Wichtige Verhaltensregeln und rechtliche Infos

Gerade das Strassenverkehrsrecht ist häufigen Anpassungen unterworfen. Hier finden Sie eine Auflistung von Themen, die es zu beachten lohnt.

Wie wird bessere Sichtbarkeit zum Normalfall?

Plakat mach dich sichtbar

Wir nehmen es vielleicht nicht immer bewusst wahr, aber wir sind immer auch Verkehrsteilnehmer. Auf dem Weg in die Schule oder zur Arbeit, auf Spaziergängen oder beim Joggen. Bereits der Weg zum Parkplatz oder zur Haltestelle birgt Risiken. Sichtbarkeit sollte der Normalfall sein - zu Fuss oder auf dem Velo.

Viele Unfälle passieren auf kurzen Strecken. Ob wir mit dem Hund um die Hausecke gehen oder kurz über die Strasse an den Kiosk: Sichtbar ist immer sicherer!

Vertrau nicht darauf, dass dich andere sehen. Mach dich aktiv besser sichtbar!

Informationskampagne «Made Visible» (öffnet in einem neuen Fenster)

Sichtbarkeit: Videoclips des Aargauer Fahrlehrerverbandes

Weitere Themen

Gefährliche Eisschollen

Gefährliche Eisschollen!

In der Winterzeit bildet sich auf den Aufbauten von Fahrzeugen Eis, das sich während der Fahrt plötzlich löst und in Form gefährlicher Brocken herunterfällt. Helfen Sie bitte mit, Unfälle zu vermeiden!

Von der tückischen Eisbildung sind hauptsächlich Lastwagen und Anhänger, jedoch auch Lieferwagen betroffen. Insbesondere auf den Planenaufbauten stehender Fahrzeuge sammelt sich Wasser oder auch Schnee, was dann an kalten Tagen zu Eis gefriert. Durch die Erschütterungen während der Fahrt löst sich dieses Eis, um sich dann unkontrolliert und plötzlich zu entladen. Die wirbelnden Eisbrocken weisen nicht selten eine gefährliche Grösse auf. Diese können aufgrund der Fallhöhe und der Geschwindigkeit mit enormer Wucht aufschlagen. Zudem bilden die auf der Fahrbahn liegenden Bruchstücke riskante Hindernisse.

Konsequente Verzeigung

Auf ihren Patrouillen aber auch im Rahmen koordinierter Kontrollen überprüft die Kantonspolizei den Schwerverkehr an kalten Wintertagen gezielt auf die Problematik der Eisbildung. Dabei verzeigt die Kantonspolizei fehlbare Lenker konsequent. Ihnen droht eine Anzeige wegen Führens eines Fahrzeuges in nicht betriebssicherem Zustand, was den Führerausweisentzug zur Folge haben kann.

Die Kantonspolizei erinnert Lastwagen- und Lieferwagenfahrer, aber auch deren Arbeitgeber an ihre Sorgfaltspflichten. So müssen die Fahrzeuge vor Antritt der Fahrt von Schnee und Eis befreit sein.

Aus Chauffeurkreisen hört man vereinzelt das Argument, die Beseitigung von Schnee und Eis auf den Fahrzeugen sei mit grossen Risiken (Sturz) verbunden und daher kaum möglich. Mehrere Betriebe haben durch bauliche Massnahmen aber das Gegenteil bewiesen. Auch unterwegs ist es dem verantwortungsbewussten Lastwagenfahrer zumutbar, das Eis beispielsweise von einer Leiter aus vom Dach zu stossen.

Sicherheit durch Sichtbarkeit

Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Im Herbst und Winter wächst das Risiko, als Fussgänger oder Velofahrer übersehen zu werden. Licht und gute Sichtbarkeit helfen, solche Unfälle zu verhindern.

Die wichtigsten Verhaltensregeln lauten:

Velo- und Mofa-Fahrer:

  • Fahren Sie in der In der Dämmerung oder in der Nacht immer mit Licht.
  • Tragen Sie reflektierende Kleider oder Hilfsmittel.
  • Liebe Eltern, bitte sorgen Sie dafür, dass die Velos Ihrer Kinder mit Licht ausgestattet sind.

Fussgänger

  • Tragen Sie reflektierende Kleider oder Hilfsmittel
  • Betreten Sie den Fussgängerstreifen nicht überraschend. Warten Sie, bis Sie sicher sind, dass Sie der Automobilist gesehen hat und anhält.

