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Invasive Neobiota: Was tun?

Die kostengünstigste Massnahme gegen invasive Neophyten ist die Prävention. Es ist wichtig, zu verhindern, dass zusätzlich neue Standorte mit invasiven Neophyten entstehen. Voraussetzung dafür ist, dass die problematischen Pflanzen in der Bevölkerung bekannt sind. Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen für Gartenbesitzer und Interessierte zusammengestellt.

Was können Sie in Ihrem Garten tun?

Schon bei der Planung und Pflege des eigenen Gartens können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, damit invasive Neophyten gar nicht erst in die Umwelt gelangen:

  • Entscheiden Sie sich dafür, einheimische Pflanzen anzupflanzen.
  • Ersetzen Sie invasive Neophyten durch einheimische Pflanzen.
  • Möchten Sie invasive Neophyten wie z.B. Sommerflieder im Garten unbedingt behalten, schneiden Sie die Blütenstände vor der Samenreife ab.
  • Entsorgen Sie Samenstände und Wurzeln von invasiven Neophyten im Kehricht.

Weitere Informationen finden Sie im Info-Flyer "Exotische Pflanzen im Garten - Was tun?" (PDF, 8 Seiten, 2.6 MB)
Dieser Flyer enthält nicht nur Tipps, wie 9 problematische invasive Neophyten bekämpft werden können, sondern empfiehlt auch einheimische Alternativ-Pflanzen für den Garten. Sie können den Flyer kostenlos bei der Koordinationsstelle Neobiota bestellen.

Bekämpfung von invasiven Neophyten

Für alle invasiven Neophytenarten gilt: Die Bekämpfung benötigt Disziplin und Ausdauer. Die Bekämpfung muss mehrmals jährlich und über mehrere Jahre hinweg durchgeführt werden, wenn sie langfristig Erfolg haben soll. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die korrekte Entsorgung von Grüngut und Bodenaushub zu legen.

Die optimale Bekämpfungsmethode ist von der Biologie der Pflanzenart abhängig und damit für jede invasive Neophytenart anders. Die AGIN (Nationale Arbeitsgruppe Invasive Neobiota) hat Bekämpfungsmerkblätter herausgegeben, auf denen der aktuelle Wissenstand zu möglichen Bekämpfungsmethoden je Art zusammengestellt ist:

Bodenaushub und Gartenabfälle

Invasive Neophyten werden häufig unwissentlich über Bodenaushub oder mit Gartenabfällen, die nicht korrekt entsorgt werden, weiterverbreitet. Unter «Mehr zum Thema» finden Sie ein kantonales Merkblatt zum korrekten Umgang mit Bodenmaterial, das Pflanzenmaterial von invasiven Neophyten enthält sowie eine nationale Empfehlung zur korrekten Entsorgung von Grüngut mit invasiven Neophyten.

Standorte von invasiven Neophyten melden

Gerade bei Bauvorhaben ist es wichtig, zu wissen, wo der Asiatische Staudenknöterich oder der Essigbaum im Siedlungsgebiet vorkommt. Nur wenn die Pflanzen bekannt sind, ist eine fachgerechte Entsorgung von Bodenaushub und Pflanzenmaterial möglich. Sie können nach einer einmaligen Registrierung Ihre Beobachtungen zu Standorten dieser beiden und weiterer invasiver Neophyten im Neophyten-Feldbuch von Info Flora eintragen und so dabei mithelfen, dass eine versehentliche Verschleppung dieser Pflanzen verhindert wird. Neophyten-Feldbuch (öffnet in einem neuen Fenster)

Informationen zum Buchsbaumzünsler

Raupen des Buchsbaumzünslers im typischen Gespinst mit Kotkrümeln Bild vergrössern
© Kanton Aargau

Für Schlagzeilen hat in den letzten Jahren ein besonders gefrässiger Vertreter der invasiven Neozoen gesorgt: Der Buchsbaumzünsler. Die Raupen dieses osatasiatischen Falters, der 2007 in der Schweiz eingetroffen ist, stillen ihren grossen Hunger mittlerweise an Buchsbaumpflanzen im ganzen Kanton. Unter «Mehr zum Thema» finden Sie ein ausführliches Merkblatt der Stadtgärtnerei Basel zum Buchsbaumzünsler.Dies sind die wichtigsten Informationen zum Buchsbaumzünsler:

  • Der Buchsbaumzünsler befällt ausschliesslich Buchsbaumpflanzen.
  • Der Buchsbaumzünsler ist kein Quarantäneorganismus und darum nicht meldepflichtig und auch nicht bekämpfungspflichtig.
  • Abgestorbene Buchs-Pflanzen, Eigelege und Raupen des Buchsbaumzünslers sollten im Kehrichtsack bzw. bei grossen Mengen direkt via KVA entsorgt werden, um eine
    weitere Verbreitung zu verhindern.
  • Im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des BLW (öffnet in einem neuen Fenster) (Bundesamt für Landwirtschaft) finden Sie unter Buchsbaumzünsler, die aktuell zugelassenen Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung
    des Buchsbaumzünslers. (Im Merkblatt der Stadtgärtnerei Basel ist absichtlich ein alter Stand angegeben, da diese Zulassungen wöchentlich ändern können.)
  • Je kleiner die Raupen, desto besser wirken die Pflanzenschutzmittel. Darum sollte Sie Ihre Buchspflanzen ab Ende Februar regelmässig kontrollieren. Schauen Sie dabei besonders ins Innere der Pflanze – die Falter legen die Eier bevorzugt im Inneren der Pflanze in Stammnähe ab, so dass die Raupen ungestört von innen nach aussen fressen können. Fallen die die Raupen bereits aussen an der Pflanze auf, sind sie bereits recht gross und die Bekämpfung wird schwieriger.
  • Manchmal bleibt nur noch der Umstieg auf eine andere Pflanze. Mögliche Ersatzpflanzen für den Buchsbaum sind z.B. Stechpalme (Ilex), Liguster oder Eibe. Lassen Sie sich in einem Gartenfachgeschäft beraten, welche Pflanze für Ihren Standort geeignet ist.

Nationale Aktionstage Arten ohne Grenzen

Aktionstage 'Arten ohne Grenzen', Karikatur eines Frosches der durch einen Gartenzaun steigt
© Arten ohne Grenzen

Jährlich finden in der ganzen Schweiz die Aktionstage "Arten ohne Grenzen" statt. Ziel dieser nationalen Aktionstage ist es, die Bevölkerung über das Thema invasive Neobiota zu informieren. Es werden Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Angebote für Kinder sowie gezielte Bekämpfungsaktionen gegen invasive Neophyten angeboten. Die Aktionen werden von Gemeinden, Schulen, kantonalen Fachstellen oder Vereinen organisiert.

Alle, die sich engagieren möchten, finden Informationen und Hilfsmittel zur Organisation solcher Anlässe auf der Internetseite (öffnet in einem neuen Fenster) von Arten ohne Grenzen.

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