Umsetzung in den Gemeinden

Damit die Angebote der Frühen Förderung bedarfsgerecht und wirksam sind, müssen sie den lokalen Gegebenheiten angemessen sein. Die Gemeinden spielen deshalb in der Frühen Förderung eine zentrale Rolle.

Die Frühe Förderung von Kindern im Vorschulalter ist primär im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden und Städte. In den letzten Jahren wurde im Kanton Aargau an vielen Orten unterschiedliche Massnahmen umgesetzt.

Orientierungshilfe für Gemeinden

Im Rahmen des Projekts "Die Gemeinden als strategische Plattform und Netzwerker der frühen Förderung" wurde auf Initiative des Schweizerischen Gemeindeverbands im Rahmen des Nationalen Programms gegen Armut eine Orientierungshilfe für kleinere und mittlere Gemeinden erarbeitet.

Die Orientierungshilfe hilft Gemeinden, sich in einer Vielfalt zurechtzufinden, indem sie bestehende Studien und eine Übersicht über bestehende Arbeitsinstrumente bietet. Darüber hinaus gibt sie Anregungen zur Entwicklung einer kommunalen Strategie der Frühen Förderung.

Orientierungshilfe für kleinere und mittlere Gemeinden zur Frühen Förderung (PDF, 36 Seiten, 1.2 MB)

Praxisbeispiele

Im Folgenden stellen wir eine Auswahl an Praxisbeispielen vor.

Gemeinde Pratteln: Koordination durch die Fachstelle frühkindliche Bildung (PDF, 2 Seiten, 35 KB)

Gesamtkoordination in Zuchwil mit Vorkindergarten (PDF, 2 Seiten, 37 KB)

Projekt FF3 der Mütter- und Väterberatung Region Baden (PDF, 2 Seiten, 38 KB)

Zusammenarbeit der Gemeinde Horw mit Spielgruppen (PDF, 2 Seiten, 38 KB)

Stadt Aarau

Der Fachbereich Kind und Familie der Sektion Gesellschaft fungiert in der Stadt Aarau als Koordinationsstelle im Bereich Frühe Förderung.

Mit finanzieller Unterstützung des Kantons und des Bundes wurden ab 2009 mit diversen lokalen Akteuren institutionsübergreifende Massnahmen erarbeitet, um Aarauer Familien von der Schwangerschaft bis zum Kindergarteneintritt zielgerichtet zu begleiten und gute Rahmenbedingungen für die individuelle, ganzheitliche Entwicklung aller Kinder schaffen.

Allen Familien mit Kindern im Vorschulalter stehen an verschiedenen Standorten niederschwellige Anlaufstellen und Treffpunkte in Form von fachlich geleiteten Krabbelgruppen offen, die Mütter- und Väterberatung ist mit zusätzlichen zeitlichen und fachlichen Ressourcen ausgestattet und durch regelmässige interdisziplinäre Vernetzungstreffen und Kernteamsitzungen werden der qualitätsorientierte Fachaustausch, die gemeinsame Weiterbildung und der Aufbau wirksamer Kooperationen zum Wohl der Kinder gefördert.
Stadt Aarau (öffnet in einem neuen Fenster)

Stadt Zofingen

Mit dem Ziel, die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung auf der Gemeindeebene zu verankern, setzte die Stadt Zofingen das Programm Primokiz der Jacobs Foundation um. Die Abteilung Kind Jugend Familie der Stadt Zofingen begleitet und realisiert verschiedene Projekte seit anfangs 2016 im Frühbereich.

Der „Minitreff“ des Integrationsnetzes Region Zofingen, für Kinder von 0 bis 5 Jahren und deren Eltern wird wöchentlich an zwei unterschiedlichen Standorten ausgeführt. Daneben wird Quartierarbeit für Kinder und Eltern betrieben. In Kooperation mit der Schule lancierte die Abteilung Kind Jugend Familie den Anlass „Fit in den Kindergarten".
Stadt Zofingen (öffnet in einem neuen Fenster)

Mehr zum Thema

Frühe Förderung beim Schweizerischen Gemeindeverband (öffnet in einem neuen Fenster)
Jacobs Foundation (2013). Situationsanalyse. Ein Instrument im Programm Primokiz der Jacobs Foundation zur umfassenden Erhebung des Ist-Zustandes der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in einer Gemeinde. Zürich. (PDF, 45 Seiten, 654 KB)
Leitfaden wirksamer Praxis HS Luzern (PDF, 36 Seiten, 4.9 MB)
Orientierungsrahmen (PDF, 80 Seiten, 1.4 MB)
UNICEF: Kinderfreundliche Gemeinden (PDF, 12 Seiten, 1.8 MB)