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Berufliche Grundausbildung für Personen ohne Aufenthaltsrecht

Der Kanton kann mit Zustimmung des Staatssekretariat für Migration (SEM) einer Person mit unrechtmässigem Aufenthalt eine Aufenthaltsbewilligung erteilen.

Der Kanton kann mit Zustimmung des Staatssekretariat für Migration (SEM) einer Person mit unrechtmässigem Aufenthalt eine Aufenthaltsbewilligung erteilen.

Voraussetzungen

Einer Person mit unrechtmässigem Aufenthalt, die eine berufliche Grundbildung absolvieren möchte und/oder an einem mit einer beruflichen Tätigkeit verbundenen Brückenangebot (Vorlehre) teilnehmen möchte, kann mit Zustimmung des SEM eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden. Voraussetzung ist, dass die gesuchstellende Person vor Einreichung des Gesuchs mindestens 5 Jahre die obligatorische Schule in der Schweiz ununterbrochen besucht hat, die Identität offenlegt, infolge fortgeschrittener Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt und durch den zukünftigen Arbeitgeber ein von der für die Berufsbildung zuständigen kantonalen Behörde genehmigter und Lehrvertrag eingereicht wird. Bei Teilnahme an einem mit einer Erwerbstätigkeit verbundenen Brückenangebot (Vorlehre) muss der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag oder eine Teilnahmebestätigung einreichen.

Ablauf

Beim Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) ist ein persönliches Gesuch einzureichen.

Nach einer positiven Gesuchsprüfung durch das MIKA müssen die Unterlagen dem SEM zur Zustimmung unterbreitet werden.

Wenn das SEM die Zustimmung erteilt, wird der Gesuchstellende durch das MIKA persönlich informiert.

Bei einem negativen Gesuchsausgang kann der Gesuchstellende eine einsprachefähige Verfügung verlangen. Für weitere Informationen siehe unter Rechtsschutz.

Benötigte Unterlagen

Dem Gesuch, das bei minderjährigen Gesuchstellenden durch die gesetzliche Vertretung eingereicht oder zumindest mitunterzeichnet sein muss, sind die folgenden Unterlagen beizulegen:

  • Strafregisterauszug bei erwachsenen Gesuchstellenden
  • Betreibungsregisterauszug bei erwachsenen Gesuchstellenden
  • Gesuch eines Arbeitgebendens (Lehrvertrag, Arbeitsvertrag oder Teilnahmebestätigung)
  • Heimatliche Identitätspapiere mit Passfoto (ID, Reisepass, Geburtsschein, Familienbüchlein, etc.)
  • Bestätigung betreffend Mitgliedschaft in einem Verein sowie weitere Belege über Integrationsbemühungen und das Bestehen eines sozialen Netzes (z.B. Empfehlungsschreiben von Freunden, Bekannten, Vereinen, etc.)
  • Bericht der Schule über die Integration während der ununterbrochenen obligatorischen Schulzeit von mindestens 5 Jahren
  • Zeugniskopien, welche den Besuch der obligatorischen Schule während der Mindestdauer von 5 Jahren belegen
  • Bei bestehender Krankheit ärztliche Berichte oder Arztzeugnisse

Fristen & Termine

Das Gesuch um Aufenthaltsbewilligung für Härtefälle zum Zweck einer beruflichen Grundbildung muss innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der obligatorischen Schule eingereicht werden.

Kosten

Das Verfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Merkblatt D5530: Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für Personen ohne Aufenthaltsrecht zur Ermöglichung einer beruflichen Grundbildung (PDF, 2 Seiten, 32 KB)

Rechtliche Grundlagen