Automobilisten

  • Kontrollieren Sie regelmässig die Beleuchtung Ihres Fahrzeuges.
  • Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Witterungs- und Sichtbedingungen an.
  • Vorsicht im Bereich von Fussgängerstreifen!

Informationen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) (öffnet in einem neuen Fenster)

Aktion «Tag des Lichts» (öffnet in einem neuen Fenster)

Suche Blickkontakt - Sicherheit am Fussgängerstreifen (öffnet in einem neuen Fenster)

Kampagne «See You» (öffnet in einem neuen Fenster)

«Such Blickkontakt»

Unfälle auf dem Fussgängerstreifen müssen nicht sein!

Dunkelheit, Regen, dichter Feierabendverkehr - genau die Bedingungen, bei denen es besonders häufig zu Unfällen mit Fussgängern kommt. Der Fussgänger als klar schwächerer Verkehrsteilnehmer hat immer das Nachsehen.

Solche Unfälle können verhindert werden. Autofahrer und Fussgänger sind gefordert, sich richtig zu verhalten. Hier die wichtigsten Tipps:

Autofahrer:

  • Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen
  • Volle Konzentration auf die Strasse - Ablenkung durch Telefonieren etc. ist tabu!
  • Bremsbereitschaft erstellen

Fussgänger:

  • Den Fussgängerstreifen erst betreten, wenn klar ist, dass die Autofahrer aus beiden Richtungen einen gesehen haben (Blickkontakt suchen)
  • Vorhandene Fussgängerstreifen benützen und diese nicht überraschend betreten
  • Reflektoren an Kleidung anbringen

Kampagne «Such Blickkontakt» (öffnet in einem neuen Fenster)

Abgaswartung - was gilt heute?

Keine Abgaswartung mehr für Fahrzeuge mit On-Board-Diagnose-System

Neuere Autos und Lastwagen sind mit einem On-Board-Diagnose-System (OBD) ausgerüstet, welches die Abgase überwacht und Fehler anzeigt. Für solche Fahrzeuge wird die obligatorische Abgaswartungspflicht ab 2013 entfallen. Das hat der Bundesrat heute entschieden. Im Rahmen weiterer Verordnungsrevisionen wird zudem die Zulassung von Fahrzeugen mit EG-Kleinserien-Typengenehmigungen erleichtert.

Hier finden Sie die Informationen Faktenblatt Abgaswartung (PDF, 121 KB)

Vorschriften für E-Bikes

Vorschriften für E-Bikes

Der Boom der E-Bikes und die deutliche Zunahme von Verkehrsunfällen haben gesetzliche Anpassungen notwendig gemacht. Eine wesentliche Änderung ist die Helmpflicht für «schnelle E-Bikes», die ab 1. Juli 2012 in Kraft tritt.

Stehroller, E-Bikes und andere Trendfahrzeuge

Gefahrensymbole für Chemieprodukte

"Genau geschaut, gut geschützt"

Die Schweiz führt ein neues Gefahrenkennzeichnungssystem für chemische Produkte ein. Sie passt sich damit dem internationalen System «Globally Harmonized System» (GHS) an, das weltweit dieselben Gefahrensymbole verwendet. Um die Bevölkerung zu informieren, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im September die nationale Informationskampagne «Genau geschaut, gut geschützt» gestartet. Die Kampagne wird unterstützt von privaten und öffentlichen Partnern, u.a. auch von der bfu.

Cheminfo.ch - Eine Kampagne des Bundes zum verantwortungsvollen Umgang mit chemischen Produkten im Alltag (öffnet in einem neuen Fenster)

Alkohol und Drogen

Haben am Steuer nichts zu suchen!

Alkoholprävention

Verdachtsfreie Atemalkohol-Kontrolle durch die Polizei

Eine Atemalkohol-Kontrolle darf jederzeit und überall durchgeführt werden.

Grenzwerte

Unter folgenden Umständen gilt am Steuer ein generelles Alkoholverbot:

•auf Fahrten des konzessionierten oder grenzüberschreitenden Personenverkehrs auf der Strasse

•im berufsmässigen Personentransport

•im Gütertransport mit schweren Motorwagen

•beim Transport gefährlicher Güter mit kennzeichnungspflichtigen Beförderungseinheiten

•Fahrlehrern während der Berufsausübung

•Fahrzeugführern auf Lern- oder Übungsfahrten

•Begleitpersonen auf Lernfahrten

•Inhabern des Führerausweis auf Probe, ausgenommen auf Fahrten mit Fahrzeugen der Spezialkategorien F, G und M

Liegt also die Atem-Alkoholprobe im Bereich zwischen 0.05 und 0.24 mg/L, ist das Fahren verboten.

