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Tabakprävention im Kanton Aargau

Im Kanton Aargau konsumieren rund 150'000 Menschen Tabakerzeugnisse. Davon rauchen 74 Prozent täglich sowie 26 Prozent gelegentlich. Hinzu kommt, dass immer noch viele Menschen dem Passivrauchen ausgesetzt sind, obwohl das Rauchen in öffentlichen Räumen seit 2009 untersagt ist. Für den Kanton Aargau entstehen in diesem Zusammenhang soziale Kosten von umgerechnet rund 820 Millionen Franken jährlich. Die Bekämpfung des Tabakmissbrauchs hat daher hohe gesundheitspolitische Priorität.

Die Vision der Tabakpräventionsstrategie (TPS) des Kantons Aargau ist es erstens, den Tabakkonsum bis 2050 im Kanton Aargau im Vergleich zum Jahr 2010 um 50 Prozent zu reduzieren und zweitens, dass Nichtrauchen zur gesellschaftlichen Norm wird.

Tabakpräventionsstrategie Kanton Aargau (PDF, 14 Seiten, 5.2 MB)

Tabakpräventionsprogramm 2016-2019

Für die Umsetzung der TPS wurde ein kantonales Tabakpräventionsprogramm (TPP) entwickelt, welches die verschiedenen Angebote, Projekte und Massnahmen der Tabakprävention im Kanton Aargau unter Einbezug möglichst aller Akteure bündelt und koordiniert. Eine kantonale Steuergruppe sorgt für die erfolgreiche Umsetzung und systematische Reflexion des Programms und legt die Kriterien für die Förderung weiterer Projekte fest.

Tabakpräventionsprogramm Kanton Aargau (PDF, 24 Seiten, 323 KB)

Drei Strategien

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Konsum von Tabak sehr schnell zu einer Abhängigkeit führt. Im Rahmen weiterer Erhebungen wurde zudem aufgezeigt, in welchen Altersgruppen, aufgeteilt in verschiedene Lebensphasen, der Tabakkonsum am ehesten beeinflusst werden kann. Insbesondere mit dem Übertritt in die Berufs-/Mittelschule lässt sich eine erhöhte Einsteigerquote feststellen. Je früher der Einstieg und je länger die Raucherkarriere, desto schwieriger wird das Aufhören und gravierender sind die Folgen. Das Verhindern des Einstiegs erhält daher hohe Priorität in der Tabakprävention.

Der Kanton Aargau verfolgt drei Strategien, um einerseits den Konsum von Tabakprodukten in der Bevölkerung zu senken und andererseits die Menschen vor den Folgen des Tabakkonsums zu schützen.

1. Einstieg verhindern

Besondere Beachtung gilt der Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Phase der Identitätsfindung im Rahmen ihrer Ausbildung darin bestärkt werden sollen, gar nicht mit dem Rauchen anzufangen.

2. Passivrauchen vermeiden

Kinder und Jugendliche zu Hause, in der Freizeit oder während ihrer Ausbildung, sowie auch Mitarbeitende in Betrieben sollen durch geeignete Massnahmen vor dem Passivrauchen geschützt werden.

3. Ausstieg unterstützen

Rauchstopps sollen gefördert und Rauchstoppwillige aktiv bei ihrem Ausstieg unterstützt werden. Eine gute Möglichkeit dazu bietet sich insbesondere in Betrieben, in welchen Erwachsene im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit die meiste Zeit verbringen.

Schlüsselpersonen und Zielgruppen

Dank der Abkehr von einem meist auf das Individuum zentrierten Ansatz hin zu einem Ansatz, der die sozial-räumlichen Bedingungen (Settings) der Zielgruppe berücksichtigt, kann eine höhere Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Interventionen bei vergleichbarem Aufwand erreicht werden.

Im Rahmen des TPP 2016-2019 wird die kantonale Tabakprävention auf vier Settings ausgerichtet:

  • Die Familie umfasst die ganze Lebensspanne, wobei sich die Rollen der Mitglieder über die Zeit stark ändern (Kinder werden zu Eltern, Erziehende, Partner etc.).
  • Der Bereich Freizeit und Vereine umfasst einen vielfältigen Teil der Lebenswelt ausserhalb von Familie, Schule und Betrieb und ist ebenfalls zeitlich unbegrenzt.
  • Die Schule umfasst eine für die die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schülern besonders wichtige und lange Zeitspanne vom ersten Kindergartenjahr bis zum Ausbildungsabschluss.
  • Das Setting Betrieb deckt bei den Erwerbstätigen den wichtigen und langen Zeitabschnitt des Erwachsenseins ab.

Projekte

Folgende Projekte sind aktuell Teil des Tabakpräventionsprogramms 2016-2019 des Kantons Aargau.

Übersicht der Projekte in der Tabakprävention (PDF, 4 Seiten, 315 KB)

Zu einzelnen Projekten finden Sie hier noch mehr Informationen:

Familien

Freizeit/Verein

Schulen

Betrieb

Zusätzliche Angebote

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