Vogelgrippe: Massnahmen aufgehoben

Die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im letzten November verordneten Massnahmen zur Verhinderung der Ansteckung von Hausgeflügel und anderen Vogelarten durch das Vogelgrippe-Virus vom Subtyp H5N8 wurden vorzeitig aufgehoben. Dies ist möglich, da viele Zugvögel aufgrund des warmen Wetters die Schweiz bereits Richtung Norden verlassen haben.

Die Vogelgrippe-Situation in Europa hat sich deutlich entspannt. Die Schutzmassnahmen konnten im vergangenen Winter dank der Mitwirkung und Solidarität der Geflügelhaltenden ohne grössere Probleme umgesetzt werden. Die Aufhebung der Schutzmassnahmen bedeutet, dass das Geflügel wieder uneingeschränkt mit Gänsen und Laufvögeln ins Freie darf. Die Fütterung im Freien ist wieder erlaubt; auch das Verbot von Geflügelmärkten und Ausstellungen ist aufgehoben.

Keine Tiere oder tierischen Produkte aus Asien

Obwohl die Gefahr einer Einschleppung in Hausgeflügelbestände nun deutlich verringert ist, bleibt die Gefahr eines neuen Vogelgrippe-Ausbruchs bestehen. In Asien grassiert die Vogelgrippe nach wie vor und eine erneute Einschleppung in westeuropäische Länder ist jederzeit möglich. Der Schmuggel von lebenden Vögeln sowie Federn, Eiern und Fleisch aus den verseuchten Gebieten Asiens stellt eine grosse Gefahr für die Einschleppung des Vogelgrippe-Virus dar.

Touristen sollten auf keinen Fall Federn, Eier oder andere Produkte aus asiatischen Geflügelhaltungen in die Schweiz mitbringen. Werden Personen an der Grenze mit illegalen Waren betroffen, drohen hohe Strafen.

Es gilt also weiterhin, wachsam zu sein. Bei aussergewöhnlichen oder aussergewöhnlich hohen Mortalitätsraten von Tierbeständen in privaten oder gewerblichen Geflügelhaltungen gilt die Meldepflicht. Es muss umgehend ein Tierarzt oder eine Tierärztin kontaktiert werden.

Registrierungspflicht für Geflügelhaltungen

Seit dem Jahre 2010 müssen alle Geflügelhaltungen bei der Abteilung Landwirtschaft des Kantons registriert sein. Geflügelhaltende, welche bei der Abteilung Landwirtschaft nicht registriert sind, werden aufgefordert, dies nachzuholen. Schreiben Sie dazu bitte eine E-Mail an folgende Adresse: . Es ist (a) die vollständige Adresse des Halters und die Adresse des Standorts der Geflügelhaltung anzugeben, und (b) die Anzahl des derzeit gehaltenen Geflügels unter Angabe der Geflügelart (Hühner, Poulets, Truten, Enten, Gänse, Strausse, Emus etc.).