Alkoholgrenzwert von 0.25 mg/L

Als fahrunfähig gilt jedermann, der eine Alkoholkonzentration von mindestens 0.25 mg/L aufweist oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Konzentration führen kann.

Angetrunkenheit zwischen 0.25 und 0.39 mg/L

Anerkennung des Atemalkohol-Tests mittels Unterschrift möglich; keine Blutentnahme notwendig

Angetrunkenheit ab 0.40 mg/L

Der Betroffene muss eine Blutprobe abgeben. Zusätzlich zum Strafverfahren beträgt die Mindestdauer des Führerausweisentzugs drei Monate.

Nullgrenzwert bei Betäubungsmitteln

Bei Hinweisen auf Drogeneinfluss kann die Polizei einen Vortest durchführen. Die Fahrunfähigkeit gilt als erwiesen, wenn die Substanzen im Blut nachgewiesen werden (Nullgrenzwert).

Beim Nachweis von Cannabis, Kokain, Heroin, Morphin und einigen Designer-Betäubungsmitteln (z.B. Ecstasy) im Blut gilt die betroffene Person als fahrunfähig. Bei anderen Substanzen, welche die Fahrfähigkeit beeinträchtigen können, stützen sich die Richter auf den polizeilichen und ärztlichen Bericht sowie auf den Laborbefund.

Ablenkung

Lassen Sie sich während der Fahrt nicht durch Ihr Mobiltelefon, Navigationsgerät oder MP3-Player ablenken. Konzentrieren Sie sich auf den Strassenverkehr und helfen Sie so mit, Unfälle zu vermeiden.

  • Halten Sie auf einem Parkplatz oder Ausstellplatz an, um zu telefonieren.
  • Bedienen Sie das Navigationsgerät vor der Fahrt.
  • Wechseln Sie die CD nicht während der Fahrt.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Verkehrssituation und lassen Sie sich nicht ablenken.

Helfen auch Sie mit, Unfälle zu verhindern!

Aargauer Fahrlehrer Verband / Ablenkung durch Social Media (öffnet in einem neuen Fenster)

Pannenstreifen

Wann darf ich den Pannenstreifen benützen?

Grundsatz: Auf Pannenstreifen dürfen Fahrzeuge nur im Notfall abgestellt werden.

Notfall - hier ist's erlaubt

  • Pannen
  • Kontrolle der Ladung
  • Plötzliches Unwohlsein
  • Hilfe bei einem Unfall

Kein Notfall und unerlaubt

  • Telefonieren
  • Karte lesen
  • Stau - befahren Pannenstreifen bis nächste Ausfahrt

Abstand

Abstand schafft Sicherheit

Nie zu nahe aufschliessen!

Faustregel bei normalen Verhältnissen:

Mindestens halber Tachoabstand in Metern!

Beispiel: 80 km/h ergeben einen Abstand von 40 Metern. Hinweis: Distanz der Randleitpfosten auf der Autobahn beträgt 50 Meter.

Sicherheitsgurten und Kindersitze

Die wichtigsten Vorschriften

Mitfahrer

In und auf Fahrzeugen dürfen nur so viele Personen mitgeführt werden wie Plätze bewilligt sind

Sicherheitsgurten

Auf allen Plätzen, die mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, müssen diese auch benützt werden. Diese Pflicht gilt in allen Fahrzeugen und insbesondere auch in Reisecars, Taxis, Schulbussen, Fahrzeugen von Sportvereinen usw. Angurten müssen sich Fahrzeugführer/in und mitfahrende Personen jeden Alters.

Verantwortlichkeit

Auf Plätzen mit Sicherheitsgurten ist der Fahrzeugführer bzw. die Fahrzeugführerin dafür verantwortlich, dass Kinder bis 12 Jahre korrekt gesichert sind.

Wie müssen Kinder gesichert werden?

Kinder unter 12 Jahren (wenn sie kleiner als 150 cm sind) müssen mit einer geeigneten und geprüften Kinderrückhaltevorrichtung gesichert werden.

