Umsetzung in den Gemeinden

Damit die Angebote der Frühen Förderung bedarfsgerecht und wirksam sind, müssen sie an die lokalen Gegebenheiten ausgerichtet sein. Die Gemeinden spielen deshalb in der Frühen Förderung eine zentrale Rolle.

Vernetzung in Gemeinden

Die Frühe Förderung von Kindern im Vorschulalter ist primär im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden und Städte. Frühe Förderung ist ein Querschnittthema zwischen den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit und Integration. Entsprechend existieren diverse Angebote für Kinder im Alter zwischen 0 - 4 Jahren.

Damit Frühe Förderung gelingt, ist ein hohes Mass an Koordination notwendig. Hier sind die Gemeinden gefragt. Durch die Koordination der Akteure und Angebote im Bereich Frühe Förderung, können Gemeinden das bereits existierenden Angebot erkennen, bekannt machen (Zielgruppenerreichung) und nach Möglichkeit und Bedarf weiterentwickeln.

Arbeitsinstrument Runder Tisch Frühbereich

Als erster Schritt zu einer gelungenen Vernetzung des Frühbereichs eignet sich das Einführen eines Runden Tisches.

Durch regelmässige Treffen im Rahmen von Sitzungen bietet der Runde Tisch aber vor allem auch die Gelegenheit für den Informationsaustausch und für das Knüpfen von Kontakten im Frühbereich.

Durch die Vernetzung wird die Kommunikation zwischen den Akteuren verbessert. Vernetzung bringt die verschiedenen Akteure dazu, ihre Angebote aufeinander abzustimmen, in Projekten zusammenzuarbeiten oder das Schaffen von neuen Angeboten zuerst mit anderen abzusprechen.

Die Fachstelle Alter und Familie des Kantons Aargau unterstützt Gemeinden im Jahr 2019 bei der Einführung eines Runden Tisch im Frühbereich mit einem einmaligen finanziellen Beitrag.

Interessierte Gemeinden wenden sich direkt an Christine Zollinger, Fachstelle Alter und Familie

Drehbuch Runder Tisch im Frühbereich (PDF, 8 Seiten, 594 KB)

Faltflyer Runder Tisch im Frühbereich (PDF, 2 Seiten, 70 KB)

Praxisbeispiele zur Vernetzung aus dem Kanton Aargau

In den letzten Jahren wurden im Kanton Aargau an vielen Orten unterschiedliche Massnahmen umgesetzt. Im Folgenden stellen wir eine Auswahl an Praxisbeispielen vor.

Gemeinde Pratteln: Koordination durch die Fachstelle frühkindliche Bildung (PDF, 35 KB)

Gesamtkoordination in Zuchwil mit Vorkindergarten (PDF, 37 KB)

Projekt FF3 der Mütter- und Väterberatung Region Baden (PDF, 38 KB)

Zusammenarbeit der Gemeinde Horw mit Spielgruppen (PDF, 38 KB)

Gemeinde Suhr: Familientreffpunkt Su(h)rrli (PDF, 40 KB)

Gemeinde Untersiggenthal: Projekt VernetzerInnen (PDF, 100 KB)

Region AargauSüd: "Arbeitsgruppe Frühe Förderung" im Rahmen des Projekts "Impuls Zusammenleben" (PDF, 101 KB)

Stadt Aarau

Der Fachbereich Kind und Familie der Sektion Gesellschaft fungiert in der Stadt Aarau als Koordinationsstelle im Bereich Frühe Förderung.

Mit finanzieller Unterstützung des Kantons und des Bundes wurden ab 2009 mit diversen lokalen Akteuren institutionsübergreifende Massnahmen erarbeitet, um Aarauer Familien von der Schwangerschaft bis zum Kindergarteneintritt zielgerichtet zu begleiten und gute Rahmenbedingungen für die individuelle, ganzheitliche Entwicklung aller Kinder schaffen.

