Nach ersten Erkenntnissen war das Jugendlokal den mutmasslichen Tätern bekannt gewesen. Was genau sie dort wollten und weshalb sie derart rücksichtslos und brutal vorgingen, noch muss noch geklärt werden.
Vier bis dahin unbekannte Jugendliche hatten sich am Samstag, 26. Februar 2011, gewaltsam Zugang zum Jugendlokal im katholischen Pfarrhaus verschafft und vier anwesende junge Leute verprügelt sowie ausgeraubt. Drei der Opfer wurden verletzt (siehe Medienmitteilung vom 26. Februar 2011).
Die Kantonspolizei und die zuständigen Regionalpolizeien zeigen bereits seit letztem Jahr an sogenannten «Hotspots» im Kanton gezielt Präsenz, um gegen Gewalt im öffentlichen Raum vorzugehen. Was Aarau betrifft, hat die Polizei am neu gestalteten Bahnhof verschiedene negative Entwicklungen feststellen müssen, darunter eine erhöhte Aktivität im Drogenhandel. Als Gegenmassnahme hat der Polizeikommandant, Oberst Stephan Reinhardt, kürzlich koordinierte Gegenmassnahmen angeordnet. Diese umfassen etwa eine Intensivierung der Kontrolltätigkeit durch die Kantonspolizei, die Stadtpolizei Aarau sowie die Transportpolizei der SBB (ehemals Bahnpolizei).