Kinder ab einer Körpergrösse von 150 cm und Personen ab 12 Jahren müssen die vorhandenen Sicherheitsgurten tragen.

Ausnahmen von der Pflicht, Kinderrückhaltevorrichtungen zu verwenden

In Gesellschaftswagen (Cars) und auf speziell für Kinder zugelassenen Sitzplätzen mit reduzierten Abmessungen gilt eine abweichende Regelung: Dort müssen Kinderrückhaltevorrichtungen nur für Kinder bis vier Jahre verwendet werden. Auf Sitzplätzen, welche lediglich mit einem Beckengurt ausgerüstet sind, ist die Verwendung einer Kinderrückhaltevorrichtung nur für Kinder bis sieben Jahre erforderlich.

Mitführen von mehreren Kinderrückhaltevorrichtungen

Ob auf der hinteren Sitzreihe eines Personenwagens drei Kinderrückhaltevorrichtungen gleichzeitig nebeneinander verwendet werden können, hängt wesentlich vom Fahrzeug, den verwendeten Rückhaltevorrichtungen und dem Alter bzw. dem Gewicht der Kinder ab.

Verwendung von Kinderrückhaltevorrichtungen auf den Vordersitzen

Kinder dürfen unabhängig von ihrem Alter grundsätzlich auch auf dem Beifahrersitz mitgeführt werden. Sind Airbags vorhanden, dürfen aber nach hinten gerichtete Rückhaltevorrichtungen (Reboard) nur dann verwendet werden, wenn der Airbag deaktiviert ist. Nach vorne gerichtete Rückhaltevorrichtungen dürfen auf Plätzen mit Airbag verwendet werden, wenn dies in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugherstellers nicht ausgeschlossen ist.

TCS/bfu Kinder im Auto (PDF, 560 KB)

TCS/bfu Ratgeber Auto-Kindersitze (PDF, 4.8 MB)

Verhalten bei Verkehrsunfall

Merken Sie sich bitte die wichtigsten Regeln

1. Überblick verschaffen

Nerven nicht verlieren, Warnblinker und Abblendlicht einschaltenÜberblick verschaffen über Zahl, Art und Lage der am Unfall beteiligten FahrzeugeGibt es Verletzte?Besteht Brand- oder Explosionsgefahr? Gibt es Fahrzeuge mit gefährlichen Gütern?

2. Absichern der Unfallstelle

Pannendreieck mindestens 50 Meter von der Unfallstelle entfernt aufstellen. Wo schnell gefahren wird, in 100 Metern Entfernung.Das Pannendreieck sollte griffbereit sein, z.B. unter dem Sitz. Es gehört nicht in den Kofferraum.

3. Nothilfe leisten

Verletzte unverzüglich aus der Gefahrenzone bringen (nachfolgender Verkehr, Brandgefahr der Fahrzeuge)1. Hilfe leisten, evtl. Auto-Apotheke zu Hilfe nehmen

4. Rettungsdienste alarmieren

Polizei 117, Sanität 144 oder bei Brand Feuerwehr 118 anrufen

5. Verletzte betreuen

Betreuen, genau beobachten, sich mit ihnen unterhalten

Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit! Besonders auf Autobahnen und Strassen mit schnellem Verkehr besteht auch für die Helfer ein grosses Risiko.

Tiere im Verkehr

Verhalten in Autobahnbaustellen

Höchste Aufmerksamkeit ist gefragt!

Um das Unfall- und Staurisiko zu reduzieren, rät die Kantonspolizei:

  • Die signalisierte Höchstgeschwindigkeit einhalten, gleichmässig und fliessend fahren.
  • Im „offenen Reissverschluss“ fahren: d.h. als PW-Fahrer auf dem Überholstreifen versetzt zu den Fahrzeugen auf dem rechten Fahrstreifen fahren.
  • Mindestens 2 Sekunden Abstand zum vorderen Fahrzeug halten: dadurch bleibt Zeit zum Handeln und Entscheiden.
  • Sind weisse und orange Bodenmarkierungen angebracht, so gelten immer die orangen.
  • Bei Pannen im Baustellenabschnitt umgehend den Polizeinotruf 117 wählen.
  • Radio einschalten - aktuelle Verkehrsmeldungen hören.
  • Baustellen nicht umfahren; der Zeitaufwand für das Ausweichen auf stark befahrene Kantonsstrassen und Stadtgebiete ist grösser.

