Tierseuchen

Eine der Kernaufgaben des Veterinärdiensts ist die Bekämpfung von Tierseuchen. Dazu gehören Prävention und Überwachung genauso wie die Bekämpfung eines Ausbruchs.

Der Ausbruch einer Tierseuche kann – bei nicht fachgerechter Bekämpfung – immense volkswirtschaftliche Schäden hervorrufen und der Exportwirtschaft nachhaltig schaden. Einige der Krankheiten können durch direkten Kontakt auf Menschen übertragen werden; es sind dies beispielsweise Tuberkulose, Tollwut oder Chlamydiose der Vögel. Andere Krankheiten wiederum werden indirekt über tierische Produkte wie Fleisch oder Milch übertragen. Dazu gehören die tierartenspezifischen Brucellosen und Salmonellosen.

Es gehört zu den Kernaufgaben der Veterinärdienste auf Bundes- und Kantonsebene, Tierbestände sowie Menschen durch geeignete prophylaktische Massnahmen vor ansteckenden Krankheiten und Seuchen zu schützen und im Ernstfall derart einzugreifen, dass sich die Krankheiten nicht ausbreiten können.

In der eidgenössischen Tierseuchenverordnung sind 73 Krankheiten aufgeführt, die seuchenhaft verlaufen und bei Tieren schwere Schäden verursachen können. Diese Krankheiten sind meldepflichtig. Sie sind in folgende Kategorien eingeteilt: