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Biosicherheit

Wer mit gentechnisch veränderten, pathogenen oder einschliessungspflichtigen gebietsfremden Organismen arbeitet, muss seine Tätigkeit beim Bund melden. Für die Überwachung der betroffenen Betriebe ist die Chemiesicherheit zuständig.

Freisetzungsversuche mit pathogenen, gentechnisch veränderten und einschliessungspflichtigen gebietsfremden Organismen sowie das Inverkehrbringen dieser Organismen unterstehen der Freisetzungsverordnung (FrSV) und benötigen in jedem Fall eine Bewilligung vom Bund. Aktuell gibt es im Kanton Aargau keine Freisetzungsversuche.

Tätigkeiten mit pathogenen, gentechnisch veränderten und einschliessungspflichtigen gebietsfremden Organismen in geschlossenen Systemen unterstehen der Einschliessungsverordnung (ESV) und müssen der Kontaktstelle Biotechnologie des Bundes (KBB) gemeldet und gegebenenfalls vom Bund bewilligt werden. Die Biosicherheitsinspektorin verfasst Stellungnahmen zu den Meldungen und Bewilligungsanträgen der Aargauer Betriebe. Sie überprüft die Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsmassnahmen regelmässig vor Ort.

Wer ist der ESV unterstellt?

Alle Betriebe, die absichtlich mit pathogenen, gentechnisch veränderten oder einschliessungspflichtigen gebietsfremden Organismen in geschlossenen Systemen umgehen, sind von der ESV betroffen und müssen die Sorgfaltspflicht und entsprechende Sicherheitsmassnahmen einhalten. Diese sind abhängig von der Art der Tätigkeit und von den Eigenschaften der verwendeten Organismen.
Folgende Betriebe können der ESV unterstellt sein:

  • Laboratorien an Hochschulen, Forschungsanstalten, in der Industrie oder in Spitälern
  • Gewächshäuser von Forschungsanstalten, Hochschulen oder der Industrie
  • Produktionsanlagen der Industrie
  • Tieranlagen an Hochschulen oder in der Industrie
  • Schulen, die im Biologieunterricht Mikroorganismen einsetzen

Melde-, Bewilligungsformulare und Vollzugshilfen (inkl. der Vorlage für ein betriebliches Sicherheitskonzept für ESV-Tätigkeiten der Klasse 2) finden Sie auf dieser Internetseite (öffnet in einem neuen Fenster) der Sektion Biotechnologie des Bundesamtes für Umwelt BAFU.

Was wir tun

  • Wir überprüfen die Meldungen und Bewilligungsanträge von Betrieben und verfassen dazu Stellungnahmen zuhanden des Bundes.
  • Wir kontrollieren an regelmässigen Inspektionsbesuchen der ESV-Betriebe, ob die Sorgfaltspflicht, die Pflicht zum Umgang im geschlossenen System und die Sicherheitsmassnahmen eingehalten werden.
  • Wir beurteilen Baugesuchen von bestehenden oder geplanten ESV-Betrieben im Rahmen des ordentlichen Baugesuchsverfahrens.
  • Wir überwachen die Sorgfaltspflicht bei Freisetzungsversuchen und beim Inverkehrbringen von gentechnisch veränderten, pathogenen oder gebietsfremden Organismen.
  • Wir beurteilen bei Projekten der Sicherheitsklassen 3 und 4 die erforderliche Risikobewertung und den Kurzbericht gemäss Störfallverordnung (StFV). Aktuell werden im Kanton Aargau keine Projekte der Sicherheitsklasse 3 und 4 durchgeführt.
  • Geben die Kontrollen Anlass zu Beanstandungen, werden die erforderlichen Massnahmen angeordnet. Ausserdem wird die Kontaktstelle Biotechnologie des Bundes jährlich über die Kontrolltätigkeiten und die Beanstandungen informiert.

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