Die Kantonspolizei Aargau wünscht eine unfallfreie Fahrt!

Verhalten bei Stau

Gasse für Rettungsfahrzeuge bilden!

Zufahrt für die Rettungskräfte freihalten

Bei Staubildung muss zwischen den Fahrzeugkolonnen eine Gasse für Notfallfahrzeuge gebildet werden:

Autobahn mit zwei Fahrstreifen

Im Stau auf dem linken Fahrstreifen am linken Rand und auf dem rechten Fahrstreifen ganz rechts anhalten.

Autobahn mit drei Fahrstreifen

Auf Autobahnen mit drei oder mehr Fahrstreifen ist eine Gasse zwischen den zwei äussersten Fahrstreifen links zu bilden.

Verhalten im Tunnel

Richtiges Verhalten kann Leben retten!

Stau

  • Warnblinker einschalten, um die Verkehrsstockung zu signalisieren
  • Genügend Platz für die Durchfahrt von Notfallfahrzeugen frei lassen: Gasse bilden
  • Motor abschalten
  • Radio einschalten: Verkehrsinformationen verfolgen. Polizei kann Anweisungen direkt via Radio DRS verbreiten.
  • Nur auf polizeiliche Anordnung das Fahrzeug verlassen. Zündschlüssel stecken lassen.

Feuer im Tunnel

  • Gasse bilden: Fahrzeug seitlich am Tunnelrand anhalten.
  • Motor abstellen und Zündschlüssel stecken lassen.
  • Sofort Fluchtweg suchen: das Fahrzeug unverzüglich verlassen und sich in Sicherheit bringen. Jede Sekunde zählt! Niemals dem Rauch entgegenlaufen.
  • Nicht in Panik geraten: An der Tunnelwand entlang gehen. Den Angaben der Hinweistafeln zu einem Notausgang oder einem Schutzraum folgen.
  • Niemals mit Fahrzeug wenden oder rückwärts fahren.

Panne / Brand

  • Warnblinkanlage einschalten, um Gefahr zu signalisieren.
  • Beginnt das Fahrzeug während der Fahrt zu brennen, falls möglich aus dem Tunnel herausfahren.
  • Ist dies nicht möglich, rechts heranfahren.
  • Sofort Motor abstellen und Zündschlüssel stecken lassen.
  • Über Notrufsäule Polizei verständigen.
  • Versuchen, mit dem eigenen Feuerlöscher oder dem der Schutznische den Brand zu löschen.
  • Kann das Feuer nicht gelöscht werden, den Angaben der Hinweistafeln zu einem Notausgang oder einem Schutzraum folgen.

Schutzraum

  • Hilfe anfordern (SOS-Notrufsäule im Schutzraum)
  • Erste Hilfe leisten
  • Ruhe bewahren und auf Hilfe warten (Schutzraum nicht verlassen, in diesen kann kein Rauch eindringen).
  • Anweisungen der Tunneldurchsagen (Lautsprecher) folgen.

Liefer- und Lastwagen

  • Nie am Brandobjekt vorbeifahren, wenn sich im Fahrzeug gefährliche Güter (SDR) befinden (frühzeitig ausstellen).

TCS Tunnelbroschüre (PDF, 547 KB)

Aeltere Fahrzeuglenker

Sicher Fahren im Alter

Gesundheits-Check

Ab dem 70. Lebensjahr ist alle zwei Jahre eine Kontrolluntersuchung bei einem Arzt obligatorisch. Er beurteilt, ob Sie fahrtauglich sind. Bei chronischen oder fortschreitenden Krankheiten kann eine Zusatzuntersuchung oder eine Kontrollfahrt für eine schlüssige Beurteilung der Fahreignung erforderlich sein.

Müssen Sie Medikamente nehmen?

Die Einnahme von bestimmten Arzneimittel kann einen Einfluss auf das Fahrverhalten haben. Fragen Sie Ihren Arzt.

Sind Sie fit?

Sind Sie manchmal im Strassenverkehr überfordert? Ärgern Sie sich vielfach über die Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer? Hören Sie von Familie, Freunden oder Bekannten, dass Sie unsicher im Strassenverkehr unterwegs sind? Setzen Sie ein Zeichen für die Verkehrssicherheit, geben Sie ihren Führerausweis freiwillig ab.

terzStiftung - Tipps für Mobilität im Alter (öffnet in einem neuen Fenster)