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Klimaanpassung

Das Klima wird sich in Zukunft weiter verändern, trotz Klimaschutzmassnahmen. Anpassungen an die Auswirkungen des Klimawandels werden deshalb immer wichtiger.

Selbst wenn es gelingt, die weltweiten Treibhausgasemissionen stark zu senken, wird sich das Klima in den kommenden Jahrzehnten weiter ändern, mit Auswirkungen wie Sommertrockenheit oder Hitzbelastung in Siedlungen. Anpassungen an die neuen Bedingungen gewinnen an Bedeutung.

Pilotprogramm "Anpassung an den Klimawandel"

Bei der Anpassung an den Klimawandel bildet die Strategie des Bundesrates die Grundlage für ein koordiniertes Vorgehen. Viele konkrete Massnahmen müssen jedoch in den Kantonen, Regionen und Gemeinden umgesetzt werden. Zu ihrer Unterstützung hat das BAFU das Pilotprogramm "Anpassung an den Klimawandel" lanciert. Das Programm unterstützt innovative und beispielhafte Projekte. Diese sollen vor Ort Klimarisiken verringern, allfällige Chancen nutzen und die Anpassungsfähigkeit steigern. Zudem sollen sie für die Anpassung an den Klimawandel sensibilisieren und den Austausch zwischen den Akteuren fördern.

Pilotprogramm "Anpassung an den Klimawandel" BAFU (öffnet in einem neuen Fenster)

Programmphase 2013–2017

In der ersten Programmphase wurde das Pilotprojekt "Anpassung an den Klimawandel im Bereich Biodiversität im Kanton Aargau" durchgeführt. Dieses untersuchte in drei Fallstudienregionen wie im Biodiversitätsmanagement mit der Herausforderung "Klimawandel" umgegangen werden kann. Aus dem Projekt resultierten zwei Instrumente für die Praxis:

  • Der Leitfaden Biodiversitätsmanagement spricht Akteure an, die sich auf lokaler Ebene mit dem Biodiversitätsmanagement konkreter Naturschutzobjekte befassen. Der Check hilft, für ein bestimmtes Gebiet festgelegte Ziele und Massnahmen im Hinblick auf den Klimawandel zu überprüfen.
  • Der Klimawandel-Check für Gemeinden unterstützt beim Erkennen möglicher Auswirkungen durch den Klimawandel und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

In der Programmphase 2018–2022 ist der Kanton Aargau mit sieben Projekten vertreten:

A.10 Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung Aargau

Im Gegensatz zu grossen Städten haben sich Agglomerationsgemeinden bislang wenig mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich die Siedlungsentwicklung an zunehmende Hitze anpassen lässt. Das Projekt sucht Antworten am Beispiel von vier Pilotgemeinden im Kanton Aargau. Wie können sie mit einer klugen Planung den Siedlungsraum verdichten und sich gleichzeitig auf höhere Temperaturen vorbereiten?

Projektsteckbrief "A10 Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung Aargau" (öffnet in einem neuen Fenster)

B.06 Anpassung als Chance für die Landwirtschaft

Das Projekt erarbeitet für das Bünztal im Kanton Aargau eine breit abgestützte Strategie für eine klima- und standortangepasste landwirtschafltiche Produktion. Im Zentrum steht die Frage, welche Möglichkeiten und Grenzen für die landwirtschaftliche Entwicklung unter trockeneren Klimabedingungen bestehen.

Projektsteckbrief "B.06 Anpassung als Chance für die Landwirtschaft" (öffnet in einem neuen Fenster)

C.04 Klimaangepasster Bevölkerungsschutz

Der Klimawandel beeinflusst den Charakter und das Ausmass von Naturereignissen (z.B. Hitzewelle, Hochwasser). Im Rahmen dieses Projekts sollen die daraus resultierenden Herausforderungen für die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technische Betriebe, Zivilschutz) identifiziert und Handlungsfelder vorgeschlagen werden, mit denen die Partnerorganisationen und deren Massnahmen während der Bewältigung von künftigen Naturereignissen auf den Klimawandel ausgerichtet werden können.

Projektsteckbrief "C.04 Klimaangepasster Bevölkerungsschutz" (öffnet in einem neuen Fenster)

F.03 Klimaoasen in Gemeinden

Das Projekt animiert Aargauer Gemeinden Bäume im Siedlungsgebiet zu pflanzen, die sich zu grossen Klimaoasen entwickeln können. Die Pflanzungen erfolgen in einer gemeindeübergreifenden Kampagne. Klimaoasen sensibilisieren Behörden und Bevölkerung für die klimapositiven Wirkungen von Siedlungsbäumen und stehen als Zeichen dafür, dass sich eine Gemeinde sich für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel einsetzt.

F.08 Austausch zwischen Kantonen und Gemeinden

Dieses Projekt will ein Konzept für den Austausch und die Koordination zwischen den Kantonen und den Gemeinden, die am Pilotprogramm beteiligt sind, erarbeiten. Ziel ist, den Wissenstransfer zu fördern und einen Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Kantonen, unter anderem der Kanton Aargau, zu ermöglichen.

Projektsteckbrief "F.08 Austausch zwischen Kantonen und Gemeinden" (öffnet in einem neuen Fenster)

F.09 Fischgerechter Wasserbau

Fische sind besonders stark vom Klimawandel betroffen, insbesondere in Fliessgewässern, wenn beispielsweise Bäche und Flüsse versiegen, Wassertemperaturen im Sommer stark steigen oder Winterhochwasser den Fischlaich zerstören. Dieses Projekt will mit einem breit angelegten Dialog in diversen Kantonen, unter anderem auch im Aargau, vorhandenes Wissen austauschen und wasserbauliche Lösungen aufzeigen, damit die einheimischen Fischarten und -bestände erhalten werden können.

Projektsteckbrief "F.09 Fischgerechter Wasserbau" (öffnet in einem neuen Fenster)

F.13 Fischschutzmassnahmen bei Hitzeereignissen

Im Rahmen dieses Projektes werden die in den Hitzesommern 2003 und 2018 getroffenen Notmassnahmen zum Schutz der Fische im Hochrhein ausgewertet. Ziel ist es, die Massnahmen weiterzuentwickeln und in Form einer Arbeitshilfe für die Fischerei- und Gewässerbehörden der Anrainerkantone verfügbar zu machen.

Projektsteckbrief "F.13 Fischschutzmassnahmen bei Hitzeereignissen" (öffnet in einem neuen Fenster)