Navigation

Sprunglinks

Familie und Partnerschaft

Im Folgenden wird aufgezeigt, wer unter welchen Voraussetzungen und innerhalb von welchen Fristen nachgezogen werden kann. Ferner werden die Bedingungen erklärt, die einzuhalten sind um eine Aufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat bzw. der eingetragenen Partnerschaft zu erhalten.

Familiennachzug durch Schweizer Staatsangehörige beantragen

Ausländische Ehegattinnen bzw. Ehegatten respektive eingetragene Partnerinnen bzw. Partner und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizer Staatsangehörigen haben unter gewissen Bedingungen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz.

Voraussetzungen

Der Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs besteht grundsätzlich, sofern die Familie zusammen wohnt und die Ehe resp. eingetragene Partnerschaft in der Schweiz anerkannt ist bzw. ein rechtsgültiges Kindsverhältnis besteht.

Der Anspruch besteht nicht bzw. erlischt, wenn der Familiennachzug geltend gemacht wurde, um Vorschriften des Ausländerrechts über die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (z.B. Scheinehe) oder Widerrufsgründe vorliegen (z.B. Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe).

Folgende Familienangehörige von Schweizer Staatsangehörigen haben, sofern sie im Besitz einer dauerhaften Aufenthaltsbewilligung eines EU/EFTA-Staates sind, Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung:

  • der Ehegatte bzw. der eingetragene Partner und die Verwandten in absteigender Linie, die unter 21 Jahre alt sind oder denen Unterhalt gewährt wird;
  • die eigenen Verwandten und die Verwandten des Ehegatten in aufsteigender Linie, denen Unterhalt gewährt wird.

Ablauf

Ausländische Ehegatten und Kinder aus visumpflichten Ländern müssen ein entsprechendes Visum für die Einreise in die Schweiz bei der zuständigen Schweizer Auslandvertretung beantragen.

Übersicht der Ausweis- und Visumvorschriften nach Staatsangehörigkeit (öffnet in einem neuen Fenster)

Die unten aufgeführten Unterlagen sind zusammen mit dem Formular B1730 "Familiennachzug, Nachzug von eingetragenen Partnerinnen/Partnern, Vorbereitung der Heirat, Vorverfahren der eingetragenen Partnerschaft" den Einwohnerdiensten am Wohnsitz vorzulegen.

Bei einem negativen Gesuchsausgang kann die Gesuchstellerin/der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Weitere Informationen stehen unter Rechtsschutz zur Verfügung.

Benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind den Einwohnerdiensten am Wohnsitz vorzulegen:

  • Formular B1730 "Familiennachzug, Nachzug von eingetragenen Partnerinnen/Partnern, Vorbereitung der Heirat, Vorverfahren der eingetragenen Partnerschaft"
  • Kopie des schweizerischen Familienausweises oder Eheschein bzw. Partnerschaftsausweis
  • pro Person Kopie eines gültigen Reisepasses oder bei EU-/EFTA-Staatsangehörigen einer gültigen Identitätskarte der nachzuziehenden Person
  • Strafregisterauszug des letzten Niederlassungsorts der nachzuziehenden Person
  • Geburtsscheine der Kinder
  • Sorgerechtsnachweis der gesuchstellenden Person; im Falle einer Trennung mit gemeinsamem Sorgerecht: schriftliche Bestätigung des anderen Elternteils, dass er mit der Ausreise der Kinder einverstanden ist
  • bei Nachzug eines Stiefkinds: Formular N18240: Unterhaltsgarantie (PDF, 508 KB)

Fristen & Termine

Der Anspruch auf Familiennachzug muss innerhalb von fünf Jahren geltend gemacht werden. Kinder über zwölf Jahre müssen innerhalb von zwölf Monaten nachgezogen werden. Die Fristen beginnen bei Familienangehörigen von Schweizer Staatsangehörigen mit deren Einreise oder der Entstehung des Familienverhältnisses.

Die Fristen gelten nicht für Familienangehörige von Schweizer Staatsangehörigen, die im Besitz einer dauerhaften Aufenthaltsbewilligung eines EU/EFTA-Staats sind.

Kosten

Das Nachzugsverfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Familiennachzug durch Staatsangehörige aus EU/EFTA-Staaten beantragen

In der Schweiz wohnhafte Staatsangehörige aus den EU-27/EFTA-Staaten, die über eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA oder eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA verfügen, haben unter gewissen Bedingungen Anspruch auf Nachzug der Familienangehörigen.

Voraussetzungen

Unter folgenden Bedingungen haben in der Schweiz wohnhafte Staatsangehörige aus den EU-27/EFTA-Staaten, die über eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA oder eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA verfügen, einen Anspruch auf Nachzug der folgenden Familienangehörigen:

  • des Ehegatten bzw. der Ehegattin resp. des eingetragenen Partners bzw. der eingetragenen Partnerin;
  • die eigenen Nachkommen, die unter 21 Jahre alt sind oder denen Unterhalt gewährt wird;
  • die Nachkommen der Ehegattin bzw. des Ehegatten resp. der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners, die unter 21 Jahre alt sind oder denen Unterhalt gewährt wird;
  • die eigenen Verwandten und die Verwandten der Ehegattin bzw. des Ehegatten resp. der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners in aufsteigender Linie, denen Unterhalt gewährt wurde und die auch weiterhin unterstützt werden;
  • bei Studierenden die Ehegattin bzw. der Ehegatte resp. die eingetragene Partnerin bzw. der eingetragene Partner und die unterhaltsberechtigten Kinder.

Der Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA im Rahmen des Familiennachzugs besteht, sofern die Ehe resp. die eingetragene Partnerschaft im Heimat- oder Herkunftsstaat anerkannt ist bzw. ein rechtsgültiges Kindsverhältnis besteht. Die Gesuchsteller müssen ferner sowohl bei der Gesuchstellung als auch bei der Einreise der nachgezogenen Person über eine angemessene Wohnung verfügen. Als angemessen gilt eine Wohnung, wenn sie den ortsüblichen Verhältnissen entspricht, die für Schweizer Staatsangehörige gelten.

Arbeitslose Sozialhilfeempfängerinnen bzw. -empfänger mit einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA haben keinen Anspruch auf Familiennachzug von Verwandten in aufsteigender Linie und Kindern über 21 Jahre.

Selbständig Erwerbende oder Gesuchstellende ohne Erwerbstätigkeit mit einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA haben nachzuweisen, dass sie über die nötigen finanziellen Mittel für den Unterhalt der nachzuziehenden Personen in der Schweiz verfügen.

Der Anspruch besteht nicht bzw. erlischt, wenn der Familiennachzug geltend gemacht wurde, um Vorschriften des Ausländerrechts über die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (z.B. Scheinehe) oder Widerrufsgründe vorliegen (z.B. Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe).

Bei einem negativen Gesuchsausgang kann der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Weitere Informationen stehen unter Rechtsschutz zur Verfügung.

Ablauf

Ausländische Ehepartner und Kinder aus visumpflichtigen Ländern müssen ein entsprechendes Visum für die Einreise in die Schweiz bei der zuständigen Schweizer Auslandvertretung beantragen.

Übersicht der Ausweis- und Visumvorschriften nach Staatsangehörigkeit (öffnet in einem neuen Fenster)

Die unten aufgeführten Unterlagen sind durch die in der Schweiz lebenden gesuchstellenden Person bei den Einwohnerdiensten am Wohnort einzureichen.

Benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind durch die gesuchstellende Person bei den Einwohnerdiensten am Wohnsitz vorzulegen:

  • Kopie des Familienausweises oder aktueller Familienregisterauszug oder Eheschein und Geburtsscheine der Kinder
  • pro nachzuziehende Person Kopie eines gültigen Reisepasses oder einer gültigen Identitätskarte
  • nach erfolgter Einreise: Formular A0260: Anmeldung für alle Staatsangehörigen (erhältlich auf der Einwohnergemeinde)
  • Sorgerechtsnachweis der nachziehenden Person; im Fall einer Trennung mit gemeinsamem Sorgerecht: schriftliche Bestätigung des anderen Elternteils, dass er mit der Ausreise der Kinder einverstanden ist
  • Bestätigung, dass keine Sozialhilfe bezogen wird (nur selbständig Erwerbstätige bzw. Nicht-Erwerbstätige)
  • Beim Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen ist zusätzlich ein Gesuch um Familiennachzug (Formular B 1730: Familiennachzug, Nachzug von eingetragenen Partnerinnen/Partnern, Vorbereitung der Heirat, Vorverfahren der eingetragenen Partnerschaft) beizulegen.

Beim Nachzug von Kindern über 21 Jahre, Enkeln, Eltern und Grosseltern sind zusätzlich einzureichen:

  • Formular B1730: Familiennachzug, Nachzug von eingetragenen Partnerinnen/Partnern, Vorbereitung der Heirat, Vorverfahren der eingetragenen Partnerschaft
  • amtliche Bestätigung über Verwandtschaftsnachweis
  • Nachweis über die bisherige Unterhaltsgewährung im Ausland
  • Betreibungsregisterauszug der gesuchstellenden Person Formular
  • N18240: Unterhaltsgarantie

Fristen & Termine

Keine

Kosten

Das Nachzugsverfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Familiennachzug durch Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörige mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung (L) beantragen

In der Schweiz wohnhafte gesuchstellende Personen aus Nicht-EU/EFTA-Staaten mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung haben die Möglichkeit, unter gewissen Bedingungen ihre Ehegattin bzw. ihren Ehegatten/ihre eingetragene Partnerin bzw. ihren eingetragenen Partner und/oder die ledigen Kinder unter 18 Jahren nachzuziehen.

Voraussetzungen

  • Die Ehegattin/der Ehegatte bzw. die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner und die Kinder von Personen aus Nicht-EU/EFTA-Staaten mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung haben keinen rechtlichen Anspruch auf Erteilung einer Bewilligung.
  • Die Ehe resp. die eingetragene Partnerschaft muss in der Schweiz anerkannt sein bzw. es muss ein rechtsgültiges Kindsverhältnis bestehen.
  • Die Familie muss zusammenwohnen, weshalb die gesuchstellende Person über eine bedarfsgerechte Wohnung verfügen muss. Eine Wohnung gilt als bedarfsgerecht, wenn der Familiennachzug nicht zu einer Überbelegung führt.
  • Der Familiennachzug darf nicht zu einer Sozialhilfeabhängigkeit führen. Weiter darf die nachziehende Person keine Ergänzungsleistungen beziehen und der Familiennachzug darf nicht dazu führen, dass Ergänzungsleistungen bezogen werden könnten.
  • Es muss eine dem Kindeswohl angemessene Betreuung sichergestellt sein.
  • Das Gesuch wird abgelehnt, wenn der Familiennachzug geltend gemacht wird, um Vorschriften des Ausländerrechts über die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (z.B. Scheinehe) oder Widerrufsgründe vorliegen (z.B. Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe).

Ablauf

Ausländische Ehegatten und Kinder aus visumpflichtigen Ländern müssen ein entsprechendes Visum für die Einreise in die Schweiz bei der zuständigen Schweizer Vertretung beantragen.

Die unten aufgeführten Unterlagen sind durch die in der Schweiz lebenden gesuchstellenden Person bei den Einwohnerdiensten am Wohnsitz einzureichen.

Bei einem negativen Gesuchsausgang kann der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Weitere Informationen stehen unter Rechtsschutz zur Verfügung.

Benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind den Einwohnerdiensten am Wohnsitz vorzulegen:

  • Formular B1730: Familiennachzug, Nachzug von eingetragenen Partnerinnen/Partnern, Vorbereitung der Heirat, Vorverfahren der eingetragenen Partnerschaft
  • Kopie des Familienausweises oder aktueller Familienregisterauszug oder Eheschein bzw. Partnerschaftsausweis betreffend die im Ausland rechtsgültig eingetragene Partnerschaft
  • Kopie des gültigen Reisepasses oder bei EU/EFTA-Staatsangehörigen der gültigen Identitätskarte der nachzuziehenden Person
  • Strafregisterauszug des letzten Niederlassungsorts der nachzuziehenden Person
  • Betreibungsregisterauszug der gesuchstellenden Person
  • Kopie des Mietvertrags mit aktueller Mietzinsangabe
  • Kopie der aktuellen Krankenkassenpolice der gesuchstellenden Person
  • Falls Prämienverbilligung geltend gemacht wird: Kopie des Antragsformulars für Prämienverbilligung der Krankenversicherung bzw. Kopie des definitiven Entscheids der Sozialversicherungsanstalt Aargau
  • Kopie des aktuellen Arbeitsvertrags
  • Schriftliche Bestätigung der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers betreffend ungekündigte Anstellung
  • Die letzten drei Lohnabrechnungen
  • Bei Bezug einer AHV- oder IV-Rente durch die gesuchstellende Person: Kopie der Verfügung der AHV- oder IV-Rente und allenfalls Entscheid über die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen

Zusätzlich einzureichende Unterlagen bei Kindern unter 18 Jahren:

  • Kopien der Geburtsscheine der Kinder
  • Pro Person Kopie eines gültigen Reisepasses oder bei EU/EFTA-Staatsangehörigen einer gültigen Identitätskarte
  • Kopie Scheidungs- /Auflösungsurteil mit Sorgerechtsentscheid
  • Bei gemeinsamem Sorgerecht mit dem andern Elternteil: schriftliches Einverständnis des anderen Elternteils betreffend Wohnsitznahme der Kinder in der Schweiz
  • bei Nachzug eines Stiefkinds: Formular N18240: Unterhaltsgarantie, ausgefüllt durch den Stiefelternteil

Fristen & Termine

Personen mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung müssen innerhalb von fünf Jahren ein Gesuch um Familiennachzug stellen. Kinder über zwölf Jahre müssen innerhalb von zwölf Monaten nachgezogen werden. Die Fristen beginnen mit der Erteilung der Aufenthalts- bzw. der Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des Familienverhältnisses.

Kosten

Das Nachzugsverfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Familiennachzug durch Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörige mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung (B, C) beantragen

In der Schweiz wohnhafte gesuchstellende Personen aus Nicht-EU/EFTA-Staaten mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung haben die Möglichkeit, unter gewissen Bedingungen ihre Ehegattin bzw. ihren Ehegatten/ihre eingetragene Partnerin bzw. ihren eingetragenen Partner und/oder die ledigen Kinder unter 18 Jahren nachzuziehen.

