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Rolle der Gemeinde im Altersbereich

Alterspolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die nicht nur viele Bereiche der Gemeinde, von Raumplanung bis zur Gesundheit, betrifft, sondern sie wird auch in jeder Gemeinden von vielen verschiedenen Akteuren gelebt und mitgestaltet. Welche Rolle spielt die Gemeinde dabei?

Gemäss Pflegegesetz (PDF, 365 KB) und Pflegeverordnung (PDF, 79 KB) sind die Gemeinden im Altersbereich für die Planung und Sicherstellung des Angebots in der ambulanten und stationären Langzeitpflege zuständig (PflG § 11). Sie erfüllen diese Aufgaben durch Vernetzung, Koordination und Synergienutzung (PflG § 11). Zudem sind sie für Information, Beratung und Vermittlung im Altersbereich (PflG § 18) verantwortlich. Die aktuelle demographische Alterung stellt die Gemeinden und den Kanton jedoch vor weitere Herausforderungen. Der Regierungsrat hat dazu in 2013 die Leitsätze zur Alterspolitik im Kanton Aargau verabschiedet. Für die Umsetzung der Alterspolitik sind im Kanton Aargau jedoch die Gemeinden zuständig. Die Rollen, welche die Gemeinden dabei übernehmen sind unterschiedlich.

Rolle der Vernetzung

Die politische Gemeinde ist nicht die einzige Akteurin der kommunalen Alterspolitik: Kirchen, gemeinnützige Organisationen, Vereine, Firmen und Institutionen arbeiten alle auch für die ältere Bevölkerung. Aus diesem Grund sind Koordination und Vernetzung zentral. Mit der Organisation eines runden Tisches Alterspolitik bringen Sie in der Gemeinde, mit wenig Aufwand, alle Akteure an einen Tisch und übernehmen so die Rolle des Vernetzers.

Rolle der Informationsvermittlung

Im Altersbereich besteht ein regelrechter Jungel an Angeboten. Unterstützen Sie Ihre ältere Bevölkerung, aber auch ihre Angehörigen bei der Suche nach den richtigen Angeboten. Dies kann älteren Menschen den längeren Verbleib zu Hause ermöglichen. Durch den Betrieb der gesetzlich vorgeschriebenen Anlauf- und Beratungsstelle für Altersfragen unterstützen Sie Ihre Bevölkerung bei der Suche. Auch die Broschüre Älter werden in Ihrer Gemeinde kann Ihrer Bevölkerung aufzeigen, welche Angebote und Möglichkeiten es bei Ihnen gibt. So übernimmt die Gemeinde die Rolle der Informationsvermittlerin.

Rolle der Befähigung

Dank der demographischen Alterung waren in Ihrer Gemeinden noch nie so viele Menschen über 65 fit und aktiv. Viele engagieren sich gerne und können mithilfe ihres Wissens, ihrer Erfahrung und ihrer Zeit das Zusammenleben in Ihrer Gemeinde mitgestalten. Eine mögliche Form des Miteinbezugs ist die Alters- oder Seniorenkommission, andere Projekte sind Generationenverbindend oder stärken den Zusammenhalt durch Nachbarschaftshilfe. In diesem Bereich übernimmt die Gemeinde die Rolle der Möglichmacherin, da sie ihre eigene Bevölkerung befähigt.

Welche Rolle spielt ihre Gemeinde bereits? Welche Rolle könnte sie auch noch spielen?

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