Arbeitnehmende Kroatien

Übersicht über die Unterkategorien gemäss Dauer der Erwerbstätigkeit für Arbeitsbewilligungen für Arbeitnehmende Kroatien bei einem Arbeitgeber mit Firmensitz in der Schweiz.

Arbeitnehmende Kroatien maximal 4 Monate

Dauert eine Anstellung von noch nicht zur Erwerbstätigkeit ausländerrechtlich geregelten kroatischen Staatsangehörigen bei Schweizer Arbeitgebenden maximal 4 Monate pro Kalenderjahr, bedarf es einer Zusicherung der Bewilligung. Die Gesuchseinreichung erfolgt durch den Schweizer Arbeitgebenden. Die Arbeitsaufnahme darf erst nach erteilter Bewilligung erfolgen.

Voraussetzungen

  • Maximal 4-monatiges Arbeitsverhältnis (inkl. Praktika etc.) zwischen einem Schweizer Arbeitgebenden und einem Arbeitnehmenden mit kroatischer Staatsangehörigkeit
  • Inländervorrang
  • orts- und berufsübliche Lohn- und Arbeitsbedingungen
  • Berufliche Qualifikation
  • Verfügbarkeit eines Kontingents bei fehlender beruflicher Qualifikation

Ablauf

  • Liegt der geplante Arbeitsort im Kanton Aargau, reicht der Arbeitgebende ein vollständiges Gesuch samt Beilagen beim Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) ein.
  • Das MIKA überprüft das Gesuch und nimmt bei Bedarf mit dem Arbeitgebenden Kontakt auf.
  • Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erteilt das MIKA die Zusicherung der Bewilligung, welche gleichzeitig als Aufenthaltsbewilligung gilt, und stellt diese dem Arbeitgebenden zur Weiterleitung an den Arbeitnehmenden zu.
  • Erst nach positivem Gesuchsentscheid (Ausstellung der Zusicherung der Bewilligung) darf die Arbeit aufgenommen werden.
  • Eine Anmeldung auf einer Schweizer Wohngemeinde ist bei einem maximal 4-monatigen Aufenthalt pro Kalenderjahr nicht nötig.

Weitere Informationen sind im Merkblatt A0990 enthalten.

Benötigte Unterlagen

  • Vollständiges Gesuchsformular A1291
  • Schriftliche Gesuchsbegründung
  • Nachweis der Rekrutierungsbemühungen (RAV-Stellenausschreibung, Zeitungs- und Internetinserate)
  • Kopie gültige ID oder gültiger Pass
  • Kopie unterzeichneter Arbeitsvertrag
  • Lebenslauf
  • Kopie Diplome
  • Bei Bedarf im Einzelfall: zusätzliche Unterlagen

Fristen & Termine

Das Gesuch ist möglichst frühzeitig, d.h. mindestens 15 Arbeitstage vor dem geplanten Arbeitsbeginn einzureichen. Die genaue Gesuchsdauer hängt vom Einzelfall ab.

Kosten

Dieses Verfahren ist gebührenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

A1291: Gesuch Aufenthalts- bzw. Grenzgängerbewilligung Kroatien (PDF, 3 Seiten, 779 KB)

Merkblatt A0990: Einholen einer Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung mit Stellenantritt bei Schweizer Arbeitgebenden für kroatische Staatsangehörige (PDF, 3 Seiten, 66 KB)

Rechtliche Grundlagen

Freizügigkeitsabkommen, FZA (SR 0.142.112.681) (öffnet in einem neuen Fenster)

Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs, VEP (SR 142.203) (öffnet in einem neuen Fenster)

Ausländergesetz, AuG (SR 142.20) (öffnet in einem neuen Fenster)

Arbeitnehmende Kroatien über 4 Monate

Der Stellenantritt eines noch nicht zur Erwerbstätigkeit ausländerrechtlich geregelten kroatischen Staatsangehörigen bei einem Schweizer Arbeitgebenden ist bewilligungspflichtig. Die Gesuchseinreichung erfolgt frühzeitig durch den Arbeitgebenden. Die Arbeitsaufnahme darf erst nach erteilter Bewilligung erfolgen.