Voraussetzungen

  • Die Ehegattin/der Ehegatte bzw. die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner und die Kinder von Personen auch Nicht-EU/EFTA-Staaten mit einer Aufenthaltsbewilligung haben keinen rechtlichen Anspruch auf die Erteilung einer Bewilligung.
  • Die Ehegattin/der Ehegatte bzw. die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner und die Kinder von Personen auch Nicht-EU/EFTA-Staaten mit einer Niederlassungsbewilligung haben Anspruch auf die Erteilung einer Bewilligung, wenn die Voraussetzungen nach Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG) erfüllt werden.
  • Die Ehe resp. die eingetragene Partnerschaft muss in der Schweiz anerkannt sein bzw. es muss ein rechtsgültiges Kindsverhältnis bestehen.
  • Die Familie muss zusammenwohnen, weshalb die gesuchstellende Person über eine bedarfsgerechte Wohnung verfügen muss. Eine Wohnung gilt als bedarfsgerecht, wenn der Familiennachzug nicht zu einer Überbelegung führt.
  • Der Familiennachzug darf nicht zu einer Sozialhilfeabhängigkeit führen. Weiter darf die nachziehende Person keine Ergänzungsleistungen beziehen und der Familiennachzug darf nicht dazu führen, dass Ergänzungsleistungen bezogen werden könnten.
  • Die nachzuziehende Person muss sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können (Deutsch Niveau A1 des Europäischen Sprachenportfolios). Falls zum Zeitpunkt des Familiennachzugs das erforderliche Sprachniveau noch nicht erreicht wurde, ist auch die Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot ausreichend. Spätestens bei der ersten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung muss der erforderliche Sprachnachweis vorliegen. Hinweis: Bei ledigen Kindern unter 18 Jahren muss kein solcher Nachweis erbracht werden.
  • Es muss eine dem Kindeswohl angemessene Betreuung sichergestellt sein.
  • Das Gesuch wird abgelehnt, wenn der Familiennachzug geltend gemacht wird, um Vorschriften des Ausländerrechts über die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (z.B. Scheinehe) oder Widerrufsgründe vorliegen (z.B. Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe).

Ablauf

Ausländische Ehegatten und Kinder aus visumpflichtigen Ländern müssen ein entsprechendes Visum für die Einreise in die Schweiz bei der zuständigen Schweizer Vertretung beantragen.

Die unten aufgeführten Unterlagen sind durch die in der Schweiz lebenden gesuchstellenden Person bei den Einwohnerdiensten am Wohnsitz einzureichen.

Bei einem negativen Gesuchsausgang kann die Gesuchstellerin/der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Weitere Informationen stehen unter Rechtsschutz zur Verfügung.

Benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind den Einwohnerdiensten am Wohnsitz vorzulegen:

  • Formular B1730 "Familiennachzug, Nachzug von eingetragenen Partnerinnen/ Partnern, Vorbereitung der Heirat, Vorverfahren der eingetragenen Partnerschaft"
  • Kopie des Familienausweises oder aktueller Familienregisterauszug oder Eheschein bzw. Partnerschaftsausweis betreffend die im Ausland rechtsgültig eingetragene Partnerschaft
  • Kopie des gültigen Reisepasses oder bei EU/EFTA-Staatsangehörigen einer gültigen Identitätskarte der nachzuziehenden Person
  • Strafregisterauszug des letzten Niederlassungsorts der nachzuziehenden Person
  • Betreibungsregisterauszug der gesuchstellenden Person
  • Kopie des Mietvertrags
  • Kopie der aktuellen Krankenkassenpolice der gesuchstellenden Person
  • Falls Prämienverbilligung geltend gemacht wird: Kopie Antragsformular für Prämienverbilligung der Krankenversicherung bzw. Kopie des definitiven Entscheids der Sozialversicherungsanstalt Aargau
  • Sprachnachweis der nachzuziehenden Person (Deutsch Niveau A1 des Europäischen Sprachenportfolios) oder Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot. Hinweis: Bei ledigen Kindern unter 18 Jahren muss kein solcher Nachweis erbracht werden.
  • Kopie des aktuellen Arbeitsvertrags
  • Schriftliche Bestätigung der Arbeitgeberin/ des Arbeitgebers betreffend ungekündigte Anstellung
  • Kopie der drei letzten Lohnabrechnungen
  • Bei Bezug einer AHV- oder IV-Rente durch die gesuchstellende Person: Kopie der Verfügung der AHV- oder IV- Rente und allenfalls Entscheid über die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen

Zusätzlich einzureichende Unterlagen bei Kindern unter 18 Jahren:

