Schüler und Studenten

Möglichkeit der Aufenthaltsregelung von Schüler und Studenten.

Aufenthaltsbewilligung für Schüler/Studenten aus Nicht-EU/EFTA-Staaten beantragen

Schüler und Studenten aus Nicht-EU/EFTA-Staaten haben unter gewissen Bedingungen die Möglichkeit, in der Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten.

Voraussetzungen

Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU/EFTA-Staaten können für eine Aus- und Weiterbildung in der Schweiz zugelassen werden, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

  • die Schulleitung bestätigt, dass die Aus- oder Weiterbildung aufgenommen werden kann und die sprachlichen und bildungsmässigen Voraussetzungen erfüllt werden. Bei einem Sprachaufenthalt müssen wöchentlich mindestens 20 Lektionen besucht werden;
  • das Unterrichtsprogramm und die Dauer der Aus- oder Weiterbildung festgelegt sind;
  • eine bedarfsgerechte Unterkunft vorliegt;
  • die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden sind;
  • keine Umstände darauf hinweisen, dass die angestrebte Aus- oder Weiterbildung zur Umgehung der allgemeinen Vorschriften über die Zulassung dient.

Schüler und Studenten, deren Aus- oder Weiterbildung nicht an einer Schweizer Hochschule erfolgt, müssen zusätzlich folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • die Aus- oder Weiterbildung bringt dem Gesuchsteller einen erheblichen Nutzen für das persönliche Fortkommen im Heimat- oder Herkunftsland;
  • die Wiederausreise nach Beendigung muss gesichert erscheinen.


Der Begriff "Schweizer Hochschule" umfasst universitäre Hochschulen (kantonale Universitäten, ETH, beitragsberechtigte Universitätsinstitutionen) und Fachhochschulen. Nach einem erfolgreichen Abschluss an einer Schweizer Hochschule werden Ausländerinnen und Ausländer für die Dauer von sechs Monaten in der Schweiz vorläufig zugelassen, um eine qualifizierte Arbeitsstelle zu finden. Die sechsmonatige Bewilligung zwecks Stellensuche ist nicht verlängerbar.

Ablauf

Schülerinnen, Schüler und Studierende aus visumpflichten Ländern müssen ein ent­sprechendes Visum für die Einreise in die Schweiz bei der zuständigen Schweizer Auslandvertretung beantragen.

Übersicht der Ausweis- und Visumvorschriften nach Staatsangehörigkeit. (öffnet in einem neuen Fenster)

Die Schweizer Vertretung stellt den Visumantrag der zuständigen Ausländerbehörde in der Schweiz zu. Wird ein Aufenthalt im Kanton Aargau geplant, werden die Unterlagen dem Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) zugestellt. Ein gesetzlicher Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung besteht nicht. Die Verlängerung der Bewilligung erfolgt nur, sofern ersichtlich ist, dass die Ausbildung ordentlich abgeschlossen werden kann und sofern Schülerinnen, Schüler und Studierende weiterhin über eine bedarfsgerechte Wohnung und ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Bei einem negativen Gesuchsausgang kann der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Weitere Informationen stehen unter Rechtsschutz zur Verfügung.

Erwerbstätigkeit während der Aus- und Weiterbildung

Studierenden einer Hochschule oder Fachhochschule kann eine Erwerbstätigkeit in ihrem wissenschaftlichen Spezialbereich oder frühestens sechs Monate nach Beginn der Aus- oder Weiterbildung eine Nebenerwerbstätigkeit von wöchentlich maximal 15 Stunden bewilligt werden, sofern

  • die Schulleitung bestätigt, dass die Tätigkeit verantwortbar ist und der Ausbildungsabschluss dadurch nicht verzögert wird;
  • das Formular A1330: Gesuch um Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung und Erteilung der Bewilligung zum Stellenantritt an Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörige bei einer Schweizer Arbeitgeberin/einem Schweizer Arbeitgeber
  • die orts-, berufs- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden.

Schülern und Studierenden, die in der Schweiz eine vollzeitliche Ausbildung absolvieren, kann im Rahmen eines obligatorischen Praktikums eine Erwerbstätigkeit bewilligt werden, wenn:

  • die Erwerbstätigkeit die Hälfte der gesamten Ausbildungsdauer nicht überschreitet;das Gesuch eines Arbeitgebers vorliegt
  • Formular A1330: Gesuch um Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung und Erteilung der Bewilligung zum Stellenantritt an Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörige bei einer Schweizer Arbeitgeberin/einem Schweizer Arbeitgeber
  • die orts-, berufs- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden;
  • der Gesuchsteller über eine bedarfsgerechte Wohnung verfügt.

Benötigte Unterlagen

Dem Visumantrag bei der Schweizer Botschaft sind die folgenden Unterla­gen beizulegen:

  • Aufnahmebestätigung der Schule
  • lückenloser Lebenslauf
  • Zusammenstellung über die aktuelle familiäre Situation, die allfälligen Beziehungen zwischen der gesuchstellenden und der betreuenden Person in der Schweiz, die Motivation, bereits vorhandene Fremdsprachen- oder Deutschkenntnisse (mit Ausweisen), die nähere berufliche und familiäre Zukunft, eine allfällige Arbeitslosigkeit während der letzten zwei Jahre. Schüler und Studenten, deren Aus- oder Weiterbildung nicht an einer Schweizer Hochschule erfolgt, haben zusätzlich Angaben über Berufs- und Arbeitschancen nach erfolgter Aus- oder Weiterbildung im Heimatland zu tätigen und Zusicherung der fristgerechten Ausreise abzugeben;
  • Nachweis der notwenigen finanziellen Mittel für einen gesicherten Lebensunterhalt in der Schweiz (Bankauszüge, Stipendienentscheid etc.). Der Nachweis kann auch durch das Formular N18210: Unterhaltsgarantie einer im Kanton Aargau wohnhaften Person erbracht werden, welche damit bestätigt, dass sie vollumfänglich für die gesuchstellende Person aufkommen wird.

Fristen & Termine

Dieses Verfahren ist kostenpflichtig.

Kosten

Dieses Verfahren ist kostenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Aufenthaltsbewilligung für Schüler/Studenten aus EU/EFTA-Staaten beantragen

Schüler und Studenten aus EU/EFTA-Staaten haben unter gewissen Bedingungen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz.

Voraussetzungen

Gesuchstellende, welche im Kanton Aargau zu wohnen beabsichtigen, haben bei der Wohngemeinde die folgenden Unterlagen einzureichen:

  • Aufnahmebestätigung einer anerkannten Lehranstalt; die eine allgemeine oder eine auf die Berufsausübung vorbereitende Ausbildung vermittelt. Bei einem Sprachaufenthalt müssen wöchentlich mindestens 20 Lektionen besucht werden;
  • Bestätigung, dass genügend finanzielle Mittel zur Deckung des Lebensunterhalts und der Schulkosten während des Aufenthalts in der Schweiz vorhanden sind;
  • Kopie des gültigen Reisepasses oder der gültigen Identitätskarte.

Die Verlängerung der Bewilligung erfolgt nur, sofern ersichtlich ist, dass die Ausbildung ordentlich abgeschlossen werden kann und sofern Schülerinnen, Schüler und Studierende weiterhin über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Der Nachzug des Ehegatten und der unterhaltsberechtigten Kinder ist gestattet.
Bei einem negativen Gesuchsausgang kann der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Weitere Informationen stehen unter Rechtsschutz zur Verfügung.

Ablauf

Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aus EU-/EFTA-Staaten, denen eine Aufenthaltsbewiligung zu Studienzwecken ausgestellt wurde, können während des Semesters einen Nebenerwerb von höchstens 15 Stunden in der Woche ausüben und während der Semesterferien einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Nebenerwerb und Vollzeitbeschäftigung müssen dem Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) gemeldet werden.
Übersteigt die tatsächlich geleistete Arbeitszeit 15 Stunden in der Woche, bedarf es einer Aufenthaltsbewilligung für Erwerbstätige.

Weitere Informationen zur Erwerbstätigkeit.

Fristen & Termine

Keine

Kosten

Das Verfahren ist kostenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Merkblatt A1010: Merkblatt für Schülerinnen, Schüler und Studierende aus EU-27/EFTA-Staaten (PDF, 1 Seite, 30 KB)

Rechtliche Grundlagen