Heilmittel – Qualität und Sicherheit

Der Kantonsapotheker arbeitet mit dem von den Nordwestschweizer Kantonen betriebenen regionalen Heilmittelinspektorat (RHI), den Kantonsapotheken sowie verschiedenen Bundesbehörden, zum Beispiel mit Swissmedic und dem Bundesamt für Gesundheit, zusammen.

Dem Kantonsapotheker obliegt die Aufsicht über die pharmazeutischen Berufe und die Heilmittelabgabestellen. Dazu gehören Apotheken, Drogerien, Praxisapotheken, Spitäler und Heime. Er führt die entsprechenden Inspektionen durch oder organisiert sie.

Der Kantonsapotheker betreibt keine eigene Apotheke; bei ihm können keine Heilmittel eingekauft oder besorgt werden. Er führt auch keine Analysen von Produkten durch. Diese erfolgen beim Amt für Verbraucherschutz oder in den Labors der Heilmittelkontrollen von Zürich oder Bern.

Hauptthemen

Herstellung

Swissmedic ist die Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel. Für ein Heilmittel besteht grundsätzlich eine Bewilligungspflicht, bevor es hergestellt oder verkauft werden darf. Das Bundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz Heilmittelgesetz, regelt Ausnahmen wie zum Beispiel kantonale Herstellungsbewilligungen. Der Kantonsapotheker kann neben der eidgenössischen eine kantonale Herstellungsbewilligung erteilen für Heilmittel, die aufgrund individueller Vorschriften beziehungsweise Rezepte in Apotheken und Drogerien hergestellt werden.

Versand

Der Versand von Arzneimitteln ist gemäss Art. 27 Heilmittelgesetz grundsätzlich verboten. Es sind jedoch Ausnahmen möglich:

Eine Bewilligung für den Versandhandel mit Arzneimitteln kann nur öffentlichen Apotheken erteilt werden, wenn die im Art. 29 der Arzneimittelverordnung festgelegten Anforderungen erfüllt werden. Die Kantonsapothekervereinigung hat dazu eine Leitlinie herausgegeben:

Arznei- und Lebensmittel

In diesem Bereich besteht eine Schnittstelle mit dem Amt für Verbraucherschutz. In Apotheken und Drogerien dürfen nur Präparate abgegeben werden, die dem Heilmittelgesetz oder dem Lebensmittelgesetz entsprechen.

Nahrungsergänzungen unterstehen dem Lebensmittelgesetz. Darum dürfen sie beispielsweise nicht als Heil- oder Schlankheitsmittel angepriesen und beworben werden.

Betäubungsmittelretouren

Nach der Revision der Betäubungsmittelgesetzgebung im Sommer 2011 entfällt für den Detailhandel die Meldpflicht über (ABEKO). Für Lagerartikel, die verfallen sind oder aus anderen Gründen retourniert werden müssen, genügt ein Lieferschein an den Kantonsapotheker. Betäubungsmittel zur Entsorgung müssen dem Kantonsapotheker per Einschreiben gesendet werden.

Schengenbescheinigung

Informationen zu Reisen von Kranken und zum Mitführen von Betäubungsmitteln im Schengenraum finden Sie bei Swissmedic (öffnet in einem neuen Fenster).

Inspektionsprotokoll

Inspektion einer Heilmittelabgabestelle durchführen

Inspektionen müssen regelmässig in allen Heilmittelabgabestellen (Detailhandelsbetrieben) und bei den Inhabern einer Betäubungsmittelbewilligung durchgeführt werden.

Ablauf

Die Kontrollen werden einheitlich anhand des Inspektionsprotokolls durchgeführt. Dabei wird der Kantonsapotheker durch Apotheken- und Drogerie-Inspektorinnen und -inspektoren unterstützt. Dies sind Berufsleute, die im Kanton Aargau eigene Apotheken oder Drogerien betreiben und durch das Departement Gesundheit und Soziales in dieses Nebenamt gewählt wurden.

Fristen & Termine

Keine Fristen oder Termine angegeben

Kosten

Inspektionskosten je nach Aufwand.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Verordnung über die Gebühren in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Zivilschutz (SR 301.151) (öffnet in einem neuen Fenster)

Rechtliche Grundlagen

Bundesebene

Kantonsebene