  • Kopien der Geburtsscheine der Kinder
  • Pro Person Kopie eines gültigen Reisepasses oder bei EU/EFTA-Staatsangehörigen einer gültigen Identitätskarte
  • Kopie des Scheidungs- / Auflösungsurteils mit Sorgerechtsentscheid
  • Bei gemeinsamen Sorgerecht mit dem anderen Elternteil: schriftliches Einverständnis des anderen Elternteils betreffend Wohnsitznahme der Kinder in der Schweiz.
  • bei Nachzug eines Stiefkinds: Formular N18240 "Unterhaltsgarantie", ausgefüllt durch den Stiefelternteil

Fristen & Termine

Personen mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung müssen innerhalb von fünf Jahren ein Gesuch um Familiennachzug stellen. Kinder über zwölf Jahre müssen innerhalb von zwölf Monaten nachgezogen werden. Die Fristen beginnen mit der Erteilung der Aufenthalts- bzw. Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des Familienverhältnisses.

Kosten

Das Nachzugsverfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Aufenthaltsbewilligung für Konkubinatspartner mit gemeinsamen Kindern beantragen

Den Konkubinatspartnerinnen und -partnern von Schweizerinnen und Schweizern oder von Ausländerinnen und Ausländern mit einer Niederlassungs- oder einer Jahresaufenthaltsbewilligung (Ausweis C oder B) kann unter gewissen Voraussetzungen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden.

Voraussetzungen

Konkubinatspartner kann eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • die Eltern und Kinder zusammenwohnen;
  • die Eltern gemeinsam für die Kinder und deren Unterhalt sorgen;
  • kein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorliegt
  • Bei Gesuchstellenden aus Drittstaaten: Die nachzuziehende Person muss sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können (Deutsch Niveau A1 des Europäischen Sprachenportfolios). Falls zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung das erforderliche Sprachniveau noch nicht erreicht wurde, ist auch die Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot ausreichend. Spätestens bei der ersten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung muss der erforderliche Sprachnachweis vorliegen. Hinweis: Bei ledigen Kindern unter 18 Jahren muss kein solcher Nachweis erbracht werden.

Ablauf

Der in der Schweiz wohnhaft Konkubinatspartner hat beim Amt für Migration und Integration (MIKA) ein Gesuch einzureichen.

Nach einer positiven Gesuchsprüfung durch das MIKA müssen die Unterlagen dem Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung unterbreitet werden.

Wenn das SEM die Zustimmung gibt, wird der Gesuchsteller durch das MIKA persönlich informiert.

Bei einem negativen Gesuchsausgang kann der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Für weitere Informationen siehe unter Rechtsschutz.

Benötigte Unterlagen

Dem Gesuch sind die folgenden Unterlagen beizulegen:

  • Kopie Geburtsscheine der gemeinsamen Kinder (wenn Kinder bereits geboren)
  • Kopie Anerkennungsurkunde der gemeinsamen Kinder (zwingend nötig, wenn das Kind noch nicht geboren ist)
  • Formular N18240: Unterhaltsgarantie des bereits in der Schweiz wohnhaften Partners.
  • Passkopie nachzuziehende Partnerin/nachzuziehender Partner und Kinder
  • Bei Nicht-EU-/EFTA-Staatsangehörigen: Strafregisterauszug des letzten Niederlassungsorts der in die Schweiz nachzuziehenden Konkubinatspartnerin/des in die Schweiz nachzuziehenden Konkubinatspartners
  • Bei Nicht-EU-/EFTA-Staatsangehörigen: Sprachnachweis (Deutsch Niveau A1 des Europäischen Sprachenportfolios) oder eine Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot

Fristen & Termine

Keine

Kosten

Das Verfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Formular N18240: Unterhaltsgarantie (gilt nicht für Besuchervisa) (PDF, 2 Seiten, 508 KB)

Rechtliche Grundlagen

Aufenthaltsbewilligung für Konkubinatspartner ohne gemeinsame Kinder beantragen

Den Konkubinatspartnerinnen und -partnern von Schweizerinnen und Schweizern oder von Ausländerinnen und Ausländern mit einer Niederlassungs- oder einer Jahresaufenthaltsbewilligung (Ausweis C oder B) kann unter gewissen Voraussetzungen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden.

Voraussetzungen

Konkubinatspartner kann eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

  • Es liegt eine gefestigte und auf Dauer ausgelegte Partnerschaft vor, und
  • die Intensität der Partnerschaft wird mit zusätzlichen Faktoren belegt, wie etwa: der Art und dem Umfang einer vertraglichen Übernahme gegenseitiger Fürsorgepflichten (z.B. Partnerschaftsvertrag)
    • dem Integrationswillen und der Integrationsfähigkeit der ausländischen Partnerin oder des ausländischen Partners;
    • es ist den Gesuchstellenden nicht zuzumuten ihre Beziehung im Ausland und/oder im Rahmen von bewilligungsfreien Aufenthalten zu pflegen;
    • es liegt kein Verstoss gegen die öffentliche Ordnung vor (analog Art.51 i.V. mit Art. 62 AuG);
    • das Konkubinatspaar wohnt zusammen in der Schweiz.
  • Bei Gesuchstellenden aus Drittstaaten: Die nachzuziehende Person muss sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können (Deutsch Niveau A1 des Europäischen Sprachenportfolios). Falls zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung das erforderliche Sprachniveau noch nicht erreicht wurde, ist auch die Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot ausreichend. Spätestens bei der ersten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung muss der erforderliche Sprachnachweis vorliegen.

Gemäss der Bundesgerichtssprechung kann von einer gefestigten und auf Dauer ausgelegte Partnerschaft ausgehen, wenn die Partner seit mehr als als zwei Jahre zusammenleben und eine räumliche Trennung somit zu einer besonderen Härte führen würde. Die Tatsache, dass ein gemeinsamer Wohnsitz aus rechtlichen, privaten oder beruflichen Gründen nicht möglich war, ist für die Beurteilung nicht relevant.

Ablauf

  • Der in der Schweiz wohnhafte Konkubinatspartner hat beim Amt für Migration und Integration (MIKA) ein Gesuch einzureichen.
  • Nach einer positiven Gesuchsprüfung durch das MIKA müssen die Unterlagen dem Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung unterbreitet werden.
  • Wenn das SEM die Zustimmung gibt, wird die gesuchstellende Person durch das MIKA persönlich informiert.
  • Bei einem negativen Gesuchsausgang kann die gesuchstellende Person eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Für weitere Informationen siehe unter Rechtsschutz.

Benötigte Unterlagen

Dem Gesuch sind die folgenden Unterlagen beizulegen:

  • Nachweise, die eine gefestigte und auf Dauer ausgelegte Partnerschaft umfassend belegen (Konkubinats- oder Partnerschaftsvertrag, gemeinsame Mietverträge, Wohn­sitzbestätigungen, gemeinsame Versicherungen, gemeinsame Ferien, Fotos etc.)
  • Formular N18240: Unterhaltsgarantie des bereits in der Schweiz wohnhaft Partners.
  • Passkopie nachzuziehender Partner
  • Bei Nicht-EU-/EFTA-Staatsangehörigen: Strafregisterauszug des letzten Niederlassungsorts der in die Schweiz einreisenden Konkubinatspartnerin / des in die Schweiz einreisenden Konkubinatspartners
  • Bei Nicht-EU-/EFTA-Staatsangehörigen: Sprachnachweis (Deutsch Niveau A1 des Europäischen Sprachenportfolios) oder eine Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot

Fristen & Termine

Keine

Kosten

Das Verfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Formular N18240: Unterhaltsgarantie (PDF, 2 Seiten, 508 KB)

Rechtliche Grundlagen

Befristete Aufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat beantragen

Ausländische Partner aus Nicht-EU/EFTA-Staaten von Schweizer Staatsangehörigen oder ausländischen Staatsangehörigen mit einer Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz können unter gewissen Bedingungen eine befristete Aufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat bzw. der eingetragenen Partnerschaft erhalten.

