Vorbereiten ist besser als Heilen: Gefährdungsanalyse Aargau

Die Gefährdungsanalyse ist die Grundlage für das Risikomanagement des Kantons Aargau. Massnahmen zur Prävention und Bewältigung von Katastrophen und Notlagen werden anhand dieser Grundlage geplant.

Vorgehen – das Undenkbare denken

Um eine Gefährdungsanalyse zu erstellen, mussten zuerst die Gefahren für den Kanton und für die Regionen erkennt, beurteilt und bestimmt werden.

Dies geschah in diversen Workshops, bei denen Vertreterinnen und Vertreter der Partner des Bevölkerungsschutzes, externe Spezialistinnen und Spezialisten und regionale Vertreterinnen und Vertreter teilgenommen haben. Anhand von regionalen, nationalen und auch internationalen Vorkommnissen wurden 25 Szenarien eruiert. Innerhalb jedes Szenarios wurden verschiedene Stufen und ihre Auswirkungen durchdacht, von leicht bis katastrophal. Die bestmögliche Vorbereitung erreicht man dadurch, dass man in alle Richtungen denkt und auch das Undenkbare berücksichtigt.

Zusammenarbeit – In Krisen Köpfe kennen

In weiteren Workshops wurden für die 25 Szenarien Vorgehensweisen erarbeitetet. So konnten mögliche personelle, materielle oder organisatorische Defizite aufgedeckt und behoben werden. Diese Zusammenarbeit fördert auch die Vernetzung der Regionen und der Bevölkerungsschutzpartner, ganz nach dem Motto: In Krisen Köpfe kennen.

Resultat – eine umfassende Gefährdungsanalyse

Der Kanton Aargau verfügt nun über eine umfassende Gefährdungsanalyse, anhand welcher Massnahmen zur Krisenbewältigung erarbeitet wurden. Die Analyse wird fortlaufend weitergeführt und aktuelle Daten und Erkenntnisse werden laufend eingebaut. Dazu werden weltweit die Massnahmen und ihre Erfolge bei Katastrophen mitberücksichtigt.

Kanton Aargau – eine Pionierleistung

Die Gefährdungsanalyse des Kantons Aargau ist in ihrem Umfang einzigartig in der Schweiz. Mit Bund und (Nachbar-)Kantonen wird immer enger zusammengearbeitet und Erfahrungen werden laufend ausgetauscht.