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Bau- und Wohnungswesen

Baustatistik, Wohnungsbestand und Leerwohnungszählung

Die Gebäude- und Wohnungsstatistik sowie die Leerwohnungszählung sind jährlich durchgeführte Vollerhebungen. Die Daten werden von den Gemeinden auf ihrem jeweiligen Gebiet erfasst. Das eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister dient als Grundlage für die Baustatistik und den Wohnungsbestand. Für die Leerwohnungszählung dürfen die Gemeinden unterschiedliche Datengrundlagen verwenden (Register, amtliche Stellen, Rundschreiben an die Liegenschaftsverwaltungen, Aufrufe, Daten des Elektrizitätswerks, Inserate in Printmedien oder im Internet, Recherchen im Internet).

Baustatistik 2017/18: Mehr Wohnungen und Gebäude erbaut

Im Jahr 2017 nahm die Anzahl neu erstellter Wohnungen und Gebäude mit Wohnungen gegenüber dem Vorjahr zu
Im Jahr 2017 nahm die Anzahl neu erstellter Wohnungen und Gebäude mit Wohnungen gegenüber dem Vorjahr zu. © Statistik Aargau

Im Kanton Aargau wurden 2017 5'680 Wohnungen und 1'281 Gebäude mit Wohnungen fertiggestellt. Das sind 669 Wohnungen (+13,4 Prozent) und 100 Gebäude (+8,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Betrachtet man jedoch die langfristige Entwicklung seit 2012, fällt hinsichtlich der Anzahl neu erstellter Wohnungen eine deutliche Zunahme auf, währenddessen die Anzahl neu erstellter Gebäude tendenziell sinkt. Die Anzahl neu erstellter Wohnungen (5'680 Einheiten) war nur 1973 (6'342 Einheiten) und 1974 (6'520 Einheiten) höher. Gleichzeitig schwächte sich der Reinzugang an Wohnungen (Veränderung des Wohnungsbestandes verglichen mit dem Vorjahr) gegenüber 2016 um 237 auf 5'506 Einheiten ab. Die Anzahl neu erstellter Wohnungen pro Gebäude hat sich seit 2000 fast verdreifacht. Es werden weniger Gebäude mit mehr Wohnungen erstellt. Der Wohnungsbestand per 31. Dezember 2018 betrug 323'963 Einheiten. Im Bezirk Aarau wurden 2017 91,2 Prozent der Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern erstellt. Nur im Bezirk Rheinfelden waren von den neu erstellten Wohneinheiten mehr als 20 Prozent Einfamilienhäuser (24,5 Prozent).

Insgesamt sanken die Bauausgaben im Jahr 2017 verglichen mit dem Vorjahr um 3,1 Prozent von 4'999 auf 4'846 Millionen Franken. Vor allem die anteilsmässig grössten Bausparten öffentlicher Hochbau sowie Industrie-, Gewerbe- und übriger privater Bau trugen mit Abnahmen um 19,1 Prozent (–101 Millionen Franken) respektive 9,0 Prozent (–100 Millionen Franken) stark zur Reduktion der Bauausgaben bei. Für den öffentlichen Tiefbau wurde leicht mehr ausgegeben (+3,4 Prozent, + 24 Millionen Franken). Die Ausgaben für den privaten Wohnungsbau sind nur noch leicht gestiegen (+0,9 Prozent, +23 Millionen Franken). Anteilsmässig die weitaus grössten Investitionen wurden – wie im Vorjahr – von Immobiliengesellschaften getätigt.

Leerwohnungszählung 2019: Leerwohnungsziffer auf hohem Niveau stabil

Im Jahr 2019 bleibt die Leerwohnungsziffer im Kanton Aargau verglichen mit dem Vorjahr stabil. Bild vergrössern
Im Jahr 2019 bleibt die Leerwohnungsziffer im Kanton Aargau verglichen mit dem Vorjahr stabil. © Statistik Aargau

Im Kanton Aargau bleibt die Leerwohnungsziffer nach langjährigem Anstieg seit dem Tiefstand im Jahr 2003 stabil. Die Ziffer liegt über dem gesamtschweizerischen Wert. Die Werte der Kantone variieren im Jahr 2019 zwischen 0,42 und 3,40 (Minima und Maxima). Die Leerwohnungsziffer des Kantons Aargau nähert sich seit 2003 den landesweit höchsten kantonalen Werten. Die Ziffern variieren in den Aargauer Gemeinden zwischen 0 und 10,76. In 50 Prozent der Aargauer Gemeinden liegen die Ziffern zwischen 1,37 und 3,63.

Stabilisierung der Leerwohnungszahl auf hohem Niveau

Im Jahr 2019 bleibt die Anzahl leerstehender Wohneinheiten stabil, nachdem sie sich seit 2009 mehr als verdoppelt hat.
Im Jahr 2019 bleibt die Anzahl leerstehender Wohneinheiten stabil, nachdem sie sich seit 2009 mehr als verdoppelt hat. © Statistik Aargau

Per 1. Juni 2019 stehen im Kanton Aargau 8'377 Wohneinheiten leer. Nachdem sich die Anzahl leer stehender Wohneinheiten seit 2009 mehr als verdoppelt hatte, hat sie sich dieses Jahr verglichen mit dem Vorjahr erstmals stabilisiert: Der Bestand an Leerwohnungen sinkt marginal um 0,7 Prozent (2018: 8'437 Leerwohnungen). Verglichen mit dem Vorjahr stehen insbesondere weniger Neubauten leer (–11,7 Prozent). Die Mehrheit aller freien Wohneinheiten sind Einheiten mit drei (34,5 Prozent) und vier (31,9 Prozent) Zimmern. Einheiten mit einem (4,3 Prozent) oder sechs oder mehr Zimmern (4,6 Prozent) machen hingegen nur einen kleinen Anteil aus.

Regional bestehen deutliche Unterschiede: In sechs der elf Bezirken wird gegenüber dem Vorjahr eine Reduktion der Leerwohnungszahl festgestellt, was letztes Jahr lediglich im Bezirk Aarau der Fall war. Im Bezirk Baden stieg die Anzahl auf 1'432 Einheiten. Damit ist Baden der Bezirk mit den meisten leeren Wohneinheiten. Im letzten Jahr wies der Bezirk Zofingen den höchsten Leerwohnungsbestand auf. Am stärksten erhöhte sich der Leerwohnungsbestand im Bezirk Muri (+ 78,7 Prozent). Da die Zahl bisher vergleichsweise tief war, bewegt sich der Bezirk bezüglich Anzahl Leerwohnungen nun im Mittelfeld. Erklärbar wird dieser Anstieg durch die teilweise starken Zunahmen in 11 der 19 Gemeinden. Der Bezirk Rheinfelden weist am wenigsten unbesetzte Wohneinheiten (298) auf. Das Bild ändert sich geringfügig, wenn man die Anzahl leerstehender Wohneinheiten pro 1'000 Einwohner (über 20-Jährige, Bevölkerungsstand vom 31.12.2018) betrachtet: In den Bezirken Kulm (knapp 27 Einheiten) und Zofingen (rund 22 Einheiten) sind pro 1'000 Einwohner am meisten Einheiten unbesetzt. Die anderen Bezirke verfügen über 16 bis 20 freie Einheiten pro 1'000 Einwohner. Nur der Bezirk Rheinfelden zählt weniger als 10 Leerstände pro 1'000 Einwohner (knapp 8 Einheiten).

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