Voraussetzungen

Von Gesetzes wegen besteht kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat.

Vor der Einreise muss eine Bestätigung des Zivilstandsamts vorliegen, aus welcher hervorgeht, dass die Heirat bzw. die eingetragene Partnerschaft eingeleitet ist und innert nützlicher Frist erfolgen kann. Zudem müssen genügend finanzielle Mittel vorhanden sein. Ferner dürfen keine Widerrufsgründe und keine Hinweise auf eine Scheinehe vorliegen.

Bei einer Gesuchsgutheissung stellt das Amt für Migration und Integration (MIKA) die Visumsermächtigung aus und bewilligt einen sechsmonatigen Aufenthalt. Diese Bewilligung berechtigt nicht zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.

Bei einem negativen Gesuchsausgang kann der Gesuchsteller eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Weitere Informationen stehen unter Rechtsschutz zur Verfügung.

Ablauf

Bei der Schweizer Botschaft im Wohnsitzstaat der ausländischen Partnerin bzw. des ausländischen Partners sind die folgenden Unterlagen einzureichen:

  • ausgefüllter Visumantrag
  • alle zur Heirat resp. zur eingetragenen Partnerschaft erforderlichen Dokumente und Formulare (Auskunft erteilt die zuständige Vertretung).

Übersicht der Ausweis- und Visumvorschriften nach Staatsangehörigkeit. (öffnet in einem neuen Fenster)

Die unten aufgeführten Unterlagen sind durch die in der Schweiz lebenden gesuchstellenden Person bei den Einwohnerdiensten am Wohnort einzureichen.

Benötigte Unterlagen

Bei den Einwohnerdiensten am Wohnsitz der in der Schweiz lebenden Gesuchstellerin bzw. des Gesuchstellers sind die folgenden Unterlagen einzureichen:

  • Formular B1730: Familiennachzug, Nachzug von eingetragenen Partnerinnen/Partnern, Vorbereitung der Heirat, Vorverfahren der eingetragenen Partnerschaft
  • Formular N18240: Unterhaltsgarantie. Die vorbehaltlose Gegenzeichnung durch die Einwohnerkontrolle ist massgeblich für eine Bewilligungserteilung
  • Bestätigung des Zivilstandsamtes betreffend Pendenz des Ehevorbereitungsverfahrens bzw. des Vorverfahrens für die eingetragene Partnerschaft
  • Kopie eines gültigen Reisepasses
  • Strafregisterauszug des letzten Niederlassungsorts der im Ausland lebenden Person

Für gesuchstellende Personen mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung (B,C) sind zusätzlich einzureichen:

  • Betreibungsregisterauszug
  • Mietvertrag mit aktueller Mietzinsangabe
  • Aktuelle Krankenkassenpolice der gesuchstellenden Person
  • Falls Prämienverbilligung geltend gemacht wird: Antragsformular für Prämienverbilligung der Krankenversicherung bzw. definitiver Entscheid der Sozialversicherungsanstalt Aargau
  • Aktueller Arbeitsvertrag
  • Schriftliche Bestätigung der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers betreffend ungekündigte Anstellung
  • Die letzten drei Lohnabrechnungen
  • Bei Bezug einer AHV- oder IV-Rente durch die gesuchstellende Person: Verfügung AHV- oder IV-Rente und allenfalls Entscheid über die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen
  • Spätestens nach der erfolgten Eheschliessung muss dem Amt für Migration und Integration für die Prüfung des Familiennachzugs ein Sprachnachweis (Deutsch Niveau A1 des Europäischen Sprachenportfolios) der nachzuziehenden Person oder eine Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot vorgelegt werden.

Fristen & Termine

Die Anmeldung auf der Wohngemeinde muss unverzüglich nach der Heirat erfolgen.

Kosten

Das Verfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Nach Oben