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Administration und Finanzielles

Pflegende und betreuende Tätigkeiten können finanzielle Ausfälle oder Ausgaben zur Folge haben.

Zuständig für Ergänzungsleistungen, kantonale Beihilfen sowie Gemeindezuschüsse ist die Wohnsitzgemeinde. Berechtigt sind Personen mit einer AHV- oder IV-Rente. Informationen dazu gibt es bei der Pro Senectute Aargau beziehungsweise bei der entsprechenden SVA-Beratungsstelle in der jeweiligen Region.

Beratung Pro Senectute Aargau (öffnet in einem neuen Fenster)
SVA-Zweigstellen in den Gemeinden (öffnet in einem neuen Fenster)

Pflegerische Leistungen zu Hause sind national einheitlich geregelt. Sie bedürfen immer einer ärztlichen Verordnung und einer Bedarfsabklärung durch anerkannte Spitex-Organisationen oder freiberufliche Pflegefachpersonen. Die pflegerischen Leistungen werden durch die obligatorische Krankenversicherung (abzüglich Selbstbehalt, Jahresfranchise sowie der Patientenbeteiligung) und die öffentliche Hand übernommen. Der Kanton Aargau hat sowohl die stationären Pflegeeinrichtungen als auch die ambulanten leistungserbringenden kantonalen Tarifordnungen eingeführt. Hier finden Sie Informationen zur ambulanten Pflegefinanzierung.

Entschädigungen

Hauswirtschaftliche Leistungen wie beispielsweise Einkaufen, Haushaltspflege und so weiter, sind grundsätzlich aus privater Hand zu bezahlen. Falls die Voraussetzungen dafür gegeben sind, können bestimmte Entschädigungen geltend gemacht werden:

Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV

Diese können durch Personen mit AHV- oder IV-Rente beantragt werden. Dabei werden insbesondere die Krankheits- und Behinderungskosten vergütet (hauswirtschaftliche Leistungen und die Patientenbeteiligung).
SVA Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (öffnet in einem neuen Fenster)

Hilflosenentschädigung zur AHV und zur IV

Diese können von Personen beantragt werden, die seit mindestens einem Jahr bei alltäglichen Lebensverrichtungen wie Ankleiden, Aufstehen, Absitzen, Essen etc. die Hilfe anderer Menschen benötigen. Zuständig dafür ist die kantonale Ausgleichskasse SVA Aargau.
SVA Hilflosenentschädigung zur AHV und IV (öffnet in einem neuen Fenster)

Assistenzbeitrag

Mit dem Assistenzbeitrag können Betroffene, die eine Hilflosenentschädigung beziehen, selber Assistenzpersonen anstellen, welche die notwendige Hilfe erbringen. Die angestellten Personen sind nicht bezugsberechtigt, wenn sie in direkter Linie verwandt sind oder mit der betroffenen Person in einer Partnerschaft leben.
SVA Assistenzbeitrag (öffnet in einem neuen Fenster)

Kostenbeiträge durch AHV an Hilfsmittel

Anspruch auf einen Beitrag an Hilfsmittel wie bspw. Lupenbrillen, Rollstühle ohne Motor und Hörgeräte haben Personen, wenn sie Altersrente oder Ergänzungsleistungen beziehen.
AHV IV Hilfsmittel (öffnet in einem neuen Fenster)

Betreuungsgutschriften

Wer pflegebedürftige Verwandte betreut, hat Anspruch auf Betreuungsgutschriften. Diese müssen jährlich bei der zuständigen kantonalen Ausgleichskasse geltend gemacht werden. Die Betreuungsgutschriften sind keine direkten Geldleistungen, sondern Zuschläge zum Erwerbseinkommen, welche zu einer höheren AHV- oder IV-Rente führen können.
SVA Betreuungsgutschriften (öffnet in einem neuen Fenster)

Leistungen der Krankenkassen

Es können individuelle Beratungen der Krankenkassen zum Thema pflegende Personen wahrgenommen werden. Dabei sind auch Informationen zu Grund- und Zusatzleistungen in der Versicherungspolice zu beachten.

Steuerabzug

Krankheits- und Behinderungskosten sowie Selbstbehalt der Krankenkassen können von den Steuern abgezogen werden.

Recht

Pflege und Betreuungsvertrag

Die Pflege und Betreuung von Angehörigen kann schnell zu einem zeitintensiven Engagement werden und sich über viele Jahre hinziehen. Mit einem Vertrag zwischen den Angehörigen und Ihnen können Anliegen und Ansprüche festgehalten werden. Der Vertrag schafft Klarheit über die Art der Hilfeleistungen und Kosten. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen über Ihre Anliegen.

Die Gemeinden im Kanton Aargau bieten die Möglichkeit einer unentgeltlichen Beratung durch den Aargauischen Anwaltsverband (öffnet in einem neuen Fenster).

Eine kostenlose Beratung, einen Mustervertrag sowie weitere Informationen erhalten Sie bei der Beratungsstelle der Pro Senectute Aargau (öffnet in einem neuen Fenster)in Ihrem Wohnbezirk.

Sozialberatung

Recherchen und Abklärungen rund um die Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen sind sehr zeitintensiv. Unterstützung finden Sie bei der Sozialberatung der Pro Infirmis Aargau-Solothurn (öffnet in einem neuen Fenster)oder der Pro Senectute Aargau. (öffnet in einem neuen Fenster)

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung können Ihre pflegebedürftigen Angehörigen regeln, wer bei einem Spitalaufenthalt Auskünfte erhalten soll, wer bei Urteilsunfähigkeit oder Nichtansprechbarkeit über die Behandlung Mitspracherecht hat und welche Massnahmen im medizinischen Notfall erfolgen sollen oder nicht erwünscht sind.

Beratung und Vorlagen (teilweise kostenpflichtig):

Care-Migration

Der übliche Weg für eine Unterstützung im Haushalt und in der Pflege führt über die öffentliche Spitex oder über nicht gewinnorientierte Organisationen.

Wenn Sie trotzdem privat eine Lösung finden wollen, gibt es zwei weitere Möglichkeiten: Sie stellen eine Care-Migrantin ein und werden Arbeitgeberin. Oder Sie nutzen die Dienstleistung einer privaten Firma. Die Anstellungsverhältnisse für Care-Migrantinnen sind rechtlich sehr komplex und teilweise nicht klar geregelt. Hier finden Sie weitere Informationen www.careinfos.ch (öffnet in einem neuen Fenster).