Aarau: Räuber und Einbrecher verhaftet
Der Ermittlungsdienst der Kriminalpolizei hat ein Verfahren gegen eine zehnköpfige Räuber- und Einbrecherbande abgeschlossen, die in den ersten 5 Monaten dieses Jahres vorwiegend im Kanton Aargau ihr Unwesen trieb.
Das Verfahren nahm seinen Anfang am 3. Mai 2000, als beim Bahnhof in Wildegg 3 türkische Staatsangehörige in einer routinemässigen Personen- und Fahrzeugkontrolle hängen blieben. Nebst Einbruchswerkzeug führten sie in ihrem Auto Handschuhe und Gesichtsmasken mit, weshalb sie auf Verfügung des Bezirksamtes wegen dringendem Verdacht der Begehung von Straftaten inhaftiert wurden. Es mussten dann weitere Personen in das Verfahren miteinbezogen werden. Schlussendlich konnten der zehnköpfigen Bande 5 Raubüberfälle und 57 weitere Straftaten - vorwiegend Einbruchdiebstähle - mit einem Deliktsbetrag von 164'900 Franken und einem Sachschaden von 44'100 Franken nachgewiesen werden, die sie in wechselnder Zusammensetzung im Aargau und in den angrenzenden Kantonen begangen haben.
Bei den schwersten Delikten handelt es sich um die Raubüberälle auf den Kiosk an der Entfelderstrasse in Aarau und auf den Kiosk an der Hauptstrasse in Kölliken
sowie auf Spielsalons in Döttingen, Oftringen und Rupperswil, wo die Geschädigten immer mit Schusswaffen bedroht und zur Herausgabe des Geldes gezwungen wurden.
Die Bande setzte sich aus Burschen bzw. Männern im Alter von 17 bis 26 Jahren, zur Hauptsache mit Wohnsitz im Kanton Aargau, zusammen. 7 von ihnen befinden sich immer noch in Haft.