Allen Familien mit Kindern im Vorschulalter stehen an verschiedenen Standorten niederschwellige Anlaufstellen und Treffpunkte in Form von fachlich geleiteten Krabbelgruppen offen, die Mütter- und Väterberatung ist mit zusätzlichen zeitlichen und fachlichen Ressourcen ausgestattet und durch regelmässige interdisziplinäre Vernetzungstreffen und Kernteamsitzungen werden der qualitätsorientierte Fachaustausch, die gemeinsame Weiterbildung und der Aufbau wirksamer Kooperationen zum Wohl der Kinder gefördert.
Stadt Aarau (öffnet in einem neuen Fenster)

Stadt Zofingen

Mit dem Ziel, die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung auf der Gemeindeebene zu verankern, setzte die Stadt Zofingen das Programm Primokiz der Jacobs Foundation um. Die Abteilung Kind Jugend Familie der Stadt Zofingen begleitet und realisiert verschiedene Projekte seit anfangs 2016 im Frühbereich.

Der „Minitreff“ des Integrationsnetzes Region Zofingen, für Kinder von 0 bis 5 Jahren und deren Eltern wird wöchentlich an zwei unterschiedlichen Standorten ausgeführt. Daneben wird Quartierarbeit für Kinder und Eltern betrieben. In Kooperation mit der Schule lancierte die Abteilung Kind Jugend Familie den Anlass „Fit in den Kindergarten".
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Praxisbeispiele zur Frühen Sprachförderung aus dem Kanton Aargau

Die Dokumentation von Praxisbeispielen verdeutlicht, welche diversen Angebote für die "Frühe Sprachförderung" im Kanton Aargau existieren.

Die Dokumentation verschafft einen Einblick, wie die "Frühe Sprachförderung" in verschiedenen Angeboten für Kinder im Alter bis vier Jahre im Kanton Aargau gelebt wird. Die Praxisbeispiele verdeutlichen Erfolgsfaktoren und Gewinnpotenzial der "Frühen Sprachförderung". Auch Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten werden in der Dokumentation vertieft.

Frühe Sprachförderung in der Spielgruppe Zick-Zack, Mellingen (PDF, 141 KB)

Frühe Sprachförderung in der Kita KSA Zwärglihuus, Aarau (PDF, 144 KB)

Frühe Sprachförderung im MuKi-Deutsch (PDF, 143 KB)

Frühe Sprachtherapie_Logopädie stiftungNETZ (PDF, 53 KB)

Orientierungshilfe für Gemeinden

Im Rahmen des Projekts "Die Gemeinden als strategische Plattform und Netzwerker der frühen Förderung" wurde auf Initiative des Schweizerischen Gemeindeverbands im Rahmen des Nationalen Programms gegen Armut eine Orientierungshilfe für kleinere und mittlere Gemeinden erarbeitet.

Die Orientierungshilfe hilft Gemeinden, sich in einer Vielfalt zurechtzufinden, indem sie bestehende Studien und eine Übersicht über bestehende Arbeitsinstrumente bietet. Darüber hinaus gibt sie Anregungen zur Entwicklung einer kommunalen Strategie der Frühen Förderung.

Orientierungshilfe für kleinere und mittlere Gemeinden zur Frühen Förderung (PDF, 1.2 MB)

Mehr zum Thema

Frühe Förderung beim Schweizerischen Gemeindeverband (öffnet in einem neuen Fenster)
Jacobs Foundation (2013). Situationsanalyse. Ein Instrument im Programm Primokiz der Jacobs Foundation zur umfassenden Erhebung des Ist-Zustandes der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in einer Gemeinde. Zürich. (PDF, 45 Seiten, 654 KB)
Leitfaden wirksamer Praxis HS Luzern (PDF, 36 Seiten, 4.9 MB)
Orientierungsrahmen (PDF, 80 Seiten, 1.4 MB)
UNICEF: Kinderfreundliche Gemeinden (PDF, 12 Seiten, 1.8 MB)