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Todesfall

Die Steuerpflicht endet mit dem Tod der steuerpflichtigen Person. Der Todestag ist massgebend für die steuerliche Beurteilung der entsprechenden unterjährigen Steuerpflicht.

Bei Verheirateten

Die Eheteile bilden je eigene Steuersubjekte mit gemeinsamem unteilbarem Steuerobjekt. Mit dem Tod endet die Steuerpflicht des einen Eheteils. Ab Todestag besteht kein gemeinsames unteilbares Steuerobjekt mehr.

Für die Steuerpflicht gilt Folgendes:

  • Für die Zeit vom 1. Januar bis zum Todestag besteht die gemeinsame unterjährige Steuerpflicht der beiden Eheteile.
  • Für die Zeit vom Todestag bis 31. Dezember besteht die alleinige unterjährige Steuerpflicht des überlebenden Eheteils.

Einkünfte

Sowohl für die gemeinsame unterjährige als auch für die alleinige unterjährige Steuerpflicht wird die Steuer auf den in diesen Zeiträumen fliessenden Einkünften nach bestimmten Regeln erhoben.

  • Regelmässig fliessende Einkünfte (Lohn, Alimente, Renten, Liegenschaftenertrag) werden auf 12 Monate umgerechnet
  • Unregelmässig fliessende Einkünfte (Zinsen aus Wertschriften, Boni, Lottogewinne) werden nicht auf 12 Monate umgerechnet

Die Umrechnung ist wichtig für den Steuersatz (Berechnungsgrösse).

Abzüge

Für die Abzüge gilt sinngemäss die gleiche Regelung wie für die Einkünfte. Sozialabzüge werden nach den Verhältnissen am Ende der Steuerperiode (Stichtagprinzip) anteilmässig gewährt.

Vermögen

Für die Bemessung des steuerbaren Vermögens ist der Stand am Ende der Steuerperiode (Stichtagprinzip) oder bei Beendigung der Steuerpflicht massgebend.

Besteht die Steuerpflicht nur während eines Teils der Steuerperiode, wird das Vermögen nach der Dauer der Steuerpflicht gewichtet. Für die Satzbestimmung ist auf das gesamte Vermögen am massgebenden Stichtag abzustellen.

Wie erfolgt die Besteuerung bei Verheirateten bis und mit Todestag?

Die einzureichende Steuererklärung "unterjährige Steuerpflicht" berücksichtigt folgende Faktoren:

  • Einkünfte für den Zeitraum der gemeinsamen Steuerpflicht
  • Eheliches Vermögen am Ende der Steuerpflicht

Die "Steuererklärung unterjährige Steuerpflicht" dient auch der Rückforderung der Verrechnungssteuer für die Fälligkeiten beider Eheteile bis zum Todestag.

Wie erfolgt die Besteuerung für den überlebenden Eheteil ab dem Tag, der auf den Todestag folgt?

Die im Folgejahr einzureichende Steuererklärung des überlebenden Eheteils darf im Wertschriftenverzeichnis nur noch die Fälligkeiten des überlebenden Eheteils enthalten. Diese bilden die Grundlage für die Besteuerung. Im Übrigen werden sie bei der Geltendmachung der Rückerstattung der Verrechnungssteuer herangezogen.

Bei Alleinstehenden

Bei Tod einer alleinstehenden Person gilt ebenfalls die Regelung, dass von den Erben (beispielsweise Nachkommen, Eltern, Geschwister) bis zum Todestag eine "Steuererklärung unterjährige Steuerpflicht" einzureichen ist.

Die Berechnung der regelmässigen/unregelmässigen Einkünfte oder regelmässigen/unregelmässigen Abzüge erfolgt analog der Berechnung bei Verheirateten.