Voraussetzungen

  • Mehr als viermonatiges oder unbefristetes Arbeitsverhältnis (inkl. Praktika etc.) zwischen einem Schweizer Arbeitgebenden und einem Arbeitnehmenden mit kroatischer Staatsangehörigkeit
  • Inländervorrang
  • orts- und berufsübliche Lohn- und Arbeitsbedingungen
  • berufliche Qualifikation
  • Verfügbarkeit eines Kontingents

Ablauf

  • Liegt der geplante Arbeitsort im Kanton Aargau, reicht der Arbeitgebende ein vollständiges Gesuch samt Beilagen beim Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) ein.
  • Das MIKA überprüft das Gesuch und nimmt bei Bedarf mit dem Arbeitgebenden Kontakt auf.
  • Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erteilt das MIKA die Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung und stellt diese dem Arbeitgebenden zur Weiterleitung an den Arbeitnehmenden zu.
  • Nach erfolgter Einreise meldet sich der Arbeitnehmende persönlich bei der Schweizer Wohngemeinde an. Die Gemeinde leitet die Anmeldung samt Unterlagen ans MIKA weiter.
  • Erst nach positivem Gesuchsentscheid (Ausstellung der Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung) und Anmeldung auf der Schweizer Wohngemeinde darf die Arbeit aufgenommen werden.
  • Das MIKA erstellt den Ausländerausweis und leitet diesen an die Wohngemeinde weiter.
  • Die Gemeinde fordert die ausländische Person auf, den Ausländerausweis bei ihr abzuholen und zu bezahlen.

Weitere Informationen sind im Merkblatt A0990 enthalten.

Benötigte Unterlagen

  • Vollständige Gesuchsformular A1291
  • Schriftliche Gesuchsbegründung
  • Nachweis der Rekrutierungsbemühungen (RAV-Stellenausschreibung, Zeitungs- und Internetinserate)
  • Kopie gültige ID oder gültiger Pass
  • Kopie unterzeichneter Arbeitsvertrag
  • Lebenslauf
  • Kopie Diplome
  • 1 aktuelles Passfoto (für Anmeldung auf der Wohngemeinde)
  • Bei Bedarf im Einzelfall: zusätzliche Unterlagen

Fristen & Termine

Das Gesuch ist möglichst frühzeitig, d.h. mindestens 15 Arbeitstage vor dem geplanten Arbeitsbeginn einzureichen. Die genaue Gesuchsdauer hängt vom Einzelfall ab.

Die Anmeldung auf der Schweizer Wohngemeinde muss innert 14 Tagen, jedoch vor Arbeitsbeginn, erfolgen.

Kosten

Dieses Verfahren ist kostenpflichtig.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Formular A1291: Gesuch Aufenthalts- bzw. Grenzgängerbewilligung Kroatien (PDF, 3 Seiten, 779 KB)

Merkblatt A0990: Einholen einer Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung mit Stellenantritt bei Schweizer Arbeitgebenden für kroatische Staatsangehörige (PDF, 3 Seiten, 66 KB)

Rechtliche Grundlagen

Freizügigkeitsabkommen, FZA (SR 0.142.112.681) (öffnet in einem neuen Fenster)

Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs, VEP (SR 142.203) (öffnet in einem neuen Fenster)

Ausländergesetz, AuG (SR 142.20) (öffnet in einem neuen Fenster)

Arbeitnehmende Masseusen Kroatien

Für erotische Dienstleistungen gelten grundsätzlich dieselben Regelungen wie für andere Tätigkeiten.

Voraussetzungen

Bei der ausländerrechtlichen Abgrenzung der unselbständigen zur selbständigen Erwerbstätigkeit ist jedoch Folgendes zu beachten:

Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid (BGE 128 IV 170, siehe Rechtliche Grundlagen) definiert, unter welchen Bedingungen eine Masseuse als unselbständig Erwerbende zu betrachten ist. Demnach gelten Personen, die für die Infrastruktur eines Massagesalons zuständig sind und entscheiden, welche Ausländerinnen im Etablissement als Prostituierte arbeiten können, als Geschäftsführende und Arbeitgebende. Dies gilt auch dann, wenn sie den Prostituierten keinerlei Weisungen betreffend Arbeitszeit, Anzahl der zu bedienenden Freier und Art der Dienstleistungen etc. erteilen. In der Folge sind die Masseusen in solchen Fällen ausländerrechtlich zwingend als unselbständig Erwerbstätige zu betrachten.

Ablauf

siehe unter entsprechender Kategorie

Benötigte Unterlagen

siehe unter entsprechender Kategorie

Fristen & Termine

Keine Fristen oder Termine angegeben

Kosten

Keine Kosten angegeben

Formulare & Online-Dienstleistungen

Merkblatt A1000: Unselbständig erwerbstätige Masseusen aus Kroatien (PDF, 2 Seiten, 33 KB)

Rechtliche Grundlagen

BGE 128 IV 170 (öffnet in einem neuen Fenster)