Informationen zu Kündigungen

Bei Kündigungen tauchen oft Fragen zur Rechtmässigkeit auf. Es kann hilfreich sein, sich über Kündigungsfristen, Kündigungsschutz und fristlose Kündigung zu informieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kennen Sie Ihren Arbeitsvertrag? Es lohnt sich ihn genau zu lesen – am besten vor dem Unterschreiben.
  • Bei verspäteten Lohnzahlungen sollten Sie rasch mahnen und eine Bestätigung Ihres Guthabens verlangen.
  • Wenn Ihr Arbeitgeber zahlungsunfähig ist und deshalb das Salär nicht überweist, müssen Sie ihn in der Regel zuerst mahnen und ihm eine Frist zur Zahlung setzen (als angemessen gelten 3 Tage bis max. eine Woche) bevor Sie das Arbeitsverhältnis fristlos auflösen.
  • Vermeiden Sie Sanktionen der Arbeitslosenversicherung, die Sie Geld kosten: Kündigen Sie nicht, bevor Sie nicht eine klare, schriftliche Zusicherung für die neue Stelle haben. Müssen Sie aus gesundheitlichen Gründen kündigen, sollten Sie der Arbeitslosenversicherung auf jeden Fall ein spezifisches Arztzeugnis für die Unzumutbarkeit der fraglichen Stelle vorlegen können.
  • Generell gilt: Die Arbeitslosenkasse zahlt nicht, so lange Sie noch vom Arbeitgeber Geld beziehen können.
  • Ist die Kündigungsfrist richtig berechnet worden? Wenn nicht, müssen Sie sofort reklamieren und Ihre Dienste anbieten.
  • Verlangen Sie – am besten zu Anfang der Kündigungsfrist – eine schriftliche Begründung der Kündigung. Als Arbeitsloser müssen Sie belegen können, dass Sie an Ihrer Entlassung nicht selber schuld sind.
  • Wurde die Kündigung während der Sperrfrist (zum Beispiel wegen Krankheit, Unfall oder Schwangerschaft) ausgesprochen, ist sie nichtig. Protestieren Sie sofort dagegen und bieten Sie Ihre Dienste schriftlich an. Werden Sie während der Kündigungsfrist krank oder verunfallen Sie, wird das Ende des Arbeitsverhältnisses hinausgeschoben. Auch in diesem Fall sollten Sie rechtzeitig Ihre Dienste anbieten.
  • Achtung: Die Sperrfristen gelten nicht, wenn Sie selber gekündigt haben.
  • Sind Sie ungerechtfertigt fristlos entlassen worden? Sofort schriftlich protestieren und Ihre Arbeitskraft anbieten! Gehen Sie gleich zum Arbeitsamt in Ihrer Wohngemeinde oder zum RAV und lassen Sie sich z.B. von der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau beraten.