Arbeitnehmende Nicht-EU/EFTA

Der Stellenantritt eines noch nicht zur Erwerbstätigkeit ausländerrechtlich geregelten Nicht-EU/EFTA-Angehörigen bei Schweizer Arbeitgebenden ist bewilligungspflichtig.

Die Gesuchseinreichung erfolgt frühzeitig durch den Arbeitgebenden. Es bedarf der Zustimmung des Staatssekretariats für Migration. Die Arbeitsaufnahme darf erst nach erteilter Bewilligung erfolgen.

Voraussetzungen

  • Arbeitsverhältnis (inkl. Praktika etc.) zwischen einem Schweizer Arbeitgebenden und einem Arbeitnehmenden mit Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörigkeit
  • Inländervorrang / Rekrutierungsprioritäten
  • Einhaltung der orts- und berufsüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen
  • Berufliche Qualifikation
  • Zustimmung des Staatssekretariats für Migration
  • Verfügbarkeit eines Kontingents

Ablauf

  • Liegt der geplante Arbeitsort im Kanton Aargau, reicht der Arbeitgebende ein vollständiges Gesuch samt Beilagen beim Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) ein.
  • Das MIKA überprüft das Gesuch und nimmt bei Bedarf mit dem Arbeitgebenden Kontakt auf.
  • Sind alle Voraussetzungen erfüllt, unterbreitet das MIKA das Gesuch dem Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung (Ausnahmefälle: ohne Zustimmungsverfahren).
  • Nach Zustimmung des SEM erstellt das MIKA fallspezifisch die Visumermächtigung oder die Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung und stellt diese dem Arbeitgebenden zur Weiterleitung an den Arbeitnehmenden zu.
  • Der Arbeitnehmende holt bei Bedarf das Visum auf der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland ab.
  • Nach erfolgter Einreise muss sich der Arbeitnehmende bei der Schweizer Wohngemeinde anmelden. Die Gemeinde leitet die Anmeldung samt Unterlagen dem MIKA (oder bei ausserkantonalem Wohnsitz an die zuständige Migrationsbehörde) weiter.
  • Erst nach positivem Gesuchsentscheid (Ausstellung der Visumermächtigung oder Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung) und Anmeldung bei der Schweizer Wohngemeinde darf die Arbeit aufgenommen werden.
  • Möglichst rasch nach der Einreise muss der Arbeitnehmende zu einem speziell hierzu vereinbarten Termin seine biometrischen Daten für den Ausländerausweis erfassen lassen. Zuständig ist das Biometriezentrum des Wohnkantons.

Benötigte Unterlagen

  • Vollständig ausgefülltes Formular A1330: Gesuch um Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung und Erteilung der Bewilligung zum Stellenantritt an Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörige bei einer Schweizer Arbeitgeberin/einem Schweizer Arbeitgeber
  • Schriftliche Gesuchsbegründung
  • Nachweis der Rekrutierungsbemühungen (RAV- und EURES-Stellenausschreibung, Zeitungs- und Internetinserate)
  • Kopie gültiger Pass
  • Kopie unterzeichneter Arbeitsvertrag
  • Lebenslauf
  • Kopie Diplome / Arbeitszeugnisse
  • Strafregisterauszug
  • Bei Bedarf im Einzelfall: zusätzliche Unterlagen

Fristen & Termine

Das Gesuch ist möglichst frühzeitig, d.h. mehrere Wochen vor dem geplanten Arbeitsbeginn einzureichen. Die genaue Gesuchsdauer hängt vom Einzelfall ab.
Die Anmeldung bei der Schweizer Wohngemeinde muss innert 14 Tagen, jedoch vor Arbeitsbeginn erfolgen.

Kosten

Dieses Verfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen