Suchtberatung und Suchtbehandlung

Die Behandlungskette abhängiger Menschen umfasst verschiedene Möglichkeiten und richtet sich nach der individuellen Problemstellung (Betroffene, Angehörige, Suchtmittel, Grad der Abhängigkeit etc.)

Ambulante Suchtberatung

Im Aargau besteht ein dezentrales Netz von zehn ambulanten Suchtberatungsstellen. Diese werden von vier privaten Trägerschaften geführt, die alle – mit Ausnahme des Ambulatoriums Lenzburg – mit dem Kanton in einem Leistungsvertragsverhältnis stehen. Ihre Angebote sind kostenlos und politisch sowie konfessionell neutral.

Opiatsubstitution

Bei einer Opiatsubstitution wird eine betäubungsmittelabhängige Person mit einem Ersatz (Methadon, Subutex) behandelt. Eine solche Behandlung muss vom Kantonsarzt bewilligt werden. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt müssen diese Bewilligung beantragen.

Opiatsubstitution beantragen

Suchtmittelentzug

Für Suchtmittelentzugsbehandlungen bestehen zwei spezialisierte Einrichtungen. Zusätzlich führen auch Akutspitäler Entzugsbehandlungen (vor allem Alkoholentzüge) durch.

Suchtmittelentzug: Einrichtungen

Stationäre Suchtmitteltherapie

Im Aargau befinden sich vier spezialisierte Einrichtungen für stationäre Suchttherapie mit insgesamt 109 Plätzen (54 legaler, 55 illegaler Bereich). Sie werden von zwei privaten qualitätszertifizierten Stiftungen betrieben. Die Trägerschaften bieten zudem auch Nachbetreuungsmöglichkeiten an.

Die heroingestützte Abgabestelle Aargau HAG wird von der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch geführt.

Suchtmitteltherapie: Einrichtungen